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8 Tipps: So erkennen Sie seriöse Webseiten

Das Internet ist die größte Erfindung unserer Zeit. Es hat unser aller Leben direkt oder indirekt verändert. Es ist ein neuer Lebensraum für uns geworden. Täglich verbringen wir im Durchschnitt mehrere Stunden im World Wide Web und nutzen seine Vorzüge. Doch zwischen all den Vorteilen lauern auch Gefahren. Und sie werden immer mehr. Wir verraten Ihnen deshalb acht Tipps, mit denen Sie seriöse Webseiten erkennen. Insbesondere wenn es darum geht Daten freizugeben oder Zahlungen zu tätigen, sollten Sie darauf achten, dass folgende Erkennungsmerkmale vorhanden sind.

1. Impressum

Gemäß § 5 Telemediengesetz müssen auf jeder deutschen, kommerziellen Webseite die Kontaktdaten des Betreibers abrufbar sein. In der Regel stehen diese im Impressum. Da das Gesetz aber kein Impressum, sondern nur die Bereitstellung bestimmter Daten wie Adresse und E-Mail vorschreibt, können sich diese Angaben auch unter einem anderen Punkt, wie beispielsweise Kontakt finden. Kommerziell ist eine Webseite dann, sobald auch nur die kleinste Gewinnerzielungsabsicht besteht. Es reicht also ein Werbebanner. Ein fehlendes Impressum muss kein Beweis für ein unseriöses Internetangebot sein, ist aber immerhin ein Indiz für die Unkenntnis des Betreibers in Bezug auf seine Pflichten.

2. Europäischer Unternehmenssitz

Bevor Sie in einem unbekannten Online-Shop eine Bestellung aufgeben, sollten Sie grundsätzlich prüfen, wer sich hinter dem Shop befindet. Das geht eben nur mit Impressum. Findet sich dort eine deutsche Anschrift, sind Sie rein rechtlich auf der sicheren Seite, es gelten nämlich die Ihnen vertrauten Regelungen. Im globalen Zeitalter ist es aber natürlich auch nichts Außergewöhnliches bei ausländischen Unternehmen zu bestellen. Gerade bei europäischen. Stutzig werden sollten Sie bei exotischen Firmensitzen, die für ihre laxe Gesetzgebung bekannt sind. Eine Ausnahme stellen Online Casinos und Anbieter von Sportwetten dar. Sie haben ihren Sitz fast immer im Ausland, der Gesetzgebung wegen. Achten Sie darauf, ob diese eine gültige Lizenz haben, so wie beispielsweise "Euro Palace - Die besten Online Casinos".

3. Geschützte Datenübertragung

Immer dann, wenn persönliche Daten übermittelt werden müssen, wie eben in einem Online-Shop, sollten Sie darauf achten, dass die Datenübertragung auf geschütztem Wege erfolgt. So ist sichergestellt, dass diese Daten niemand abgreifen kann um damit Schindluder zu betreiben. Ob eine Webseite über eine sichere Datenverbindung verfügt, erkennen sie am Übertragungsprotokoll. Webseiten die mit "https://" beginnen sind sicherer als Seiten mit "http://". Die meisten Browser zeigen dann auch ein grünes Symbol an.

4. Allgemeine Geschäftsbedingungen

Jedes Geschäft beruht auf einer rechtlichen Grundlage, den sogenannten AGB. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen werden die Rechte und Pflichten des Käufers und Verkäufers geklärt. Zugegeben, meist zugunsten des Verkäufers. Aber sie schaffen Klarheit, auch wenn kaum einer sich die Mühe macht und die seitenlangen AGB liest. Achten Sie deshalb zumindest darauf, dass sie vorhanden sind. Sie sind ein Zeichen dafür, dass sich der Anbieter über die rechtlichen Gegebenheiten im Klaren ist und sie respektiert.

Vieles, was in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen steht, ist übrigens auch in Gesetzen geregelt. Grundsätzlich gilt: Gesetz vor AGB. Ein Anbieter kann in seine AGB also keine Schlechterstellung des Kunden schreiben. Tut er es doch, ist diese unwirksam. Wer die AGB nicht liest, muss also zumindest keine Angst haben, ganz dreist übers Ohr gehauen zu werden.

5. Zahlungsmittel

Am sichersten ist immer noch der Kauf auf Rechnung, im Internet ist er aber relativ selten möglich. Wenn doch, handelt es sich aber mit fast hundertprozentiger Sicherheit um einen seriösen Händler. Wichtig ist, dass Ihnen gängige, seriöse Zahlungsmittel angeboten werden. Es sollte nicht nur der Kauf mit Kreditkarte möglich sein. Lastschrift ist eine gute Alternative, die jeder nutzen kann, Hauptsache er hat ein Girokonto. Und bei der Lastschrift haben Sie zudem die Möglichkeit die Abbuchung innerhalb einer bestimmten Frist zurückzuweisen, beispielsweise, wenn Sie die Ware nicht erhalten.

Misstrauisch machen sollte Sie das ausschließliche Angebot der Vorkassenzahlung. Gerade wenn es sich um keinen namenhaften Shop handelt. Wer nur anonyme Zahlungsmittel wie PaySafe anbietet, muss sich den Verdacht der Vertuschung gefallen lassen. Relativ sicher hingegen ist PayPal, vor allem dank des gebotenen Käuferschutzes.

6. Gewinnspiele

Gewinnspiele sind grundsätzlich eine feine Sache, im Internet werden sie aber von Anfang an leider auch missbräuchlich genutzt. Kriminelle Datensammler versprechen unglaubliche Gewinne, nur um irgendwie an Ihre Daten zu kommen. Die lassen sich im Darknet nämlich schnell zu Geld machen. Im besten Fall werden Sie mit Spam überhäuft, im schlimmsten Fall wird Ihre Identität für kriminelle Geschäfte missbraucht.

Nehmen Sie deshalb nach Möglichkeit nur an Gewinnspielen teil, die von namenhaften Unternehmen veranstaltet werden. Hier mag die Gewinnchance zwar angesichts der Teilnehmerzahl geringer sein, aber sie besteht wenigstens. Die Veranstalter von Gewinnspielen, die nur auf Ihre Daten aus sind, verlosen nämlich in der Regel rein Garnichts.

7. Rechtschreibung und Grammatik

Wenn alles gut ist, fällt sie uns nicht auf. Wenn sich aber Rechtschreib- und Grammatikfehler häufen, dann werden wir stutzig. Zurecht. Eine seriöse Seite zeichnet sich eben auch durch ihren formal korrekten Inhalt aus. Insbesondere wenn schlechtes Deutsch "gesprochen" wird, handelt es sich möglicherweise um eine Alibiseite, die Sie weder informieren noch unterhalten will, sondern schlicht betrügen.

8. So viel wie nötig, so wenig wie möglich

Nun kommt man im Internet häufig nicht um die Eingabe persönlicher Daten umher. Wie soll einem ein Versandhändler auch ohne Anschrift das Paket zusenden können. Seriöse Webseiten fragen aber nur die Daten ab, die sie auch wirklich benötigen. Das gilt auch für alle anderen Seiten, auf denen zum Beispiel eine Registrierung nötig ist. Brauchen die mein Geburtsdatum wirklich? Wofür wird meine Telefonnummer abgefragt? Hinterfragen Sie die Datenwünsche kritisch und geben Sie so wenig wie möglich preis. Im Zweifel gibt es irgendwo vielleicht einen Anbieter, der für die gleiche Leistung weniger Daten verlangt. Oder Sie bescheren einfach mal wieder dem örtlichen Einzelhandel ein wenig Umsatz. Ganz anonym!
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