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Wichtigstes Spiel der Saison

Der Bundesliga-Vierte Potsdam empfängt den Fünften Weiden

So sehr wie schon lange nicht sind die Bundesliga-Wasserballer des OSC Potsdam am Sonnabend auf die Unterstützung ihrer Fans angewiesen. Nach den jüngsten Ergebnissen im deutschen Oberhaus könnte das Heimspiel des Tabellen-Vierten gegen den Fünften SV Weiden im Brauhausberg-Bad (18 Uhr) zur wichtigsten Partie der Saison werden. Nach den Niederlagen gegen die SG W98/Waspo Hannover (8:9) und Bayer Uerdingen (7:10) ist der schon sicher gewähnte vierte Rang der Hauptrunde A ordentlich ins Wackeln geraten.

„Wir wollen nicht in die Abstiegsspiele zur B-Gruppe. Jetzt müssen wir noch einmal alle Kräfte mobilisieren“, fordert OSC-Kapitän Jacob Drachenberg. „Wir hoffen auf ein volles Haus. Unsere Fans haben uns bisher toll durch die Saison getragen.“

Den Potsdamern steht wohl der komplette Kader gegen die Oberpfälzer zur Verfügung. „Den brauchen wir auch“, weiß Trainer André Laube um die Schwere der Begegnung. „Leidenschaft und Siegeswille muss ins Wasser.“ Diese Attribute vermisste der Coach vor Wochenfrist gegen Bayer phasenweise. „Die Mannschaft hat zwar gekämpft, in den entscheidenden Momenten fehlten aber die notwendige Entschlossenheit und Aggressivität.“

Nach zuletzt sehr harten Trainingswochen ließ Laube vor dem Weiden-Spiel etwas Luft an die Mannschaft. Mittwoch-Abend gab es trainingsfrei und auch am Freitag stand lediglich ein lockeres Schwimm-Training auf dem Programm. „Die Jungs wissen ja wie es geht. Das haben sie über die ganze Saison hin bewiesen“, so Laube. Auch im Hinspiel Anfang November rief der OSC im kleinen Weidener Becken eine starke Leistung ab und gewann verdient 10:7. „Das war unser höchster Saisonsieg“, erinnert sich Laube. „Unterm Strich haben wir in diesem Jahr auswärts bislang besser gespielt als zu Hause. Alle sind sich der schweren Aufgabe am Sonnabend bewusst. Ich bin überzeugt, dass wir jetzt im entscheidenden Moment unsere beste Leistung abrufen werden.“

Erwähnenswert im Hinblick auf die Partie gegen Weiden ist die ähnliche noch junge Historie beider Vereine im deutschen Spitzen-Wasserball. Aus einer soliden und ehrlichen Jugendarbeit heraus entwickelten beide Klubs leistungsstarke Männermannschaften. 2007 gelang den Süddeutschen der Aufstieg in die Bundesliga, ein Jahr später folgte Potsdam. Seit der Saison 2009/10 spielt Weiden in der A-Gruppe der Bundesliga, die Potsdamer seit dieser.
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