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Vier Treffer Dufours reichen nicht

OSC unterliegt nach schwacher Partie 7:10 gegen Bayer Uerdingen


Zumindest Matteo Dufour huschte nach dem Spiel des OSC Potsdam gegen den SV Bayer Uerdingen ein Lächeln übers Gesicht, hatte er doch erfahren, dass er seine zum Studium berechtigende Deutschprüfung bestanden hatte. Der in den Diensten des Tabellenvierten stehende Italiener war bei der 7:10 (3:2, 0:3, 1:3, 3:2)-Niederlage im heimischen Brauhausberg-Bad zudem mit vier Treffern bester Spieler auf Potsdamer Seite.

„Einige Jungs haben heute eine unterirdische Leistung abgeliefert“, war OSC-Trainer André Laube angefressen. „Die Wichtigkeit dieser Partie war wohl nicht allen klar. Anders kann ich mir das nicht erklären.“ Dabei begannen die Hausherren sehr ordentlich. Dufour erzielte das 1:0 und konnte wenig später nach Zeitstrafe gegen Uerdingen auf 2:0 erhöhen. Schon zu diesem Zeitpunkt musste allerdings Potsdams Keeper Dmitriy Gusev nach Fehlern seiner Vordermannschaft drei Hochkaräter vereiteln. Bei den Treffern der Gäste zum 2:2 war aber auch er machtlos. Per Strafwurf erhöhte Tobias Lentz zwar noch im ersten Viertel auf 3:2, dies sollte jedoch der letzte Treffer Potsdams in den nächsten elf Minuten sein.

Das zweite Viertel gehörte allein den guten Uerdingern. Potsdam ging leichtfertig mit seinen zahlreichen Chancen um, während die Westdeutschen konsequent ihre Chancen nutzten. Nach drei Buden in Folge geriet der OSC zur Halbzeit 3:5 ins Hintertreffen. „In dieser Phase haben wir alles falsch gemacht“, haderte Potsdams Wasserball-Abteilungsleiter Andreas Ehrl.

Nach der Pause erhöhte die Bayer-Sieben auf 3:6, bevor erneut Dufour zumindest verkürzte. Uerdingen setzte aber nach. Ein Doppelpack von Nationalspieler Tim Wollthan führte zum 4:8 vor dem letzten Abschnitt.

Dort wirkte der OSC wie ausgewechselt. In gut zwei Minuten markierten Lentz, Dufour und Klaus Einhorn den 7:8-Anschluss. „Da hatten wir Bayer am Haken“, so Peter Driske, der den mit Spandau 04 selbst aktiven Alexander Tchigir als Co-Trainer vertrat. „Eine Unachtsamkeit in der Verteidigung hat diesen Fluss aber wieder unterbrochen.“ Die Gäste trafen zum 7:9. Das 7:10 gut zwei Minuten vor dem Abpfiff bedeutete die Vorentscheidung.

Damit hat Potsdam nach der knappen 8:9-Niederlage vor Wochenfrist gegen Hannover erneut die Chance verpasst, den vierten Rang in der Tabelle der DWL-Hauptrunde A endgültig zu sichern. Dieser berechtigt zum direkten Einzug in die Play-Offs, während die Ränge fünf bis acht den ungeliebten Weg in die Relegationsduelle um den Abstieg in die B-Runde bedeuten. „Wir müssen wieder die Spielfreude und Unverkrampftheit aus der Hinrunde wiedergewinnen, sonst verspielen wir unser gutes Polster“, so Laube. Bereits am nächsten Sonnabend (18 Uhr) geht es am Brauhausberg ins nächste Schlüsselspiel – gegen den direkten Verfolger SV Weiden.

Potsdam: Dmitriy Gusev, David Kleine, Artur Tchigir, Felix Rasehorn, Julian Drachenberg, Jacob Drachenberg, Miro Tadin, Christian Saggau, Tobias Lentz (2), Matteo Dufour (4), Leonard Grütte, Klaus Einhorn (1), Marc Langer
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