Anzeige

Im Feen- und Märchenwald Vilm, Rügen ⑥B

Doppelasteiche auf Vilm
 
(Foto: http://www.vilmexkursion.de/start.htm)
Putbus: Insel Vilm | Wie man aus meinen nachfolgenden Fotos unschwer ableiten kann habe ich diese Exkursion vor allem wegen eben diesem einzigartigen Urwald gebucht.
Vorhin habe ich noch eine tolle ausführliche Beschreibung von Wolfgang Alexander Bajoh
über Vilm entdeckt unter dem Titel:
Im Märchenwald, Urwald in Südost-Rügen auf der Insel Vilm
Damit kann ich mir umfangreichen Text sparen und verweise auf diesen Artikel.
Von den auf den Seiten von www.baumkunde.de beschriebenen Bäumen kamen wir unerwarteter Weise an den meisten tatsächlich vorbei. Anstelle von Untertiteln habe ich die Beschreibung von„Baumkunde“ in vielen meiner Fotos übernommen. Ich hoffe, es stimmt mit der Wirklichkeit weitgehend überein (für eventuelle Irrtümer bitte ich um Verzeihung). Zur Übersicht und ungefähren Standortbestimmung habe füge ich meine Baumwanderkarte noch einmal bei.
Der weitere Pfad führte oberhalb der Steilküste auf der Nord-Ost-Seite allmählich in den Uferbereich herunter. Zu gern hätte ich ständig wie Goethes Faust I, ausgerufen:

  • „Werd ich zum Augenblicke sagen:
    Verweile doch! du bist so schön!
    Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
    Dann will ich gern zugrunde gehn!“

Dieser Märchenwald war einfach zu verführerisch. Es hatte den Anschein, dass er noch immer von Elfen und Gnomen, aber auch von anderen Märchen- und Fabelwesen bevölkert ist. Jede der urigen Baumgestalten könnte ein verzaubertes Wesen zu sein. Ich hätte der Phantasie stundenlang Zucker geben können, hätte das mir unser Expeditionsleiter, Herr Kuhfuß nur erlaubt.

Während er aber mit der Gruppe an schönen Stellen, wie dem „Abgebrochenen Riese“ oder der "Lockenwickler-Eiche“, Interessantes berichtete, blieb mir wenigstes etwas Zeit zum Fotografieren – trotzdem hinkte ich den anderen ständig hinterher.

Von der „Krummen Eiche“ an der Nordost-Seite aus konnte man im Dunst vor der Küste der Halbinsel Mönchgut mit dem langgestreckten Alt Reddevitzer Hoeft auch eine „Künstliche Insel“ erkennen. Es handelt sich um eine ehemalige Entmagnetisierungsstation der Marine (gebaut auf ca. 600 Holzpfählen, ca. 700qm groß und ca. 10m Wassertiefe).
Bei militärischen Schiffen muss die z.B. durch das Erdmagnetfeld aufgenommene Magnetisierung reduziert werden, um die Schiffe für Magnetminen und Torpedos mit Magnetzünder schwerer auffindbar zu machen.
Nach 2000 gab es Pläne dieses Eiland unter der Bezeichnung Ostervilm zu einem Idyll für Künstler umzuge-stalten. Daraus ist wohl nichts geworden
Doch das Bauwerk wird heute von Vögeln bewohnt. Bei einer Wasservogelzählung 2013 haben Ornithologen 420 Kormorane hier gezählt.

Nach Umrundung des Großen Hakens gab es einem herrlichen Blick über eine Mee(h)r voller Schwäne auf die nahe Küste von Rügen mit dem Naturschutzgebiet Goar (meinem Nachmittagsziel).
Wieder in den Uferwald eingetaucht wurde es noch einmal gespenstisch, beispielsweise mit der Uralteiche, dem wohl ältesten Baum der Insel, aber auch der Bonsai-Eiche und der Doppelast-Eiche.
An welcher Stelle mag nur das Bild von Friedrich Preller mit den Eichen auf der Insel Vilm entstanden sein?

Nachdem schon zwei Stunden wie im Fluge vergangen waren, drückte nun leider unser Kapitän etwas aufs Tempo. Ich muss zu einer anderen Jahreszeit – vielleicht ohne Mückenplage zur Herbstzeit – unbedingt noch einmal herkommen!
1
1
1
1
1
1
1
1 1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1 1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
2 1
1
1
1
1
1
1
1
10
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Lesen Sie auch die Bildkommentare zum Beitrag
3 Kommentare
6.435
Romi Romberg aus Berlin | 09.04.2018 | 16:04  
1.686
Wolfgang Erler aus Sandersdorf | 10.04.2018 | 15:47  
20.886
Sabine Presnitz aus Schwabmünchen | 10.04.2018 | 18:53  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.