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Top-Spiel am Brauhausberg

Der Bundesliga-Dritte Potsdam empfängt den Vierten Hannover


Wer hätte zu Saisonbeginn gedacht, dass es am Sonnabend (18 Uhr) im Duell der Teams des OSC Potsdam gegen die SG W98/Waspo Hannover im Brauhausberg-Bad zu einem der Top-Spiele der Deutschen Wasserball-Liga kommt? Dass die Niedersachsen wieder im Bereich der Europapokal-Ränge mitmischen würden, war zu erwarten. Der jungen Mannschaft des OSC hätten dies allerdings die wenigsten zugetraut. „Wir selbst auch nicht“, lacht Trainer André Laube. „Wenn es läuft, dann läuft es eben.“

Mit 12:8 Punkten und 61:105 Toren zieren die Potsdamer vier Spiele vor dem Abschluss der Hauptrunde A den dritten Platz im deutschen Oberhaus. Dicht auf den Fersen liegt ihnen Hannover mit 10:10 Zählern (82:87). „Wir werden uns einer hoch motivierten Hannoveraner Mannschaft gegenüber sehen“, weiß Laube. „Mit Sicherheit wollen sie sich für die Heimniederlage revanchieren.“ Vollkommen überraschend siegten die Havelstädter Ende November an der Leine 8:7. Nach schlechtem Start und 0:2-Rückstand fingen sich die Laube-Schützlinge aber rasch und lagen zur Halbzeit 6:4 vorn. Beim 6:7 im letzten Viertel schienen die Hausherren die Partie gedreht zu haben, doch Potsdam legte nach und siegte durch eine starke Schlussphase.

„Diese Kampfkraft und Unbekümmertheit machen unsere Stärke aus“, sagt Laube. „Das Team gibt sich nie auf und arbeitet immer weiter.“ Ob seine Mannschaft noch einmal zu solch einem Coup gegen Hannover in der Lage ist, hält er indes offen und nimmt den Druck vom jüngsten Team der Liga. „Natürlich wollen wir gewinnen, die Favoritenrolle liegt allerdings bei Waspo.“ Mit Torhüter Roger Kong, Center Ilja Immermann und Allrounder Ingo Pickert hat das Team von Trainer Karsten Seehafer immerhin drei Nationalspieler in seinen Reihen.

„Wir können nur mit mannschaftlicher Geschlossenheit zum Erfolg kommen“, sagt Laube. „Wir haben in den letzten Wochen gut trainiert. Mit den wetterbedingten Krankheitserscheinungen haben wahrscheinlich gerade alle zu kämpfen.“ So pausierte Rechtsaußen Miro Tadin acht Tage und nahm erst am Dienstag wieder das Training auf. Christian Saggau musste sich in dieser Woche ebenfalls eine kurze Aus-Zeit nehmen. Voraussichtlich kann der OSC am Sonnabend aber in Bestbesetzung auflaufen und möchte seinen Fans erneut eine gute Vorstellung liefern. Denen steht ohnehin eine ereignisreiche Zeit bevor: Nach dem Spiel gegen Waspo folgen zwei weitere Heimspiele am 18.2. (Bayer Uerdingen) und 25.2. (SV Weiden). Das letzte Hauptrundenspiel am 3.3. beim SC Wedding ist auch in angenehmer Reichweite.

Neben dem DWL-Spiel am Sonnabend kommt auch Potsdams Nachwuchs zum Zuge. 15.00 Uhr spielt Potsdams C-Jugend (Jahrgang 97 und jünger) gegen den SV 2000 Brandenburg die Landesmeisterschaft aus. 16.20 Uhr treten beide Vereine in der E-Jugend-Konkurrenz gegeneinander an.
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