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SoVD-Wanderer auf historischen Spuren

  Am Treffpunkt „Sparkasse Ronnenberg“ hatten sich trotz des winterlichen Wetters 22 Wanderer eingefunden, um mit Hans Mentner eine kleine Tour durch Ronnenberg zu unternehmen. Dabei wurde festgestellt, dass leider nicht alle Fußwege ordentlich geräumt waren. HM freut sich immer wieder darüber, dass er den SoVD-Mitgliedern etwas Historisches über ihr Ronnenberg erzählen kann. Er hatte wieder geschichtsträchtige Unterlagen von dem Ronnenberger Historiker Matthias Biester bekommen, über die er unterwegs berichtete. In diesem Jahr erläuterte HM die schrittweise Bebauung des Hagackerweges, so hieß die Straße Hagacker damals. Er war im 19. Jhdt. lediglich ein Koppel- bzw. Feldweg am äußersten westlichen Rand des Dorfes. Am oberen Rand Ecke Velster Straße lag der Hof des Großkötners August Homann, der weitläufig mit dem Vollmeier Homann Im Sacke verwandt war. In den 1850er Jahren richtete er auf seinem Hof eine Schnapsbrennerei ein, die bis zum ersten Weltkrieg betrieben wurde. Nach dem Krieg zog der damalige Standesbeamte und spätere Gemeindevorsteher August Kirchmeyer in das Wohnhaus des Hofes und richtete dort das Standesamt ein. Das Nebengebäude der ehemaligen Branntweinbrennerei baute Anfang der 1920er Jahre der Viehhändler und Schlachter August Beier zum Geschäfts- und Wohnhaus , Laden, Schlacht- und Kühlraum um. Heute betreibt dort die Schlachterei Nuglisch ihr Geschäft.
Erst in den 1890er Jahren entstanden am Hagackerweg weitere Gebäude. 1898 erhielt der Kaufmann Karl Friedrich Homann, ein Sohn des Brennereibesitzers August Homann, die Genehmigung, eine Sauerkohlfabrik bestehend aus Wohnhaus, Fabrikgebäude und Stallung zu bauen. Er lebte schon während des Baues der Fabrik in Hannover und führte auch später von dort die Geschäfte in Ronnenberg. Ebenfalls in den 1890er Jahren baute gleich neben der Sauerkohlfabrik der Böttchermeister Wilhelm Kirchmeyer (heute Bernhard Schwartz) ein Wohnhaus, das auch das Elternhaus des späteren Gemeindevorsteher August Kirchmeyer war. Außerdem bauten noch am unteren Ende des Weges der Tischlermeister August Meyer und der Kesselschmied Heinrich Fricke ihre Häuser. Diese Anlieger waren die schärfsten Gegner beim Bau der Alkaliwerke, weil sie dadurch erhebliche Wertminderungen ihrer Häuser und Grundstücke befürchteten.
Das kalte Wetter hielt die Wanderer von einer größeren Tour ab und deshalb marschierten sie zur „Lütt Jever Scheune“. Unterwegs sorgte das Ehepaar Rühl mit einem Schluck aus der Fla-sche zur Erwärmung der lahmen Glieder. In der Lütt Jever Scheune erwarteten die Wanderer schon heißer Glühwein und die von Herta Meyer und Hannelore Bazand geschmierten Schmalzbrote. Renate Mentner bedankte sich dann auch für die freundliche kurzfristige Aufnahme beim Ehepaar Walde. Am Freitag, den 22. Februar 2013 um 17.00 Uhr findet das Kappenfest in der „Lütt Jever Scheune“ statt. Ein Alleinunterhalter wird für die richtige Stimmung sorgen und zur Stärkung gibt es Kartoffelsuppe mit Würstchen. Anmeldungen werden von Mentner‘s Tel.: 1053, Herta Meyer Tel.: 7457 und Ursel Lehmann Tel.: 1062 ab sofort entgegen genommen.
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