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Schwimmer Torben Schmidtke aus Potsdam gewinnt Silber bei den Paralympics in London

Torben Schmidtke (SC Potsdam) mit seiner Silbermedaille über 100m Brustschwimmen. (Foto: Gerhard Pohl)
London (Vereinigtes Königreich): Aquatics Centre | Seinen bisher größten Erfolg errang am heutigen Mittwoch bei den XIV. Paralympischen Sommerspielen in London Torben Schmidtke (Schadensklasse SB 6) mit dem Gewinn der Silbermedaille über 100m Brust in 1:25,23 Minuten. Auf Bahn 5 im Aquatics Centre schlug der Potsdamer im Finale hinter dem neuen Weltrekord schwimmenden überragenden Ukrainer Jewgeni Bohodajko (1:20,17 Min.) an. Bronze ging an Christoph Burghard (GER/1.27,09 Min.)

„Als ich anschlug und am Block die zwei Punkte aufleuchteten, die mir sagten, das ich Zweiter bin, dass war ein unbeschreibliches Gefühl. Bei meinen ersten Paralympics gleich eine Medaille zu machen, ist super“, so der überglückliche Schwimmer nach dem Finale.

Herzliche Glückwunsche an ihn und Trainerin Dörte Paschke!

Bereits im Vorlauf setzte der IT-Kaufmann vom Klinikum "Ernst-von-Bergmann" mit der zweitbesten Zeit von 1:26,13 Minuten ein deutliches Achtungszeichen. Bester in der Qualifikation war der Inhaber der Weltrekordes Jewgeni Bohodajko (UKR), der nach sehr guten 1:23,86 Minuten nicht zu bezwingen war.

"Auf die 100m Brust haben wir das Hauptaugenmerk in der Olympiavorbereitung gelegt. Die zuvor absolvierten 400m Freistil dienten zum 'Warmschwimmen', so der 22-jährige Schützling von Trainerin Dörte Paschke. Gemeinsam haben sie sich am Olympiastützpunkt in Potsdam zielgerichtet für die Olympiaauftritte von London 2012 vorbereitet.

"Ich habe mich jetzt dreimal gekniffen und es scheint immernoch wahr zu sein, Silber für Torben in London, ich kann es immernoch nicht glauben. Danke an alle, die an diesem Erfolg mitgewirkt haben", freute sich eine überglückliche Trainerin.

Übrigens, der Potsdamer steht auch in der Weltbestenliste seiner Schadensklasse über 50m sowie 200m auch ganz oben, diese Distanzen sind allerdings nicht im Olympiaprogramm.

Nachdem der Silbermedaillengewinner eine Nacht seinen Erfolg überschlafen hatte äußerte er, "was für ein Rennen gestern, das war der Hammer. Ich kann das gar nicht in Worte fassen, vielen Dank an alle, die mich so unterstützt und mir die Daumen gedrückt haben".

Ein einaliges Flair in London

Schmidtke genießt das Flair in London. "Die Atmosphäre, die Stimmung im Dorf und die vielen Zuschauer bei den Wettkämpfen seien einfach gigantisch. Du stehst auf dem Block und denkst daran, dass dich allein in der Halle 17000 Augenpaare anschauen und durch die TV-Übertragung noch viele mehr, das ist ein extremes Gefühl“, strahlt Torben.

Am Sonnabend (08.09.) ging der Silbermedaillengewinner mit der 4x100m-Lagenstaffel noch einmal im Aquatics Centre in das Becken, um die 100m Brust schwimmen. Das Quartett verpaßte als Fünfte ihres Vorlaufes mit der insgesamt neunten Zeit (4:38,94 Min.) das Finale, wofür sich die acht schnellsten Staffeln qualifiziert haben.

Der 17-Jährige Andre Lehmann belegte bei seinem Olympiadebüt den 12. Platz über 200m Freistil und den 16. Platz auf der 100m Rücken-Strecke.
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