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Putbus, ein englischer Landschaftspark zum Träumen - Rügen ⑨

 
Pflanzenplan (Foto: https://www.baumkunde.de/baumregister/3607-eichenpaar_mit_bank_im_park_putbus/)
Putbus: Englischer Landschaftspark |

Nicht nur Sachsen-Anhalt hat reizvolle historische Gartenträume-Parks.

Als letzten Teil auf unserer Kurzreise nach Rügen wollen wir noch im Eiltempo Putbus besuchen; Für mehr reichte die Zeit bei nur 4 Übernachtungen leider nicht.

Ich zitiere die Kurzzusammenfassung zu Ausflugstipp: Putbus:
„Die von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus letzte planmäßig erbaute Residenzstadt und Modellstadt des Späten Klassizismus präsentiert sich als ein "italienischer Traum" mit Stuck, Säulen und Rosen. Zentrum ist der Circus, ein kreisrunder Platz mit einem 19 Meter hohen Obelisken im Zentrum um den sich 15 klassizistische Häuser gruppieren. Die weiße Stadt im grünen Herzen Rügens ist die Kulturhauptstadt der Insel.
Bereits um 1898 wird Putbus in zahlreichen Reiseführern als "reizender Fleck und Badeort" bezeichnet. Von seiner Attraktivität hat Putbus in den vergangenen 100 Jahren nichts eingebüßt. Noch heute bewundern zahlreiche Besucher die majestätischen Gebäude im Stil des Klassizismus, die er zur Verschönerung seiner Residenz erbauen ließ.“
Ehemalige Residenzstadt Putbus auf Rügen
An den über 100 klassizistischen Bürgerhäusern wurden bis 2008 einheitliche Tafeln angebracht.
Darauf sind Angaben über das Baujahr, die erste Nutzung des jeweiligen Hauses und andere lesenswerte Informationen aus dessen Historie enthalten. Das allein wäre mehr als ein Tagesprogramm.

Wir konnten am 28. März problemlos am Circus unmittelbar am Eingang zum Schlosspark parken.
Die 15 schneeweißen, klassizistischen Häuser dieses kreisrunden Platzes haben wir vorher schon vom Rücken der Zickerschen Berge und von der Insel Vilm erkennen können.

Unter Fürst Wilhelm Malte l. von Putbus erfolgte zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Umgestaltung des Schlossparks in einen englischen Landschaftspark und die Erweiterung auf seine heutige Größe von 75 Hektar.
Bemerkenswert ist sein reicher Baumbestand und einer deontologischen Besonderheit; ein Baum mit 2 unterschiedlichen Blattarten (den konnten wir zu dieser Zeit natürlich nicht ausmachen).
Was ich in vielen Parks fast schmerzlich vermisse – alle Bäume waren mit einer kleinen Tafel gekennzeichnet. So musste ich nicht nach dem Parkplan von www.baumkunde.derätseln, vor welchem Baum ich gerade stand. In dem Plan waren 50 verschiedene Bäume gekennzeichnet, wie beispielsweise – Walnussbaum, Winterlinde, Edle Walnuss, Riesen-Mammutbaum, Haselulme, Nordmanntanne, Riesen-Mammutbaum, Kaukasische Flügelnuss, Sumpfzypresse, Rotbuche, Trauerbuche, Traueresche, Edelkastanie und einige mehr.
Mich wundert es etwas, dass diese Bäume auf den Seiten von monumentaltrees.com kaum erwähnt werden. Ich hätte große Lust hier Tage zu verbringen, lägen nicht fast 500 km zwischen Sandersdorf und Putbus.

Über die prächtige lange Kastanienallee betraten wir den Park. Sie führt zum ehemaligen Schloss, das leider 1962 gesprengt wurde, weil es einen Schandfleck darstellte.
Wir bogen in Höhe des Mausoleums in den Park ein und drehten entgegen dem Uhrzeigersinn eine kurzweilige Runde; weiter vorbei an Orangerie – Schloss-Terrassen – Kirche – Schwanenteich – ehemaligem Fasanenhaus – ehemaligem Affenhaus (heute Café und Puppenmuseum) Marstall und zurück zum Circus.
Gern wäre ich noch entlang der prächtigen Alleenstraße spaziert, die unmittelbar an den Park angrenzt. Auch das ist ein Grund wiederzukommen, aber garantiert nicht im Hochsommer.
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 16.04.2018 | 11:34  
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