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Kein fester Halt

1954: Bei schwerem Sturm auf einem Liberty-Ship von Saigon (Vietnam) nach Algier (Nordafrika). Hier im Mittelmeer.
Du hältst dich am Geländer eines Schiffes fest, das durch die Zeit fährt, und glaubst, du habest festen Halt. Das Schiff kann auf einen Felsen oder Eisberg stoßen und untergehen oder von einem Tsunami versenkt werden. Es kann mit einem anderen Schiff zusammenstoßen und auf Grund laufen. Es kann in Brand geraten und auseinander brechen. Es kann... Da gibt es viele Möglichkeiten. Außerdem ist alles stets in Bewegung – im Fluss, wie Heraklit es sagte: „Panta rhei“. Das Geländer ist also eine Illusion. Es gibt nichts, woran du Halt finden kannst. Nichts steht fest.

Du kannst dich an einen Gedanken klammern, an einen Glauben. Aber das ist ebenfalls solch ein Geländer, das sich als Illusion erweist.

Nichts – Vorurteile, fixe Ideen ausgenommen – hat Bestand.
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