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Trotz Ecken und Kanten zum Sieg

Wasserball-Bundesligist OSC Potsdam siegt daheim 14:10 gegen Aegir

Bereits zum dritten Mal in dieser Saison wurde OSC-Keeper Paul Seidler seitens der Offiziellen zum „Spieler des Tages“ gekürt – und das trotz der zehn Gegentreffer, die der Potsdamer Wasserball-Bundesligist im Heimspiel gegen den SSF Aegir 07 Uerdingen am Sonnabend einstecken musste. „In unserer Defensive hatten wir phasenweise furchtbar große Lücken“, war OSC-Coach André Laube trotz des 14:10-Sieges nicht hundertprozentig zufrieden. „Paul wurde viel zu oft getestet und hat uns am Ende den Sieg gerettet.“
Im Angriff indes lief es rund beim OSC. Ein ums andere Mal kamen die Potsdamer durch ihr bewegliches, schnelles Spiel zu besten Möglichkeiten. Die robuste Spielweise der Gäste sorgte zudem für etliche Zeitstrafen, die die Hausherren ordentlich zu nutzen wussten. „Wir haben noch Reserven im Überzahlspiel, aber die Quote war in Ordnung“, so Laube.
Gleich die erste Überzahl-Gelegenheit nutzte Kapitän Gregor Karstedt zum 1:0. Im Gegenzug erzielten die Westdeutschen das 1:1 und gingen sogar 1:2 in Front. Erneut nach einer Zeitstrafe gegen Aegir glich Tobias Lentz aus und traf auch zur 3:2-Führung 24 Sekunden vor Viertelende.
Im zweiten Durchgang traf zunächst Philip Uhlig nach schön vorgetragenem Konter zum 4:2. Uerdingen schaffte den Anschluss, doch drei Überzahltreffer der Potsdamer in Folge durch Stephan Hartkopf, Jacob Drachenberg und Tobias Lentz sorgten für ein komfortables 7:3. Kurz vor der Halbzeit markierte Victor Saar das 8:4 und stellte nach einem zwischenzeitlichen Gästetreffer den alten Abstand wieder her.
„Zu diesem Zeitpunkt hatten wir Uerdingen voll im Griff“, lobte Laube sein Team. Umso unerklärliches war der Einbruch Potsdams nach der Halbzeitpause. Nicht einmal drei Minuten benötigten die Routiniers, um wieder bis auf 8:7 heranzukommen. „Nach hohen Führungen haben wir immer wieder das Problem, die Spannung hoch zu halten“, sagt Laube. Treffer vom stärksten Feldspieler Drachenberg und Uhlig brachten Potsdam vorm Schlussviertel 10:7 in Front. In einem offenen Schlagabtausch erzielten die Gäste da zwar noch drei Tore, der Sieg schien aber nie gefährdet. Hartkopf, Saar, Uhlig und Drachenberg machten die Buden zum 14:10 (3:2, 5:2, 2:3, 4:3).
„Es gibt noch einige Ecken und Kanten, die wir zum nächsten Spiel abstellen müssen“, so Laube. Bereits am kommenden Sonnabend kommt es zum Spitzenspiel der Bundesliga-Aufstiegsrunde. Im Potsdamer Luftschiffhafen empfängt der Zweite (12:2 Punkte, 79:57 Tore) Spitzenreiter SV Krefeld (16:0/91:52). „Danach wissen wir, wo wir leistungsmäßig stehen“, prognostiziert Laube. „Bisher spielen meine Jungs aber eine sensationelle Saison.“ Aber es geht noch besser!
Potsdam: Paul Seidler, Christoph Grabbert, Victor Saar (2), Stephan Hartkopf (2), Jacob Drachenberg (3), Gregor Karstedt (1), Philip Uhlig (3), Tobias Lentz (3), Florian Lemke, Erik Bock, Mats Döring, Christoph Schmidt, Axel Krzenciessa
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