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Nietzsche, Dom und Sekt - alles an einem Wochenende!

Die Reisegesellschaft
 
Sekt, der für sich spricht.
Chorreise des Kirchen-und Frauenchores am 11.und 12. August zur Sektkellerei nach Freyburg.
Als ob wir mit Petrus einen Vertrag geschlossen hätten – blauer Himmel und Sonne satt! Gut gelaunt und bei bestem Wetter traten wir am 11.August schon frühmorgens unsere Chorreise an. Unser Ziel war die Weinregion Saale/Unstrut. In Freyburg nämlich steht die Sektkellerei Rotkäppchen, diese wollten wir besuchen.
Die Reise ging über die Autobahn und Landstraßen in Richtung Jena nach Freyburg. Unterwegs gab es ein kleines Sektfrühstück. Um ca. 12.00 Uhr kamen wir auf dem großen Rotkäppchengelände an. Da bis zur Führung noch etwas Zeit war, konnte man schon die verschiedenen Sorten Sekt probieren. Die Führung begann dann um 13.00 Uhr im historischen Gebäudekomplex. Aus hygienischen Gründen konnten wir nicht sehen wie Rotkäppchen Sekt heute produziert und in Flaschen abgefüllt wird. Die Führung war sehr interessant. Seit über 150 Jahren ist die Heimat der Rotkäppchen Sektkellerei in dem kleinen Winzerstädtchen Freyburg an der Unstrut. Im Sept.1856 gründeten Moritz und Julius Kloss gemeinsam mit ihrem Freund Carl Foerster eine Weinhandlung in Freyburg/ Unstrut. Wenig später produzierten sie bereits den ersten Sekt mit dem Namen Monopol. Den Namen Rotkäppchen erhielt der Sekt später wegen seiner roten Kapsel. Ebenso sehr bewundernswert - der Hof der Sektkellerei, überdeckt mit einem freitragenden Dach, das mit Glasbändern durchzogen ist – ein Denkmal deutscher Industriegeschichte. Dieser Lichthof ist heute ein Zentrum des kulturellen Lebens der Region. Die Atmosphäre des Lichthofes und ein Hauch von Wein /Sekt verzaubern die Besucher.
Dann begaben wir uns in die Weinkeller. Jedoch geht es nicht hinab, sondern nach oben in einen Keller voller ovaler Holzfässer. Oval deshalb, weil sie weniger Platz einnahmen wie runde Fässer. So konnte man noch mehr produzieren. Doch diese Fässer mussten auch gesäubert werden. Anja durfte in das Fass hineinklettern um zu demonstrieren, dass man tatsächlich darin stehen konnte. Durch eine kleine Luke am Boden des Fasses kroch sie zuerst mit der linken Schulter, dem Kopf, dann die rechte Schulter und den Rest des Körpers hinein. Unter Applaus kam sie auch so wieder heraus. Dazu gibt es natürlich auch Fotos. Unsere Führung ging weiter in den Domkeller. Dort befindet sich das größte Fass Deutschlands. Aus 25 Eichen entstand dieses Meisterwerk mit wundervollen Holzschnitzereien. Aus dem Inhalt des riesigen Fasses konnte man 160.000 Flaschen Sekt herstellen. Zum Abschluss bekam jeder noch ein Glas Rotkäppchensekt Rosé trocken.
Heute ist Rotkäppchen eines der größten Unternehmen. An einem normalen Arbeitstag werden bis zu 300.000 Flaschen Sekt abgefüllt. Nach der Führung fuhren wir in unser Hotel nach Naumburg. Nach einem hervorragenden Abendessen machten sich einige auf, die Stadt näher kennen zu lernen. Gut die Hälfte der Gruppe traf sich später am Abend noch an der Hotelbar zu einem Schlummertrunk und was nicht für möglich gehalten wurde - die „Bar leer zu trinken“ – klappte tatsächlich. Nach dem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen machten wir eine Stadtbesichtigung durch Naumburg. Die stadtführerin erzählte uns Nietzsche, seinen Frauen, von Kirchen und schönen Häusern. Ihr Wissen war geradezu unerschöpflich. Und tatsächlich, der Marktplatz wird von einem unvergleichlich schönen Ensemble aus Renaissance und Barockhäusern gesäumt. Vielgeschossige Dächer, reich verzierte Fassaden und Torbögen erinnern an die Zeit als Handel und Messen den Bürgern im Mittelalter Ansehen und Reichtum brachten. Majestätisch erhebt sich die Stadtkirche St. Wenzel über den Markt. Von hieraus sind die vielen Sehenswürdigkeiten der Domstadt gut zu erreichen Nach zweistündiger Stadtführung suchten wir erst mal einen Schattenplatz und etwas auszuruhen. Danach hatten wir noch Zeit den Dom zu besichtigen. Der Dom St. Peter und Paul ist die ehemalige Kathedrale des Bistums Naumburg und stammt größtenteils aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Bekannt wurde der Dom durch eine seiner berühmten Stifterfigur Uta. Um den Dom ausgiebig zu besuchen, benötigt fast eine ¾ Stunde, doch sollte man ihn nicht mit einem katholischen Dom vergleichen, ihm fehlt jeglicher Prunk. Dennoch ist seine Schlichtheit nahezu überwältigend.
Um 14.00 Uhr traten wir die Heimreise an. In Zella war noch ein Abendessen vorgesehen, so dass wir etwa um 20.00 Uhr wieder in Rauschenberg waren. Es war ein sehr stressfreies und gemütliches Wochenende.
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Heike L. aus Springe | 27.08.2012 | 07:49  
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