Anzeige

Eine Chance für Obdachlose

Tabelle 1: Gründe für Obdachlosigkeit.
Reutlingen: Reutlingen | Obdachlose sind die schwächsten Glieder in unserer Gesellschaft. Aktuell haben in Deutschland rund 40.000 Menschen keine eigene Wohnung und leben somit auf der Straße. Egal, ob es draußen 25 Grad oder -10 Grad hat. Dass die kalte Jahreszeit den Obdachlosen extrem zusetzt, muss nicht extra betont werden.

Gerade zu dieser Jahreszeit und speziell zur Weihnachtszeit wird deswegen an die Deutschen appelliert, auch mal an andere zu denken. Gespendet wird zum Fest der Liebe mehr als im ganzen Jahr. Spendenaufrufe gibt es unzählig viele. Ob für Brot für die Welt, für Unicef, für die UNO-Flüchtlingshilfe, für Amnesty International oder auch für Misereor – alles ist wichtig und jeder kann seinen Teil dazu beitragen. Was aber trotz der Spendenbereitschaft noch immer zu kurz kommt, sind die Menschen im eigenen Land: die Obdachlosen!

Ein Video will aufmerksam machen

Vielleicht ist es nur ein Tropfen auf den heißen Stein, die Macher des Videos „Es wird Zeit, an andere zu denken“ erhoffen sich allerdings mehr davon. Sie wollen die Menschen animieren, nicht einfach wegzusehen, sondern aktiv etwas zu unternehmen. Denn hier kann und darf man einfach nicht wegsehen.



Jeden von uns kann es treffen, vor Obdachlosigkeit ist niemand gefeit, wie eine Statistik der European Commission zeigt. Gründe dafür gibt es genug:

Siehe Tabelle 1

Auch das Alter spielt keine Rolle, ob man obdachlos wird oder nicht. So sind in Deutschland in Bezug auf aktuell rund 40.000 Menschen ohne Wohnung

• 19,7% der bis 24-jährigen
• 13,1% der 25 bis 29-jährigen
• 23% der 30 bis 39-jährigen
• 21,5% der 40 bis 49-jährigen
• 16,3% der 50 bis 59-jährigen
• Und 6,4% der über 59-jährigen

obdachlos. Die Zahlen stammen aus einer Statistik der BAG Wohnungslosenhilfe.

Helfen kann so einfach sein

Die meisten von uns haben am bevorstehenden Weihnachtsfest ein warmes Zuhause, feiern Weihnachten mit Geschenken, einem leckeren Weihnachtsessen und mit Freunden und der Familie. Obdachlose haben nichts. Sie sind auf soziale Einrichtungen von Städten, Gemeinden und Organisationen angewiesen. Auch wenn immer wieder zu lesen ist, dass in Deutschland niemand wegen Hunger oder Kälte sterben muss – seit der Wiedervereinigung sind trotzdem 300 Opfer zu beklagen.

Lasst uns gemeinsam solche Zahlen senken! Helfen wir denen, die auf Hilfe angewiesen sind und die direkt vor unserer Haustüre zu finden sind. Schon Kleinigkeiten wie der Wintermantel, der einem zu klein geworden ist, das doppelte Paar Handschuhe oder die Winterstiefel, die aus der Mode sind, können helfen, dass weniger Obdachlose in Deutschland frieren müssen. Auch Geldspenden sind bei den Einrichtungen natürlich gerne gesehen. Möglichkeiten gibt es wahrlich viele! Und wohl niemand von uns wird verarmen, wenn wir einem Obdachlosen, den wir in der Stadt antreffen, einen Kaffee ausgeben. Darüber sollten wir einfach mal nachdenken!
1
Einem Mitglied gefällt das:
3 Kommentare
14.560
Frank Werner aus Wernigerode | 19.12.2016 | 14:34  
10.500
Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 14.01.2017 | 11:02  
10.500
Hans-Joachim bartz aus Hattingen | 25.07.2017 | 17:17  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.