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Die Halspastille. Minikrimi

Das Corpus Delicti
Gestern stand ich in unserem Hausflur, wollte aus den Sandalen herausschlüpfen und feste Schuhe anziehen. Das gelang mir nur halb. Der linke Fuß hing in einer Sandale fest. Ein Nagel, dessen Spitze aus der Sohle herausragte und die Socke festhielt? Ich spürte einen Widerstand. Und je mehr ich an der Sandale zog, desto mehr drohte die Socke zu zerreißen. Schließlich gelang es mir, den Fuß aus der Socke und zugleich aus der Sandale zu befreien und das hinderliche Objekt zu identifizieren: eine steinharte Halspastille. Sie klebte an der Sandale. Wie konnte das passieren? Nach einigen Nachforschungen fiel mir ein: Ich habe vorgestern eine solche aus dem Mund geklaubt, weil sie an den Zähnen festsaß. Dabei ist sie auf den Teppichboden gefallen, oben in meinem Arbeitszimmer. Ich habe sie nicht wiedergefunden. War das die Pastille, die an der Sandale klebte? Ich trage oben keine Sandalen, sondern laufe auf Socken, um den Teppichboden zu schonen. Die halb aufgelutschte Pastille hat also zuerst gar nicht an der Sandale geklebt, sondern an der Socke, und ich habe unbemerkt auf sie draufgetreten, als ich am Schreibtisch saß. Glücklich, den Fall gelöst zu haben, präsentiere ich hier nun die Beweisstücke: Fotos.

Kleine Dinge haben manchmal eine große Wirkung.

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2 Kommentare
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Hans-Werner Blume aus Garbsen | 18.09.2017 | 23:42  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 19.09.2017 | 05:42  
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