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Auf dem „Pfad der Muße und Erkenntnis“ Goor-Rügen ⑧B

Ausgangspunkt - Hotel Badehaus Goor
  Putbus: Hotel Badehaus Goor | Im Vorfeld unserer Rügenkurzreise hatte ich mich schon intensiv darüber belesen, beispielsweise hier:
Die Goor bei Lauterbach: Grüne Waldpracht entlang des Inselufers
Am westlichen Eingang der Goor erwartet den Besucher ein Buchenhochwald, dessen älteste Buchen schon seit 130 Jahren existieren, manche Rotbuchen sogar seit 200 Jahren. Der älteste Baum der Goor allerdings, die „alte Schirmeiche“, steht hier seit 600 Jahren.
Auf den Seiten von Natur-berührt.de wurde ich dann richtig heißhungrig gemacht, ebenfalls auf dem Ringpfad der Muße zu flanieren. Leider fand ich im Netz keine Wanderkarte dazu, sondern nur den Hinweis, dass man eine Begleitbroschüre zum Pfad ist gegen Schutzgebühr u.a. in Lauterbach im 4-Sterne-Hotel Badehaus Goor erwerben kann. Hier beginnt auch der Pfad.
"Das Badehaus Goor gehörte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den vornehmsten Seebädern Europas. Viele namhafte Persönlichkeiten entspannten und erholten sich an diesem bezaubernden Ort. Genannt seien hier Fürst Otto von Bismarck, Alexander von Humboldt und Elizabeth von Arnim. Putbus gilt als das älteste Seebad der Insel Rügen. Es erwartet Sie ein architektonisch beeindruckender Bau im Stil des Klassizismus. Achtzehn dorische Säulen bilden eine monumentale Kolonnade.
Der 2007 entstandene Hotelneubau wurde harmonisch an den historischen Bau angegliedert und ergibt im Ganzen eine seeseitig zum Greifswalder Bodden offene, hufeisenförmig angelegte Hotelanlage."
Quelle: https://www.ruegen-abc.de/hotel/lauterbach/badehau...

Die Goor wurde erst 1990, mit Gründung des BIOSPHÄRENRESERVAT SÜDOST-RÜGEN, zum Naturschutzgebiet erklärt. Die Michael Succow Stiftung übernahm 2003 60 von insgesamt 80 Hektar des Goorwaldes (und will den Rest auch noch kaufen). Ihr erklärtes Stiftungsziel lautet „Alle Laubbäume, die sich auf den Stiftungsflächen befinden, können sich so entwickeln, wie es ihrer Natur entspricht und wie die Naturgewalten auf sie einwirken“. Mit der Zeit wird sich hier wieder ein richtiger Urwald entwickeln – wie schon auf der Insel Vilm.

Der ca. 4,2 Kilometer lange Naturerlebnispfad entspricht auf den ersten 800 m der 2014 eröffneten Goor-Promenade. Von dieser Flaniermeile mit 14 Holzbänken hat man einen grandiosen Blick zur ca. 2 Kilometer entfernten Nachbarinsel.
Danach wurde uns aber die Broschüre ein notwendiger Begleiter. Der Pfad führt an 19 Stationen vorbei, die durch Findlinge markiert sind. Eingravierte Zahlen verweisen auf den entsprechenden Text in dieser Begleitbroschüre. Will man den Pfad tatsächlich in Muße genießen und dazu noch die Texte der Broschüre studieren, sollte man unbedingt 2 Stunden einplanen. Doch nach sonst gewöhnten Wandermarkierungen an den Bäumen sucht man vergebens. Da den Wald mehrere Pfade und Waldwege durchziehen, sind leider auch wir zuweilen vom eigentlichen Lehrpfad abgekommen.
Sicherer wäre es wohl eine angemeldeten Führung durch Diplom Landschaftsökologin Steffi Deickert (mobil 0162. 1075374 oder per E-Mail s.deickert@natur-beruehrt.de).

Immer wieder war von Entschleunigung zu Lesen und zum Wohlfühlen im Goor-Wald mit seiner intakten und sinnlich ansprechenden Natur.
Bei Station 9 soll sich ein großartiger Blick über den Rügener Bodden Richtung Insel Vilm Greifswald bieten.
Hier könnte auch das Bild von Caspar David Friedrich mit „Landschaft auf Rügen mit Regenbogen“ entstanden sein. Dieses Bild wurde 1945 aus den Kunstsammlungen zu Weimar gestohlen und ist noch immer verschollen.

Spannend und besinnlich wurde es bei Station 10 am östlichsten Punkt des Goorwaldes mit seinen Findlingen und Wasser-Eichen – wäre nicht der eisige Wind gewesen.
Der ließ uns aber endlich in Ruhe, als wir nun von der Küste in den Wald eintauchten.

Eigentlich hatte ich die Tour vor allem wegen dem älteste Baum der Goor, der 600 Jahre alten Schirmeiche im Zentrum des Waldes geplant, doch es gab noch mehr romantische Stellen. Seht selbst.
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2 Kommentare
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 15.04.2018 | 10:42  
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Wolfgang Erler aus Sandersdorf | 15.04.2018 | 12:36  
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