Anzeige

Ramona Stucki sagt dem Volleyballnetz ARRIVEDERCI – letztes Spiel des SC Potsdam gegen VT Aurubis Hamburg endete 1:3

Ramona Stucki SC Potsdam. Die Aufnahme wurde in der Biosphäre Potsdam angefertigt. (Foto: Gerhard Pohl/Bearb. Lutz Nichelmann)
 
Ramona Stucki am Netz. Hier im Heimspiel gegen den Köpenicker SC Berlin. (Foto: Gerhard Pohl)
Mit einem 1:3 (7:25, 20:25, 25:16, 22:25) beendete die 1. Damenmannschaft des SC Potsdam gegen den VT Aurubis Hamburg die Erstligaspiele der Saison 2011/2012. Am Ende bedeutet das bei 14:38 Punkten / 36:60 Sätzen, den 11. Tabellenplatz, womit die Zielsetzung der Mannschaft, welche Klassenerhalt lautete, erreicht wurde. Ursprünglich wollte man die Playoffs erreichen, dass war bei der Klasse der Liga eine viel zu hohe Hürde.

Ramona Stucki beendet nach 16 Jahren ihre Laufbahn

Eingeleitet wurde dieser Meisterschaftsvergleich mit der Verabschiedung von Ramona Stucki, die immerhin 16 Jahre den Ball erfolgreich über das Netz brachte. Die potsdamer Mittelblockerin trug an diesem Tag zum letzten Mal das Erstligatrikot ihres Vereins.

Sie erhielt auch neben Imke Wedekind (Hamburg), die Auszeichnung als ‚MVP‘.

Ramona hat alle Höhen und Tiefen, wie Auf- und Abstiege miterlebt, gehörte u.a. der deutschen Juniorennationalmannschaft an und schwärmt heute noch von den großen Turnieren mit diesem Team, wie der Jugendolympiade von Moskau oder den Weltmeisterschaften, die in der Dominikanischen Republik ausgetragen wurden.
Ihr Können und Spielübersicht war auch bei den Volley Cats Spandau und dem VC 68 Zeuten, aber auch in der Schweizer Eliteliga gefragt. Seit 2007 trug sie das rote bzw. weiße Trikot mit der Nummer 11 des SC Potsdam.
Nach dem Arrivederci wird die gelernte Bürokauffrau aber als Zuschauerin das Geschehen ihres Heimatvereins in der neuen ‚MBS-Arena‘ weiter verfolgen.

Nach schwachem Beginn, steigerte sich der SC Potsdam sichtbar

Den 800 Zuschauern in der ‚MBS-Arena‘ wurde nach der Verabschiedung von Ramona Stucki ein Spiel geboten wo man dachte, das wird eine ganz schnelle und einseitige Angelegenheit für den Tabellenfünften aus dem Norden, denn der VT Aurubis war vom ersten Ballwechsel gleich hell wach und dominierten im ersten Satz, wie man es selten geboten bekommt. Die Gastgeberinnen fanden keine Mittel, gegen die variablen und blockstarken Hamburgerinnen. Nach 17 Minuten stand es 7:25! So einen Auftakt hatte man sich nicht vorgestellt.

Das sah auch Cheftrainer Alberto Salomoni so, „wir sind ganz schlecht gestartet, aber dann immer besser in das Spiel gekommen, aber wurden dann immer besser“, charakterisierte er den Start und weiteren Auftritt seines Teams.

Im Folgesatz lief es dann deutlich besser, dass Geschehen in der MBS-Arena gestaltete sich jetzt ausgeglichener. Zwischenzeitlich stand es 11:11 und obwohl es dann 20:25 hieß, wurde der SC Potsdam jetzt ein sichtbar gleichwertiger Kontrahent.

„Im dritten Satz sind wir in einen ‚Spielrausch‘ gekommen“, so Salomoni. Da konnte der VT Aurubis bis zum 12:12 noch mithalten, aber die Brandenburgerinnen agierten konsequent und schöpften nahezu all ihre Möglichkeiten aus und wurden am Ende mit einem überzeugenden 25:16 Satzgewinn belohnt. In dieser Phase konnte man keinen Unterschied zwischen dem Playoff-Teilnehmer und dem elftplatzierten Potsdamerinnen erkennen – ja den Zuschauern, unter ihnen zahlreiche Fans aus Hamburg, wurde jetzt ein attraktiver Fight zweier auf gleicher Höher agierten Teams geboten.

„Auch im vierten Satz haben wir gut begonnen, aber leider bei der 20:18 Führung unsere Linie nicht ganz halten können, der Tiebreak war möglich. Ich wollte bei den Wechseln beim Stand von 20:20, den Rhythmus der Hamburgerinnen brechen, dass hat aber nicht geklappt“, äußerte sich der Cheftrainer zu diesem Spielabschnitt, der dann noch mit 22:25 abgegeben wurde.

Trotz des 1:3 bewertet Alberto Salomoni das letzte Meisterschaftsspiel seines Teams, vom ersten Satz abgesehen, als einen guten Saisonabschluss 2011/2012, „so wie wir es uns vorgenommen hatten“, bemerkte er.

Der Chftrainer bedankte sich nach dem letzten Heimauftritt seines Teams auch bei den Fans, die immer hinter der Mannschaft gestanden haben. Unübersehbar, es gab sichtbare Steigerungen der Zuschauerzahlen seit dem 29. Januar 2012, ab diesem Zeitpunkt wurden die Heimspiele in der neuen 'MBS-Arena' im Sportpark 'Luftschiffhafen von Potsdam ausgetragen. So kamen zur Auftaktbegegnung in die Mehrzwecksporthalle gegen den 1.VC Wiesbaden 1.900 Zuschauer!

Und VT Aurubis Trainer Jean-Pierre Staelens fand lobende Worte für das Auftreten der Gastgeberinnen, „Potsdam war diesmal wesentlich stärker, als in der Hinrunde im Dezember, die neue Halle ist einfach toll“.

Während jetzt bis Mitte April der Deutsche Meister 2012 ermittelt wird, gibt es den verdienten Urlaub für die Mannschaft. Gleichzeitig wird aber schon mit der Vorbereitung der neuen Saison begonnen, wo ein Umbruch im Team bevorsteht. „In der kommenden Woche beginnen die ersten Gespräche zur Vertragsverlängerung“, erklärte Teammanager Thomas Dörfler, denn die vierte Erstligasaison beginnt im Herbst und da möchte man bestens vorbereitet sein.

Nach dem letzten Auftritt des SC Potsdam ist all denen zu danken, die mit viel Engagement im Umfeld der Mannschaft tätig waren wie u.a.:

Dr. Hans-Jürgen Scharfenberg (Abt. Leiter)
Thomas Dörfler (Teammanager),
Volker Knedel (Sportlicher Leiter),
Heinz Rieger (Athletik-Trainer),
Martin Storch (Scout),
Davide Carli (Scout),
Gerhard Pohl (PR-Presse/Foto),
Dr. med. Henning Leunert (Mannschaftsarzt),
Ulli Meyer (Physiotherapeut),
Toni Rieger (Marketing) und
den vielen ehrenamtlichen Helfern, die bei den Heimspielen eingesetzt waren.


siehe auch:

http://www.myheimat.de/potsdam/sport/der-sc-potsda...

http://www.volleyball-sc-potsdam.de/

http://www.facebook.com/volleyballscpotsdam
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.