Die mobile orthopädietechnische Werkstatt

Josef Dobler, der Gründer und Inhaber von Dobler Josef Orthopädietechnik, macht seine Berufung zum Beruf und hilft nicht nur Menschen, welche durch einen Unfall oder Durchblutungsstörung ein Bein amputiert bekommen haben.
Im persönlichen Gespräch mit Beatrice Voglrieder berichtete er Unglaubliches.
Ein Landwirt, der sich aufgrund von Durchblutungsstörungen einer Beinamputation am Oberschenkel unterziehen musste, hatte großes Pech, denn seine Amputationswunde heilte nicht.
Die Narbe verwuchs nicht und blieb offen.
Dies zeigte sich, indem die Amputation am Stumpf nicht verwuchs und damit offen blieb. Der Oberschenkelknochen lag im körpereigenen Gewebe ohne Weichteilführung und ohne Stabilisation über Muskeln und Sehnen von unten her frei.
Hautlappen, Muskellappen und der Knochen waren also im freien Raum ohne Kniegelenk.
Durch die intensive Zusammenarbeit mit dem damaligen Arzt und der Vernunft des Patienten, gelang die Heilung durch eine spezielle Prothesenanziehtechnik.
Der Mann konnte mobilisiert werden.
Durch die übervorsichtige Anziehtechnik der Prothese wurde das Gewebe nicht noch mehr geschädigt, es wurden mechanische Wachstumsreize gesetzt, so dass das Wachstum und die Selbstheilungskräfte des Körpers schneller angeregt wurden.
Zwölf Wochen später fegte der Landwirt bereits wieder seinen Grund.
Doch solch ein extremes Beispiel ist in Doblers Alltag leider keine Ausnahme.
Eine ältere Dame war gezwungen, ihre Blutwäsche zu Hause selbstständig auszuführen. Eine Amputation am Unterschenkel schränkte ihren Bewegungsradius zusätzlich ein. Beim ersten Versuch eine Prothese herzustellen, öffnete sich das komplette Narbengewebe am Unterschenkel und vernichtete somit jeglichen Wunsch und jede Hoffnung, sich mit einer Prothese fortbewegen zu können.
Nach einer erfolgreichen chirurgischen Rekonstruktion gelang es in langwieriger Arbeit, diese Dame schmerzfrei auf eine Prothese einzustellen.
Ein Jahr später kam die Frau zu Dobler und berichtete, dass sie auf Wallfahrt war und die Strecke von Rosenheim nach Altötting aus Dankbarkeit über ihre wiedererreichte Mobilität den gesamten Weg gelaufen ist.
Es handelte sich hierbei um eine Wegstrecke von mehr als 90 km.
Josef Dobler ist auch als Rettungsdiensthelfer ausgebildet und kann sich somit auf jede eintretende Problematik im Detail einstellen und einfühlen.
Bereits als Schulabgänger wollte er sein handwerkliches Geschick in Kombination mit dem Gesundheitswesen im Beruf umsetzen und etwas für hilfebedürftige Menschen tun. Der Meistertitel zum Orthopädietechnikmeister wurde ihm 1994 mit einem Notendurchschnitt von 1,46 von Bundeskanzler Kohl persönlich überreicht.
Die Idee für seinen speziellen Service, der jedoch nicht nur für den Bereich des Prothesenbaus gilt, sondern auf alle andere Dienstleistungen im Sanitäts- und Orthopädiebedarfsbereiches gilt, bekam Dobler bereits vor vierzehn Jahren.
Schon immer versorgte er Amputationen in seinem Beruf bei älteren Leuten (Geriatriker), welche aufgrund von Durchblutungsstörungen oder unfallverletzungsbedingt amputiert werden mussten.
Nach der Amputation ist es möglich, dass Wundheilungsstörungen in Kombination mit Diabetes eintreten.
Ist die Wunde verheilt und in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt eine prothetische Versorgung angedacht ist, gerät Dobler in das Erscheinungsbild und bereitet den Stumpf auf eine Prothese vor.
Dies geschieht mechanisch durch Therapien, da die Haut einer mechanischen Belastung nicht gewachsen ist.
Wenn der Stumpf nun prothesenfähig ist und komprimierende Vorbereitungsmaßnahmen (Wickeln, Strümpfe, …) erfolgt ein Gipsabdruck.
Es sind verschiedenste Prothesentechniken auf dem Markt, die bis in den Leistungssport hineinragen.
„Heut zu Tage gibt es phantastische Möglichkeiten!“, so Dobler.
Wenn über den Gipsabdruck eine Prothese gefertigt ist, erfolgt der Lernprozess dieses Hilfsmittel in das tägliche Leben zu integrieren.
Ein Kleinkind braucht ca. 1 Jahr, bis es sich sicher auf seinen Beinen bewegen kann.
Dies ist vergleichbar mit dem Ältern Menschen, der gezwungen ist, das Laufen von heute auf morgen neu zu lernen.
Dadurch, dass die Rehamaßnahmen und die Kliniken zu wenig Therapiezeit zur Verfügung haben ist es unumgänglich, auch eine häusliche Versorgung zu gewährleisten, da die Erstprothese während der Trainingsphase erfahrungsgemäß nur eine Momentaufnahme sein kann.
Der Stumpf verliert aufgrund von Muskelschwund an Volumen und schrumpft.
Dadurch, dass der Stumpf kleiner wird, ist der Orthopädietechniker gezwungen, Nachkorrekturen an der Prothese auszuführen. Hier kommt die einmalige Geschäftsidee von Dobler Josef Orthopädietechnik zu tragen, denn der Kunde muss sich mit dieser Problematik nicht mehr mühsam in das nächste Sanitätshaus begeben, Dobler kommt ins Haus.
Hierfür steht ihm sein Transporter Iveco zur Verfügung, den er mit einer kompletten Werkstatt mit Schleifmaschine, Strom, Handwerkszeug, Nähmaschine und allen Werkzeugen ausgestattet hat. Somit kann er jede Anprobe, Anpassung, Korrektur und Nachbesserung direkt vor der Haustüre des Kunden ausführen und ihm die oftmals mühsamen Wege zu einem Orthopädietechniker oder Prothesenbauer ersparen, denn hier wird vor Ort gearbeitet.
In der Zwischenzeit kann sich der Kunde bequem mit einem Buch im Ohrensessel oder vor seinem Fernseher in gewohnter Umgebung entspannen. Denn leider besteht auch in unserer heutigen Gesellschaft noch ein sehr großes Schamgefühl, sich mit einem solch körperlichen Gebrechen im öffentlichen Leben zu zeigen. Mit einer Behinderung wird man nach wie vor begafft.
Somit unterstürzt Dobler das Antrainieren der Selbstsicherheit des Patienten, indem er dem Verletzten seine Privatsphäre und sein Rückzugsgebiet lässt und dieser in der für ihn richtigen Geschwindigkeit mit Hilfe des Gehenlernens sich langsam wieder dem öffentlichen Leben zuwenden kann.
„Wir verbringen keine Wunder, doch wir versuchen es!“, sagt Dobler.
Die Abrechnung der Leistung von Dobler Josef Orthopädieservice ist über jegliche Art von Kostenträgern (Krankenkasse, Berufsgenossenschaft, Orthopädische Versorgungsstelle, Sozialamt, private Krankenkasse, Privatrechnung).
Nach zwölfmonatiger Probephase der Geschäftsidee ist ihm dies erfolgreich gelungen.
Dobler legt besonders großen Wert auf die Auswahl der Hilfsmittel und sucht diese in engster Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten und Krankenkassen gemeinsam mit dem Kunden aus. Somit können alle Ansprüche des Kunden optimal erfüllt werden und das Ziel, ein möglichst beschwerdefreies Leben zu führen.
Dies kann jedoch nur erreicht werden, wenn alle Beteiligten optimal zusammenarbeiten.
Tatsachen wie aus dem Beispiel des Landwirtes, der sich selbst schon aufgegeben hat, wie auch das Beispiel der alten Dame, die von Rosenheim nach Altötting marschierte, bestärken Dobler in seiner Überzeugung dass es in jedem Fall wert ist, auch das Unmögliche zu versuchen und gemeinsam mit seinen Kunden durchzuhalten
Doch nicht nur Prothesen gibt es bei Dobler, auch Einlagen, Bandagen, Schienen, Sprunggelenksorthesen, Kniebandagen, Knöchelbandagen, Knieorthesen, Kompressionsstrümpfe, Hüftorthesen, Hüftbandagen, Korsett, Korsagen und binden, Schwangerschaftsleibbinden, Arm- und Ellbogenorthesen, Handgelenksbandagen, kleine Alltagshilfen (nur bei Ersatzkassen und privat), Halskrausen.
Sein Service also ein großer Luxus in der heutigen Zeit und in der Servicewüste Deutschland, den jeder Verletzte im Bedarfsfall nutzen kann. Auch, wenn er hoffentlich keine Prothese braucht, aber eine Bandage oder Schuheinlage.


Dobler Josef Orthopädietechnik
Lärchenweg 1
83109 Großkarolinenfeld

Tel.: 08031 / 259 90 39
Fax: 08031 / 259 90 38
Mobil: 0171 / 276 58 26
Mail: mail@d-j-o.de

www.d-j-o.de
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