Anzeige

Heinrichs Vogelfang am Finkenherd in Quedlinburg; ehemals Quitlingen?

Vogelfang am Finkenherd im ehemaligen Quitlingen
Quedlinburg: Finkenherd | Dem Finkenherd will einen separaten Artikel stiften; liegt doch hier möglicherweise die Wiege Deutschlands.
An diesem Vogelherd bei Quitlingen (jetzt die Stadt Quedlinburg ) soll der Überlieferung nach 919 der Sachsenherzog Heinrich beim Vogelfang die Königskrone angetragen  Worden sein.
Die Legende wird sehr schön auf der Seite „Heinrich der Vogelsteller“ dargestellt:

Die auf Grundlage dieser Legende verfasste berühmte Ballade von Johann Nepomuk Vogl kann man da auch vollständig nachlesen.

Hier nur vier kurze Auszüge aus dem Gedicht:

Herr Heinrich sitzt am Vogelherd

Recht froh und wohlgemut;
Aus tausend Perln blinkt und blitzt
Der Morgenröte Glut.

Der Staub wallt auf, der Hufschlag dröhnt,
Es naht der Waffen Klang.
"Das Gott! Die Herrn verderben mir
Den ganzen Vogelfang

Da schwenken sie die Fähnlein bunt
Und jauchzen: "Unsern Herrn!
Hoch lebe König Heinrich, hoch,
Des Sachsenlandes Stern!"

Dies rufend knien sie vor ihm hin
Und huldigen ihm still
Und rufen, als er staunend fragt:
S´ ist Deutschen Reiches Will`!"

Am völlig alleinstehenden Haus „Finkenherd 1“, ein aus dem Spätmittelalter stammendes denkmalgeschütztes historische Fachwerkbau soll also der Sachsenherzog Heinrich während des Vogelfangs davon Kenntnis erhalten haben, dass er zum deutschen König gewählt wurde.
Unter dem Straßenschild Finkenherd lautet eine Inschrift:
"Die sagenreiche Stelle, wo dem Sachsenherzoge Heinrich die deutsche Königkrone angeboten sein soll" (Bild 5).

Der Finkenherd war auch zweimal Drehort zum Film „Till Eulenspiegel”
Nach genau 40 Jahren war er 2014 wieder Drehort für einen Till-Eulenspiegel-Film. Stand 1974 Winfried Glatzeder für den damals skandalumwitterten Defa-Streifen in der Fachwerk-stadt vor der Kamera, war es nun Jacob Matschenz.
Quelle: Dreharbeiten in Quedlinburg

Auf unserem Weg zur Stadtführung am Markt kamen wir neben der Kirche St. Blasii schon an vielen geschichtsträchtigen Fachwerkhäusern vorbei.

An dieser Stelle noch ein Hinweis auf die Ausstellung
"25 Jahre Unesco Welterbe Quedlinburg“
 „Seit 25 Jahren ist die historische Innenstadt von Quedlinburg UNESCO-Welterbe: Eine Aus-stellung gibt nun einen Überblick über die rund 2100 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten, die Stiftskirche St. Servatii und den Münzenberg. Die Schau informiert zudem über die zahl-reichen Sanierungen - ein Kraftakt für Eigentümer und viele andere Beteiligte. Und sie wür-digt die Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und vieler Spender. Die Ausstellung ist noch bis zum 24. März in der Kulturkirche St. Blasii zu sehen“.
1 3
7
5
1 5
5
1 3
2
1 6
1 7
3 6
3
1 5
1 6
2
6
7
1 8
15
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Lesen Sie auch die Bildkommentare zum Beitrag
12 Kommentare
8.606
Romi Romberg aus Berlin | 10.03.2019 | 00:06  
550
Peter van Rens aus Oberhausen | 10.03.2019 | 02:25  
70.737
Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 10.03.2019 | 08:26  
4.134
Günther Gramer aus Duisburg | 10.03.2019 | 09:00  
17.460
Frank Werner aus Wernigerode | 10.03.2019 | 09:49  
57.462
Werner Szramka aus Lehrte | 10.03.2019 | 09:55  
9.803
Barbara S. aus Ebsdorfergrund | 10.03.2019 | 10:49  
36.534
Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 10.03.2019 | 12:05  
2.903
Wolfgang Erler aus Sandersdorf | 10.03.2019 | 12:45  
9.803
Barbara S. aus Ebsdorfergrund | 10.03.2019 | 13:36  
2.431
Renate Schuparra aus Duisburg | 10.03.2019 | 14:51  
1.661
Brigitte Breuner aus Hamm | 10.03.2019 | 18:10  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.