Ostbayerischer Faschingszug stellt die Organisatoren vor große Herausforderungen

Zugstreckenplanung mit (v.l.) Vizepräsident Martin Zeitlhöfler, Präsident Jörg Gabes, Zugleiter Klaus Kraml und Schatzmeister Richard Zaspel. Viele Details müssen dabei beachtet werden.
 
Ostbayerischer Faschingszug 23.02.2014, www.ostbayerischer-faschingszug.de
Regenstauf: Markt |

Planungen für das Regenstaufer Großereignis 2014 laufen auf Hochtouren

„Ja seid ihr verrückt, jetzt schon an Fasching denken?“, diesen Satz hören die Mitglieder des Festkomitees für den Ostbayerischen Faschingszug 2014 in Regenstauf und Diesenbach derzeit häufig, wenn sie das Organisatorische rund um die Großveranstaltung in die richtigen Bahnen lenken möchten. Aber die Zeit läuft, knapp ein dreiviertel Jahr noch und eine der größten Faschingsveranstaltungen Bayerns schlängelt sich mit rund 100 Wägen und Gruppen nach elf Jahren wieder durch die Marktgemeinde.


Veranstalter ist anlässlich ihres Gründungsfestes die Faschingsgesellschaft Lari-Fari Diesenbach, deren Verantwortliche um Zugleiter Klaus Kraml und Präsident Jörg Gabes seit Anfang letzten Jahres eifrig am planen sind. „Da gab es bereits Vorgespräche mit Behörden, Ämtern und Hilfsorganisationen, zum Beispiel für die Sicherheitsauflagen“, erklärt Präsident Jörg Gabes, „alleine das Sicherheitskonzept hat 11 Seiten plus Anlagen.“ Durch Unfälle bei anderen Veranstaltungen sei man etwas sensibel geworden, da möchte man ein Höchstmaß an Sicherheit garantieren in enger Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Zwar ist bei den letzten 25 Diesenbacher Faschingszügen noch nie ein Unfall passiert, trotzdem wollen die Verantwortlichen angesichts der Größe der Veranstaltung auf Nummer sicher gehen, zum Wohle der Teilnehmer und der Besucher.

Etwas Sorge bereitete den Organisatoren das Thema TÜV für Faschingswägen. In Oberbayern hatte das im letzten Jahr Wellen geschlagen, weil einige Genehmigungsbehörden eine TÜV-Prüfpflicht für Aufbauten von Faschingswägen zur Auflage machten. Bei einem Gespräch im Landratsamt Regensburg wurde dies ebenfalls thematisiert. „Wir wissen noch nicht abschließend, ob das Landratsamt diese Auflage machen wird oder nicht. Aber in einem konstruktiven Gespräch haben wir viele gute Argumente ausgetauscht, um die TÜV-Pflicht für Wägen mit Aufbauten abzuwenden, wenn sie sich innerhalb der gesetzlichen Vorschriften bewegen“, erklärt Gabes. Seiner Meinung nach würde es das Ende aller Faschingsumzüge im Landkreis bedeuten, käme diese generalisierte Prüfpflicht. „Weder finanziell noch zeitlich wäre das von den meisten Faschingszugorganisatoren zu meistern“, unterstreicht der Präsident. „Lieber legen wir uns strenge Selbstauflagen auf, welche die sichere Montage von Geländern und Aufbauten betreffen. Zudem werden unsere Ordner streng darauf achten, dass nach dem Umzug keine Personen mehr auf den Wägen sind, um vergleichbare Unfälle wie im vergangenen Jahr in Painten (Lkr. Kelheim) zu vermeiden. Wir hoffen nun, dass die Verantwortlichen im Landratsamt unsere eigenen Sicherheitsbemühungen zu schätzen wissen und die Auflagen derart gestalten, dass die Umzüge auch weiterhin durchführbar sind“, so Gabes.

Partnerunternehmen für die Großveranstaltung gesucht


Weitere Themen, die das Organisationskomitee derzeit beschäftigen, sind die Sponsorensuche und die Rahmenveranstaltungen beim „Faschingsmarkt“ rund um den Zug. „Der Ostbayerische Faschingszug wird unserem Verein eine fünfstellige Summe kosten. Wir möchten zumindest versuchen, einen Großteil davon zu refinanzieren“, hofft Gabes. Dafür habe die Faschingsgesellschaft spezielle Pakete für das Event-Sponsoring geschaffen, bei denen die Sponsoringpartner auch eine entsprechende Leistung zurückbekommen. Gabes: „Hauptsponsoren sind beispielsweise auf 50.000 Flyern, 20.000 Festzeichen, 1.500 Plakaten und weiteren Werbemitteln präsent, und das schon für einen kleinen vierstelligen Betrag.“ Er hofft nun auf den Zuspruch einiger Unternehmen, die sich mit dieser Großveranstaltung identifizieren: „Schließlich ist es unbestritten das größte Event, welches es in Regenstauf je gab, das hat der Umzug 2003 bereits bewiesen.“ Damals gingen die Schätzungen von Polizei und Feuerwehr von über 35.000 Zuschauern aus. Und nachdem die Veranstaltung nur alle elf Jahre in Regenstauf ist und damit nicht inflationär durchgeführt wird, sei sie als Großereignis doch bestimmt eine Unterstützung wert.

Standplatz für Faschingsmarkt anmelden


Ein weiterer wichtiger Punkt für den Umzug ist der Faschingsmarkt drumherum. Zugleiter Klaus Kraml erklärt: „Entlang der rund vier Kilometer Zugstrecke wird es wieder zahlreiche Essens- und Getränkestände geben. An manchen Stellen ist auch ein Bühnenprogramm geplant, damit die Veranstaltung zu einem großen Straßenfasching wird, wie in den Karnevalshochburgen Köln und Mainz.“ Vereine und Firmen, die sich mit einem Stand am Faschingsmarkt beteiligen möchten, können gerne mit den Organisatoren in Kontakt treten oder eine der angesetzten Informationsveranstaltungen besuchen. „Die Standmieten sind niedrig – damit ist das fair für den Veranstalter und für den Budenbetreiber“, betont Kraml. Damit die vielen Gäste auch nach den Umzug in Regenstauf noch einkehren können, sammeln die Veranstalter derzeit auch Informationen, welche Regenstaufer Gastronomen nach dem Umzug Events veranstalten. „Wir möchten das alles zu einem möglichst vollständigen Programm zusammenfassen und dann im Vorfeld des Zuges entsprechend bewerben“, so Kraml. Interessierte Vereine, Gastronomen, Gewerbetreibende und auch Sponsoren sind von der Faschingsgesellschaft herzlich zu den Infoveranstaltungen am 24. Mai bzw. 7 Juni eingeladen. Kraml: „Hier werden wir das Zugkonzept vorstellen, mit interessierten Partnern über deren Vorstellungen sprechen und bereits gemeinsame Werbemaßnahmen für die Veranstaltung anbieten. Da gibt es bestimmt viele Impulse für die Interessenten.“ Wer an den Terminen keine Zeit hat, kann selbstverständlich auch direkt mit den verantwortlichen Personen in Kontakt treten, zudem gibt es bereits einige Infos unter www.ostbayerischer-faschingszug.de. Einladungen an Vereine zur Teilnahme am Ostbayerischen Faschingszug am 23.02.14 werden vom Zugkomitee Mitte des Jahres verschickt.

Termine:


24. Mai 2013: Infoveranstaltung für Gastronomiebetriebe, Gewerbetreibende und interessierte Sponsoren um 19.00 Uhr beim Metzgerwirt in Regenstauf. Themenschwerpunkte: Vorstellung Zugkonzept und Absprache möglicher Beteiligungen (Stand, Bühne, Rahmenveranstaltung, etc.)

7. Juni 2013: Infoveranstaltung zum Faschingsmarkt für Vereine um 19.00 Uhr im Tenniscenter Mielke in Regenstauf. Themenschwerpunkte: Zugkonzept, Stellplatzvergabe, Gestattung, Gema, Organisatorisches.

Ansprechpartner:


Zugleiter: Klaus Kraml, Tel. 09402 9899980
Unternehmenspartner, Sponsoring: Präsident Jörg Gabes, Tel. 0170 5752945
Faschingsmarkt: Sigrid Beier-Huber, Tel. 0175 8266717
Beteiligung Gastrobetriebe: Michaela Mulzer, Tel. 0170 4937446
Bewerbungen von Kapellen: Kerstin Langer, Tel. 0170 5561102
Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst: Christian Seuferling, Tel. 0176 70801101

Infos im Internet:

www.ostbayerischer-faschingszug.de
www.facebook.de/faschingszug

Spendenkonto:


Wer die Faschingsgesellschaft Lari-Fari Diesenbach bei der Finanzierung der Großveranstaltung mit einer Spende unterstützen möchte, kann mit dem Verwendungszweck „Spende Faschingszug“ auf das Konto 19 305, BLZ 750 618 51 bei der Raiffeisenbank Regenstauf einzahlen. Bei Angabe der Adresse erhalten die Spender eine Spendenquittung.

Hintergrund:

Der Ostbayerische Faschingszug ist eine Veranstaltung, die der Bund Deutscher Karneval (Landesverband Ostbayern) jedes Jahr an eine andere Faschingsgesellschaft zur Ausrichtung überträgt. 2003 fand er zuletzt im Landkreis Regensburg statt, damals ebenfalls in Regenstauf und Diesenbach. Anlass für die Veranstaltung ist das „närrische“ 22-jährige Jubiläum der Faschingsgesellschaft Lari-Fari Diesenbach. Der Umzug gilt als eine der größten Faschingsveranstaltungen in Bayern und lockt jedes Jahr zehntausende Besucher aus allen Regionen an.
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