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Volleyballerinnen des SC Potsdam schafften Klassenerhalt

Jubel beim SC Potsdam. Die Volleyballerinnen haben es geschafft, auch 2012/2013 in der I. Bundesliga zu spielen. (Foto: Gerhard Pohl)
 
Laura Weihenmaier wurde nach dem Spiel als "MVP" ausgezeichnet. (Foto: Gerhard Pohl)
Nach 75 Minuten stand es fest, die Volleyballerinnen des SC Potsdam sichern sich einem Spieltag vor Abschluss der Hauptserie mit einem nie gefährdeten 3:0 (25:20, 25:16, 25:20) Auswärtserfolg beim TSV Bayer 04 Leverkusen, die weitere Zugehörigkeit zur Volleyball-Eliteliga. Da parallel envacom volleys Sinsheim gegen den Schweriner SC 0:3 in eigener Halle unterlag, sind die Havelstädterinnen, welche jetzt über 14:36 Punkte/35:57 Sätze verfügen, vom 11. Tabellenplatz nicht mehr zu verdrängen.

Dabei stand dieser so enorm wichtige Vergleich nicht unter den allerbesten Vorzeichen, denn Cheftrainer Alberto Salomoni musste neben der verletzten Lucia Fresco, auch auf die erkrankte Lisa Rühl in der Schmidt-ARENA verzichten, trat dadurch ohne Libero an, fuhr aber mit der Motivation eines 3:0 von vor einer Woche über Alemannia Aachen nach Leverkusen.

„Das es gegen den bereits feststehenden Absteiger TSV Bayer 04 keine leichte Aufgabe werden würde, war uns klar, denn die Gastgeberinnen wollten sich mit einem Sieg von ihrem Publikum, immerhin kamen 900 Zuschauer, verabschieden“, bemerkte Cheftrainer Alberto Salomoni. „Wir wollten das Spiel ohne Druck angehen und das ist uns trotz des Ausfalls von Lisa Rühl (Libero) nahezu durchgängig gelungen“, fügte er hinzu.

Leverkusen brachte zwar zum Auftakt die ersten Punkte auf die Habenseite, aber nach der eigenen 4:3 Führung hatte der SC Potsdam das Geschehen fest in der Hand und der erste Satz wurde mit 25:20 zu Ende gebracht. Deutlicher ging es weiter, was das 25:16 im folgenden Abschnitt auch belegt. „Hier hat sich der Positionswechsel von Ramona Stucki und Nikol Sajdova ausgezahlt“, freute sich Salomoni.

Mit der Sicherheit einer 2:0 Satzführung ging es in die Endscheidung. Leverkusen wollte die Wende und lag auch zwischenzeitlich mit einem Zähler (7:6) vorn. „Aber jetzt ging ein Ruck durch die Mannschaft, wir wollten den Sieg“, so der Cheftrainer. Potsdam punktete und auch wenn Leverkusen noch einmal zum 17:17 ausgleichen konnte, kam es zu keinem Riss im potsdamer Spiel und nach 75 Minuten gab es den Matchball zum verdienten 25:20.

Die meisten Zähler gelangen an diesem Abend in einem ausgeglichenen Team der als ‚wertvollste Spielerin‘ ausgezeichneten Laura Weihenmaier (13 Pkt.) sowie Kapitän Patricia Grohmann (16 Pkt.), beide agierten mit viel Druck am Netz und brachten die Gastgeberinnen mehrfach in arge Nöte.

„Die Mannschaft hat in den Spielen gegen den KSC Berlin, Alemannia Aachen und heute beim TSV Bayer 04 Leverkusen viel Moral gezeigt und gerade hier die entscheidenden Punkte zum Klassenerhalt gemacht, was von vorn herein nicht sicher war. Wir haben im Verlauf der Saison viel gearbeitet aber auch oft gelitten, mussten etliche Verletzungen kompensieren und wurden letztlich mit der weiteren Erstligazugehörigkeit belohn“, äußerte ein sichtlich erleichterter Alberto Salomoni unmittelbar nach dem Auftritt in Leverkusen und machte dabei ein Riesenkompliment an das Team, übersah aber auch nicht, dass es am Ende durchaus sechs bis acht Punkte in der Tabelle hätten mehr sein können.

„Jetzt wollen wir uns am kommenden Sonnabend (17.03. 2012/18.00 Uhr) in der ‚MBS-Arena‘ mit einer guten Leistung gegen den VT Aurubis Hamburg von den treuen Fans verabschieden und auch feiern lassen“, blickte der Cheftrainer auf den letzten Auftritt seines Teams voraus.
Die Vorbereitung für dieses abschließende Match beginnt am Dienstag, für Sonntag und Montag gab es vom Coach eine Trainingspause.
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