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Hagen Pohle geht zum Europameistertitel in Tallin-Laura Henkel gewinnt Bronze mit dem Speer

Hagen Pohle ist nach dem U-18 Weltmeistertitel nun auch U-20 Europameister. (Foto: Gerhard Pohl)
Einen weiteren internationalen Titel gewann in seiner noch jungen Laufbahn Hagen Pohle von SC Potsdam. Der 19-jährige Sportschüler siegte bei den U-20 Europameisterschaften im estnischen Tallin 2011 über 10000m auf der Bahn in 40:43,73 Min. vor dem Ukrainer Ihor Lyashchenko (41:10,43 Min.) sowie dem Spanier Luis Alberto Amezcua (41:34,13 Min.) und gewann verdient die Goldmedaille.

Damit setzt er die guten Potsdamer Gehertraditionen fort, den sein ehemaliger Vereinskamerad Andreas Erm gewann in diesem Altersbereich 1995 ebenfalls den EM-Titel. Schon vor zwei Jahren machte Hagen, der zur Trainingsgruppe von Manja Berger im Sportpark Luftschiffhafen gehört, nachhaltig auf sich aufmerksam, als er in Brixen U-18 Weltmeister wurde. „Ich war mir sicher, dass ich die Goldmedaille gewinne, als der Ukrainer abgefallen war“, äußerte überglücklich, nach dem er die Ziellinie überquerte.

Mit diesem Erfolg bestätigte Hagen, der vor einigen Jahren vom Laufen zum Gehen umgstieg und in Beeskow zu Hause ist eindrucksvoll, dass er jetzt schon zur absoluten europäischen Spitze in diesem Altersbereich gehört. Nicht unerwähnt soll aber auch sein, dass er auf der Habenseite bereits auf mehr als zehn Deutsche Meistertitel sein 2005 verwiesen kann. Allein in diesem Jahr waren es Drei!

Perspektivisch muss er ja die 20km, als die kürzeste Distanz bei den „Großen“ absolvieren, auch da testete er sich bereits und ging mit 1:29,50 Std. auf Anhieb unter 1:30 Std. Man wird mit großem Interesse den weiteren sportlichen Werdegang von ihm verfolgen, wo jetzt aber ein mehr als verdienter Urlaub ansteht.

Unmittelbar vor dem Gewinn einer Medaille stand auch Geherin Charlyne Czychy in der 10.000m Entscheidung, doch sie wurde auf den dritten Platz liegend, ca. 20m vor dem Ziel disqualifiziert. Eine Entscheidung, die für alle Anwesenden kaum nachvollziehbar war. "Ganz bitter für Charlyne, denn sie lag dazu noch auf einer neuen deutschen Rekordzeit", äußerte sich Trainerin Manja Berger.

Die zweite Medaille für Potsdam erkämpfte Laura Henkel im Speerwerfen. Die 55,37m bedeuteten nicht nur eine neue persönliche Bestleistung, sondern auch die Bronzemedaille - die zweite bei internationalen Meisterschaften, denn sie kehrte aus Brixen von der U-18 WM 2009 als Dritte nach Hause. Gleich im ersten Versuch gelang dem Schützling von Trainer Tino Lang diese tolle Weite, am Ende fehlten ihr nur 63cm am Titel.

Mit Phillip van Dijck ging ein Diskuswerfer aus der Havelstadt in den Wettkampf. Der 18-jährige belegte in Estland den zehnten Platz. Für seinen besten Versuch wurden 56,33m von den Kampfrichtern vermessen. Dabei verfehlte er nur knapp die eigene Bestleistung von 57,46m. Phillip gehört zur Trainingsgruppe des noch immer amtierenden Weltrekordlers in dieser Disziplin, Jürgen Schult.

Zur DLV-Mannschaft gehörten noch Nadja Bahl (4x100m) sowie Jennifer Touffour (4x400m), beide Athletinnen wurden aber nicht eingesetzt.
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