Anzeige

Mit dem Motorrad von Ronnenberg nach Kroatien

Foto 1 - Claus
 
Foto 2 - Jürgen
 
Foto 3 - Wabern
 
Foto 4 - Zum weissen Ross
 
Foto 5 - Käuzle
 
Foto 6 - Einheimische
 
Foto 7 - Einlaufbier
 
Foto 8 - Wappenbaum
04.09.2013 – Endlich Urlaub ! Für dieses Jahr hatten mein Freund Claus (Foto 1) und ich (Foto 2) geplant, mit dem Motorrad von Ronnenberg nach Kroatien in den kleinen Ort Pobri nahe der Stadt Opatija in der Kvarner Region zu fahren. Dort haben wir ab 07.09.2013 ein Ferienhaus angemietet.

Aber wie das Leben immer so spielt: Bei mir hatte sich am Wochenende im Unterkiefer ein Zahn bemerkbar gemacht. Kein Problem! Schnell am Montagmorgen beim Zahnarzt angerufen und noch einen Termin dazwischen geschoben bekommen. Nach einer Betäubungsspritze und diversen Bohrattacken dann die vernichtende Nachricht des Zahnarztes im Originalton: „Ihr Zahn wird ihre Urlaubsreise nicht überstehen. Wir müssen ihn morgen extrahieren!“
Also am Dienstag noch schnell einen Zahn gezogen (glücklicherweise ohne nachfolgende Probleme) und am Mittwochmorgen um 09.00 Uhr konnte die Reise losgehen.

Wir hatten die Reise in vier Etappen aufgeteilt, um uns dann am Samstagnachmittag vor unserem Ferienhaus in Pobri mit unseren Frauen zu treffen, die am Freitagmorgen mit dem Auto losgefahren sind und nur einmal übernachtet haben.

Natürlich war auch noch etwas Motorrad-Fahrspaß eingeplant!

Unser erstes Ziel ist der Gasthof „Zum weißen Ross“ in Goßmannsdorf bei Ochsenfurt .

Da Claus sich ein neues Navi für sein Motorrad mit dem gleichen Namen wie ein bekannter Erdnussriegel gegönnt hat, der auch die kleinsten Landstraßen mit einbezieht, haben wir uns erst einmal für eine Teilstrecke Autobahn entschieden. Die Sonne lachte und die Autobahn war nicht allzu voll, so dass wir uns bis Homburg / Efze im Knüllwald vortasteten.

An dieser Autobahnabfahrt südlich von Kassel ist wohl fast schon jeder Motorradfahrer einmal vorbei gefahren, aber kaum jemand kennt den Knüllwald. So ging es mir bis vor einigen Jahren auch, bis ich auf einer Freizeitmesse in Hannover auf einen Stand aus dem Knüllwald gestoßen bin. Anschließend haben wir dort ein kurvenreiches Motorradwochenende verbracht.

Die erste Pause legen wir in Wabern ein. Dort können wir uns – umgeben von einer historischen Altstadt (Foto 3) – auf die Kurven des Tages vorbereiten.
Das neue Navi führte uns wirklich durch kleinste Straßen – fast Feldwege – unter Vermeidung von Autobahnen und Bundesstraßen zu unserem Ziel und so kamen wir nach 487 km und unzähligen Kurven ziemlich erschöpft und durchgeschwitzt an unser Ziel (Foto 4).

Glücklicherweise empfing uns der Wirt „Dieter“ gleich mit einem Käuzle (Foto 5), da wir ja total „unterhopfert“ seien. Auch zu den Einheimischen hatten wir gleich Kontakt (Foto 6).

05.09.2013 – Unser nächstes Ziel ist das Hotel Unterwirt in Eggstätt nahe dem Chiemsee. Wieder ein Tag mit strahlendem Sonnenschein und ganz vielen kleinen Straßen. Auch dort gibt es natürlich ein Einlaufbier (Foto 7). In dem typisch bayrischen Hotel mit Biergarten werden einheimische Gerichte am laufenden Band herausgetragen. Wir entscheiden uns für einen Bayrischen Wurstsalat (mit ganzen Wurstscheiben) und einem deftigen Brotzeit mit Kren (für die Preissen > Meerrettich).

Gegenüber unserer Unterkunft stand ein wunderschöner Wappenbaum (Foto 8), von denen wir auf unserer Reise fast in jedem Ort Bayerns einen gesehen haben. Daneben stand eine Kirche (Foto 9), die sich ab dem nächsten Morgen um 07.00 Uhr bemerkbar gemacht hat. Dieser Tag brachte 372 km

06.09.2013 – Heute soll es richtig zur Sache gehen > Groß Glockner wir kommen! Das Endziel ist das Hotel „Straßwirt“ in Jenig in Österreich. 272 km

Bei unserer Pause erzählt uns die Wirtin, dass der Parkplatz noch vor wenigen Minuten voll von Harleys – alle aus Holland - gewesen ist. In Kärnten findet an diesem Wochenende wohl ein sehr großes Harley-Treffen statt.

Plötzlich interessiert sich „Flip“ – ein Grashüpfer - für mich. Und obwohl ich ihn schon einmal sanft auf den Rasen zurückgesetzt habe, sitzt er wenige Sekunden später auf meinem Kopf. Dort würde es ihm aber nicht mehr gefallen, sobald ich meinen Helm aufsetze, also wieder zurück (Fotos 10-12).

Dann ging es weiter über den Gerlos Pass in Richtung Groß Glockner. Kurven über Kurven – wir wurden also auf das große Ereignis entsprechend eingestimmt. Aber auch wie überall schöne Aussichten (Foto 13), die wir allerdings nur im Vorbeifahren wahrgenommen haben.

Je näher wir dem Groß Glockner kamen, desto mehr nahm die Motorrad-Dichte zu. Auch viele Oldtimer begegneten uns. Den Grund dafür erfuhren wir später: Ca. eine halbe Stunde nach unserer Ankunft sollte der Pass für mehrere Stunden für eine Oldtimer-Rallye gesperrt werden > Schwein gehabt! Und obwohl die Überquerung fast 30 € gekostet hat, vermittelte die ganze Atmosphäre die eines Volksfestes.

Also los ging es. Die ersten Kurven verliefen noch ganz normal, als mich wenige Kurven später ein Porsche und ein Mini Cooper mit röhrenden Motoren fast von der Straße drängten. Als die beiden überholen konnten, ging es etwas gesitteter voran. Aber auch einige Motorradfahrer waren eindeutig schneller unterwegs, als ihre Schutzengel fliegen konnten. Eine erste „Verschnaufpause“ (Foto 14).

Wir haben die höchste Stelle des Groß Glockner erreicht (Foto 15) und machen noch eine kleine Zigarettenpause, als uns ein Einheimischer anspricht: Er habe vor über 40 Jahren in Lehrte (bei Hannover) gearbeitet und wäre immer in Richtung Celle zum Currywurst-essen gefahren. Dies Kultur hätten wir Norddeutschen den anderen voraus – und ich dachte immer, es wäre genau andersrum …

Und weiter geht’s auf der anderen Seite mit viel Kurven wieder herunter. War schon ein beeindruckendes Erlebnis!

Bei einer Kaffeepause stoßen wir auf eine interessante Sitzgruppe, die Claus natürlich auch gleich ausprobiert (Foto 16-17).

Nach gefühlten „hunderten“ von Kilometern (tatsächlich heute 359 km) kommen wir endlich beim Hotel / Gasthof Strasswirt (Foto 18) an. Es ist kein anderer Motorradfahrer zu sehen, aber nach und nach treffen diese alle ein, so dass letztendlich jeder Tisch besetzt ist. Es folgen die üblichen Gespräche über Motorräder, Touren und Navigationsgeräte.

Der Chef verwöhnt uns mit einer Frittatensuppe und Zanderfilet. Und da Fisch bekanntlich schwimmen soll und der Weißwein sehr lecker war, zeigt sich am nächsten Morgen mit einem leichten Tuckern im Kopf.

07.09.13 – Doch für Schwachheiten blieb keine Zeit. Schon nach wenigen Kilometern reihten sich die Kurven über den Pass in Richtung Italien (Foto 19) aneinander, so dass höchste Konzentration gefordert war.

In Italien dann wieder ein Stück Autobahn, ehe wir über Slowenien nach Kroatien einfuhren. Die Herren, denen wir an den Grenzen unsere Ausweise zeigen durften, konnten so gefährlich, böse und bedrohlich gucken, dass wir es fast mit der Angst bekommen hätten.

Nun ging es über kilometerlange Straßen, die bei uns als Feldwege durchgehen würden, in Richtung Pobri. Es war warm und wir waren schon wieder etwas „unterhopfert“. Am Nachmittag endlich haben wir dann unser Ferienhaus – nach 1.490 Gesamtkilometern - erreicht.

Die Frauen, die in der Nähe von Bayrisch Zell übernachtet hatten, waren aus Ihrer Richtung gerade in Slowenien eingefahren, brauchten noch etwas Zeit.

Claus rief die Nr. unserer Vermieterin an, die sich aber gerade von Genua ausgehend auf einer kleinen Kreuzfahrt befand und erst wieder am Sonntagabend vor Ort sei.

Also die 2. Nummer angerufen. Kurze Zeit später erschien der Vermieter und bat uns ein einen mit einem Eisentor abgesperrten Keller unterhalb des Hauses. Er sprach sehr gut Deutsch. Unser Ferienhaus wurde vor einigen Jahren komplett neu aufgebaut, bis auf den Keller, der ist ca. 350 Jahre alt und der älteste in diesem Dorf.
Der Keller war total gefliest, mit Tischen und Stühlen, einem Kühlschrank und einer kleinen Küche eingerichtet, nett dekoriert und urgemütlich. Hier entspanne der über 60jährige Vermieter öfter einmal nach der Arbeit oder er sitze auch viel mit seinem Fußballkameraden hier.

Der Vermieter bog uns zuerst einen Schnaps an, zauberte dann aber noch zwei wunderbar gekühlte Biere aus einem Kühlschrank. Wir plauderten über diese und jenes und schon waren auch unsere Frauen angekommen. Nachdem auch die ihren Begrüßungstrunk genossen haben, war die Hausbesichtigung angesagt. Das Haus ist sehr großzügig und modern eingerichtet. Es fehlt praktisch an nichts. Man blickt auf Rejeka und die Kvarner Bucht. Vor dem Haus befindet sich ein Granatapfelbaum und im Garten ein Feigenbaum. Es sind reichlich Gartenmöbel und auch ein Grill vorhanden.

Nur wenige Meter vom Haus gibt es ein Grillrestaurant (Foto 25), welches uns der Vermieter sehr empfiehlt. Er stellt uns dann auch noch dort vor. Das Personal ist sehr aufmerksam und zuvorkommend. Wir verständigen und auf Englisch. Der Kellner – Renato – bietet uns ein, eine Vorspeise- und auch ein Hauptspeisenplatte zusammen zu stellen. Wir nehmen dankend an und bereuen dies auch nicht. Für die Verdauung gibt es natürlich einen Slibowitz. Hierher kommen wir gerne wieder. Anschließend fallen wir erschöpft in unseren Betten.

08.09.13 – Wir lassen den Tag den Tag langsam angehen. Nach einem ausgiebigen Frühstück – schon zu etwas späterer Zeit – besichtigen wir das Haus und die Umgebung noch einmal richtig (Foto 26). Die Moppeds sind noch da (Foto 27) und Haustiere gibt es auch (Foto 28).
Obwohl wir einiges von zu Hause mitgebracht haben, wird der Einkaufswagen komischerweise doch noch voll (Foto 29).
Kroatien ist zwar seit Juli 2013 Mitglied in der EU, aber zu bezahlen ist hier momentan immer noch in Kroatischen Kuna. Insofern beim Billa am Automaten noch etwas Geld geholt und dann wieder ab auf den Balkon.

09.09.2013 - Bereits in der Nacht fängt es an zu regnen. Gut, das wir gestern alles reingeräumt haben. Morgens sieht es etwas besser aus, aber für ein Frühstück auf der Terrasse reicht es noch nicht.

Wir fahren mit dem Auto nach Opatija, um uns in der Tourist-Information etwas sachkundig zu machen, aber schon die Suche nach einem Parkplatz gestaltet sich als sehr schwierig. Anschließend bummeln wir etwas durch die Straßen der Stadt und werden von einem Wolkenbruch überrascht. Trotz unserer Schirme sind wir ziemlich nass, Wir müssen schon in ein Straßenkaffee flüchten, um den Wassermassen zu entkommen.

Dies geht auch den anderen Passanten so. Bei einem Cappuccino stellen wir jedoch fest, das es bei schönem Wetter hier auf der Promenade recht nett sein muss. Wir "kämpfen" uns also zurück zu unserem Auto durch die Regenmassen und beschließen, heute einen Lese-Tag einzulegen.

10.09.13 – Auch für heute gab es eine schlechte Wetterprognose. Aus unserem Haus blicken wir direkt über die Kvarner Bucht nach Rijeka. Dort schien die Sonne und so entschlossen wir uns kurzfristig, einen Ausflug dorthin zu machen.

Rijeka zählt 145.000 Einwohner und ist die wichtigste Industrie- und Hafenstadt Kroatiens. Sie ist außerdem ein bedeutender Verkehrsknoten.
Der Korzo ist mit Cafés, Restaurants und Boutiquen die Flaniermeile Rijekas und man fühlt sich wie auf der Georgstr. in Hannover. In seiner Mitte steht das Renaissancetor mit einem aufgesetzten Glockenturm.

Imposant sind auch die drei Markthallen (Foto 33), deren Inneres durch die kleinteilige Parzellierung der Lebensmittelläden (Foto 34) jedoch stark verändert wurde. Wer einen Eindruck von der ursprünglichen Raumwirkung bekommen möchte sollte einen Blick in das dritte Marktgebäude werfen, die Fischhalle (Foto 35-40). Die Verkaufsfläche ist hier im originalen Zustand erhalten. Der Fassadenschmuck an den Stirnseiten zeigt – passend zum Thema – Früchte und Pflanzen. Weitere Stände im Freien bieten Obst und Gemüse an, sowie die Sachen, die auf allen Märkten zu finden sind.

Und einige Hartgesottene schrecken sogar vorm Kauf von Pferdefleisch nicht zurück (Foto 41).

Im Hafen liegen einige private Schiffe, deren bloßer Unterhalt uns schon überfordern würde (Foto 42-44).

Nachmittags stabilisiert sich das Wetter wieder und wir können abends sogar den Grill anschmeißen. Unsere Vermieterin bringt uns frische Feigen und Weintrauben und gibt uns noch diverse Tipps für Ausflüge und Restaurants. Gegen 22.30 Uhr müssen wir allerdings ins Haus flüchten.


11.09.13 – Auch in der Nacht wurden wir von diversen Regengüssen geweckt. Dies ging am Morgen auch so weiter. Mit dem Motorrad fahren wurde es also wieder nicht. Gut, das wir alle ausreichend Material zum Lesen mithaben. Und auch warme Kleidung, denn heute ist es auch verhältnismäßig kühl.

Wir frühstücken ausgiebig und beschließen, später zu Fuß nach Opatija zu gehen, dort etwas zu bummeln, dort zu essen und dann mit dem Bus wieder zurück zu fahren.

Wir gehen den Weg, den unsere Vermieterin uns erklärt hat, über gefühlte „500“ Stufen (Foto 45) bergab und kommen schließlich am Wasser an. Dort führt eine wunderschöne Promenade mit alten Villen ( Foto 46-48) am ganzen Ort entlang. Wir genießen die Ausblicke Foto 49) und die Trockenheit, bis er erst wieder leicht anfängt zu regnen und dann wieder aus Kübeln schüttet. Wir flüchten in eine Café und trinken (Foto 50) gegen das Ende des Regens gegen an.

Später gehen wir in ein Restaurant in Opatija, welches uns die Vermieter empfohlen haben und sind sehr zufrieden. Die Atmosphäre ist gemütlich, das Personal ist super nett und spricht auch noch Deutsch. Und das Essen ist auch mehr als gut. Ich gönne mir eine Stockfischcreme als Vorspeise und ein Rumpsteak mit Trüffeln als Hauptspeise. Wirklich super lecker.

12.09.13 – Für heute ist auch kein gutes Wetter angesagt, aber über Nacht ist es zumindest trocken geblieben. Wir haben festgestellt, dass es immer über Mittag nicht regnet. Also starten wir um 11.00 Uhr endlich mal wieder unsere Motorräder. Heute wollen wir uns Istrien einmal etwas näher anschauen.

Die Fahr führt uns über schmale Bergstraßen mit ausreichend Kurven nach Rabac. Tief unter Labin, am Ende eines zunächst recht engen Taleinschnitts, schmiegt sich das einstige Fischerdorf Rabac in eine kleine Bucht. Im Scheitel der Bucht breitet sich ein schöner Kiesstrand aus. Ihn begleitet die Strandpromenade, die die Hotels von Rabac miteinander verbindet. Diverse kleine Boote (Foto XX) liegen in der Bucht und es herrscht ein reges Treiben.

Für die Rückfahrt nehmen wir die Küstenstraße mit einem wunderbaren Blick auf die diversen Inseln wie z.B. Losinj oder Cres (Foto XX). Auch die anderen Fahrzeuge haben ein gemäßigtes Tempo und scheinen den Ausblick ebenfalls zu genießen.
Kurz vor Opatija beginnt es zu regnen, hört aber glücklicherweise nach kurzer Zeit bereits wieder auf.

Unsere Frauen waren mit dem Auto Moscenicka Draga, welches der schönste Strand hier in der Gegend sein soll.

13.09.13 – Wir werden von strahlendem Sonnenschein geweckt. Die Prognose sagt jedoch für unsere Region schlechtes Wetter voraus. Darum beschließen wir, auf die Insel Krk zu fahren, die auch durch diverse Kreuzworträtsel bekannt ist.

Eine mautpflichtige (5,00 €) Brücke, die bei starkem Wind gesperrt werden muss, verbindet die 405 qm2 große Adriainsel seit 1980 mit dem Festland. Die Ostküste gleicht mit ihren blanken Felsflanken einer Mondlandschaft.

Aus der römischen Zeit der Stadt Krk sind Wehrmauern erhalten. Im 5./6. Jahrhundert entstand auf den Mauern einer Therme eine als Basilika erbaute Marienkathedrale und nebenan, die doppelstöckige, romanische Quirinkirche. Den Glockenturm nutzen beide gemeinsam. Die Cafés und Restaurants gesäumte Hafenpromenade endet an dem 800 Jahre alten Kastell.

Die Sonne lacht und diverse Verkäufer bieten Ihre Ausflugsfahrten mit dem Schiff an. In der Bucht liegen diverse kleine und große Schiffe vor Anker. Die Cafés sind gut besucht und so können auch wir der Versuchung nicht widerstehen, auch erst einmal einzukehren, um einen Cappuccino zu trinken und uns von der Sonne bescheinen zu lassen.

Anschließend bummeln wir durch die engen Gassen, die voll sind von Restaurants und kleinen Geschäften. Auch eine kleine Kapelle (Foto 59) und andere antike Gemäuer kreuzen unseren Weg.

Wieder an der Bucht angekommen, zieht ein kleines rotes U-Boot (Foto 60) unsere Aufmerksamkeit auf sich. Während der 45minütigen Fahrt kann man unter Wasser aus dem Fenster (Foto 61) sehen und diverse Fische beobachten, deren Farbigkeit und Vielfältigkeit allerdings hinter unseren Erwartungen zurück bleibt.

Als wir wieder im Hafen einlaufen regnet es bereits. Also erst einmal wieder in ein Café geflüchtet (Foto 63), dann schnell zum Auto und nichts wie zurück. Die Rückfahrt ist jedoch wieder sonnig und auch vor unserem Ferienhaus können wir noch einige Zeit draußen sitzen.

14.09.13 – Noch ist es trocken. Also wieder schnell die Moppeds gestartet und ab durch die Berge in Richtung Buszet, wo heute Abend wohl eine Feier mit einer riesiger Eier-Pfanne und Trüffel stattfinden soll. Wir wollen einmal eruieren, ob diese auch tatsächlich stattfindet.

Vor Ort fragt mich Claus, ob wir diese Straße tatsächlich hoch wollen. Sie war zwar ziemlich steil, aber ich hatte den Schotter-Belag nicht erkannt und bejahte die Frage leichtsinnigerweise. Also los.

Schon nach wenigen Metern merkte ich, dass das nichts wird, der Schotter immer weicher wurde und mein Hinterrad keinen Halt mehr hatte. Ich probierte noch links auf einen kleinen Absatz zu kommen, aber irgendwie war mein Bein zu kurz und zack – ehe ich mich versah – lag ich unter bzw. neben meinem Motorrad. Wir mussten nun erst einmal das Mopped von Claus stabilisieren, ehe wir meines wieder aufrichten konnten und Claus dann die Bergrettung durchführte.

Mensch und Maschine war glücklicherweise nichts passiert. Nur gut, das Claus keinen Fotoapparat dabei hatte.

Wieder unten erfuhren wir dann bei einem Cappuccino, das die große Eier-Pfanne schon am letzten Wochenende verbraten wurde und heute eine Renn-Veranstaltung stattfinde. Also wieder Richtung Ferienhaus. Kurz vor dem Ziel fängt es an zu regnen, hört aber nach wenigen Minuten wieder auf. Gerade rechtzeitig, um die Kurven und Serpentinen der letzten Kilometer ausreichend auskosten zu können.

Irgendwie hatte mein Sturz mich gefrustet und ich musste noch etwas unternehmen. So beschloss ich, Opatija noch einmal mit meiner Frau „unsicher“ zu machen. Also wieder zu Fuß die Treppen runter (Foto 63). Anbei einige Impressionen (Foto 64 – 76).

Am Abend besuchen wir dann – ebenfalls auf Empfehlung - ein weiteres Restaurant in unserem Wohnort. Wieder ein super Tipp, wobei hier der Honig-Schnaps besonders hervorzuheben ist.

15.09.13 – Wieder ziemlich bewölkt, aber zumindest trocken bei Temperaturen um die 20°. Heute wollen wir nach Hum (Foto 77 - 80), die mit 20 Einwohnern kleinste Stadt der Welt.

Wie sagt die nette Damenstimme im Navi so schön: Biegen Sie links ab und fahren dann in das Hum. Es liegt westlich von Opatija in Istrien.

Hum entzückt durch die bucklig gepflasterten Gässchen, Treppen und engen Durchgängen. Sie laden zum Spaziergang von der Stadtmauer zum Stadttor, zum massiven Glocken- und Verteidigungsturm und zu alten Steinhäusern ein. In der Kirche schmückt ein venezianisches Gemälde aus dem 16. Jahrhundert die Apsis.
Auf dem Weg nach Hum wird tatsächlich der Eindruck vermittelt, als erreiche man in Kürze das Ende der Welt.

Wer allerdings glaubt, dass er nun die 21. Person in Hum ist, hat sich getäuscht. Dies beginnt schon mit der Erhebung einer Parkgebühr. Ein Gitarrenspieler, die obligatorische Schale vor sich, spielt im Innenhof. Es gibt vier Souvenir- und Spezialitätenläden sowie ein Restaurant. Und es sind dort sogar Hotelzimmer zu mieten.

Hum wurde im Jahre 1102 erstmals erwähnt. Nur durch ein kleines Stadttor gelangt man in die mittelalterlich anmutende Stadt. Hier hat sich in den letzten 1000 Jahren nicht sehr viel geändert. Der größte Teil der Häuser ist noch gut erhalten. Die beiden engen Gassen des Ortes strahlen ein wahrhaft historisches Flair aus.

Abends schmeißen wir noch den Grill an, aber gegen 22.00 Uhr treibt uns der Regen ins Haus. Es regnet fast die ganze Nacht …

16.09.13 – Doch dafür heute Morgen die Belohnung: Wir werden durch Sonnenstrahlen geweckt und es herrscht Kaiserwetter. Heute ist der erste Tag an dem das Wetter dem entspricht, was an der Adria erwartet wird.

Wir wollten eigentlich Mopped fahren, entschließen uns aber kurzfristig für eine Gammel- und Lesetag.

Selbst diverse Eidechsen (Foto 81) lassen sich bei diesem Wetter in unserem Vorgarten sehen.

Erst gegen 16.00 Uhr ziehen wieder dunkle Wolken auf und es wird merklich kühler, aber es regnet nicht.

Und abends konnten wir uns endlich einmal satt essen (Foto 82).


17.09.13 – Dafür haben wir heute die Quittung bekommen. Die ganze Nacht hat es geschüttet und gewittert. Heute Morgen konnten wir vor lauter Dunst die Kvarner Bucht nicht sehen. Ab Mittag bleibt es zumindest trocken. Also wieder ein (gezwungener) Gammeltag !

Ab ca. 15.00 Uhr strahlt die Sonne wieder wie am Vortag, so, als ob nie etwas gewesen wäre. Zum Mopped fahren ist es zu spät, also fahren wir in den kleinen Ort Matuli und bummeln dort etwas.

Abends schmeißen wir erneut den Grill an. Unsere Vermieterin kommt mit einer Flasche Wein und einer Karaffe Kartoffelschnaps und entschuldigt sich für das Wetter.

Laut Prognose soll es morgen nur eine Regenwahrscheinlichkeit von 20% geben. Donnerstag soll es wieder regnen und Freitag wieder die Sonne scheinen.
Unsere Heimfahrt findet aber auf jeden Fall im Trockenen statt.

18.09.13 – Die Sonne lacht !!!




Fortsetzung folgt ...
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.