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Was haben Sie am heutigen Tag im Jahre 1996 gemacht?

Carin und Peter Köberle (Foto: © Bild: www.rammegate.com CC)
Rammenau: Golf- und Schlosshotel |

Nun das ist 23 Jahre her und es war ein Tag wie viele andere, hatte im Allgemeinen nicht die Bedeutung wie der 09. November 1989, sodass sich Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel immer darin erinnern kann, während des Mauerfalles in der Sauna gewesen zu sein. Sie können also gut und getrost damit leben, es nicht mehr zu wissen, wenn es nicht gerade der Tag war, an welchem Sie die Liebe Ihres Lebens kennenlernten, oder sonst ein bewegendes Ereignis Ihr Dasein prägte.

Gänzlich anders bei Peter Köberle (79) aus Immenstaad am Bodensee, der heute in Nishnj Nowgorod an der Wolga seinen Gedanken nachhängt. Gedanken des Positiven, dass er einen heimtückischen Mordanschlag – wenn auch mit massivsten Folgen der Schwerstbehinderung – überlebte, also 23 wird?
Überschattet allerdings werden sie von den unzähligen Demütigungen, der totalen Existenzvernichtung, konstanter Verweigerung zustehender Leistungen, behördlichen Unfähigkeiten und einem juristisch-politischen Komplott in einem der schlimmsten Skandale, welche Deutschland kennt.

Sachsen wählt in Bälde, genau am 01. September seinen neuen Landtag. Rechtsstaatlichkeit wird vermutlich auch in diesen nicht einziehen: egal, was immer auch Ministerpräsident Michael Kretschmer dazu schwadronieren mag. An seinen Händen klebt Blut, wie an denen seiner Vorgänger Stanislaw Tillich, Georg Milbradt bis zum “König von Dresden“ Kurt Biedenkopf, die sich alle trotz konkretem Wissen durch Wegsehen schuldig gemacht haben.
Der Freistaat ist hier frei von jeglichem Anstand und Charakter ganz so wie bei unterdrückter Pressefreiheit zum Sachsensumpf und darüber hinaus.
Die Fratze von extremen rechten PatrIdioten und Pegiada ist bei Weitem nicht das einzig negative Bild: die auf allen Ebenen versagende Justiz wirkt quasi als Bandbeschleuniger.
Das Desaster um differierende Profile, Schusswinkel und Gutachten ist so massiv, die Vorgehensweisen wie Vernichtung der deklarierten Tatwaffe, oder unsachgemäße Asservatenaufbewahrung des vom Opfer getragenen T-Shirt, dass es binnen kurzer Zeit nicht mehr verwertbar war, so grottenschlecht und stümperhaft, das es eine Triebfeder hinter dem Geschehen geben muss!

Es ist jedoch dennoch falsch, Alles nur auf Sachsen abzuladen. Auch seitens involvierter Behörden, Institutionen und Organisationen anderer Bundesländer bis in die zuständigen Bundesministerien wird im Zusammenhang mit dem OEG (Opferentschädigungsgesetz) permanent Recht gebrochen, sogar Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichtes übergangen.

Peter Köberle führt neben seinem Kampf um eigene Reputation und Reparation den Nachweis, dass durch wissentliches Handeln der öffentlichen Hand Jahr für Jahr Tausende traumatisierter Gewaltopfer um Millionen ihnen zustehender Leistungen geprellt und so wiederholt weiter geschädigt werden.
Eigentlich dafür zuständige und – noch zu Recht? – im Vertrauen der Öffentlichkeit stehende
Organisationen wie bsw. der VdK oder Weiße Ring ducken sich nur weg, verraten ihre ausgegeben eigenen Ziele und leisten den Übeltätern in der Politik Vorschub.

Peter Köberle musste im Juni 2017 seine Frau Carin zu Grabe tragen. Diese großartige Frau hatte ihn als seine damalige Freundin nach dem Attentat und als Schwerstbehinderten geheiratet und war über lang Jahre seine engagierteste Mitstreiterin eine begnadete Kämpferin für so viele andere Opfer auch, die davon noch gar Nichts wissen (können)!

Mit etwas zeitlichem Abstand zu diesem weiteren Schicksalsschlag hat sich der gebürtige Allgäuer – getreu dem dortigen Lebensmotto land it luck – mit neuem Elan an jurawatch e. V. | Medien wirksam eG gewandt, denn es sollen und dürfen keine 25 Jahre werden, bis dieses Unrecht endlich beendet ist.

Zu geht von diesem Tag auch der Appell aus, dass sich möglichst viele Gewaltopfer zusammenfinden, um in gemeinsamen Vorgehen die OEG-Missstände zu beseitigen und ein Minimum an Sozialstaat und Gerechtigkeit wenigstens herzustellen!

Das so vielschichtig erlebte Leid darf einfach nicht umsonst gewesen sein!


Erich Neumann, freier investigativer Journalist
über DFJ Deutsche-Foto-Journalisten e. V. www.dfj-ev.de
Medienunternehmer im Justiz- und Gesundheitsbereich
Postfach 11 11, 67501 Worms
GSM +49 160 962 86 676
e-Mail e.neumann@cmp-medien.de
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© Bild: www.rammegate.com CC – Carin und Peter Köberle
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