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Erneuter Stimmungswechsel

Eigentlich weiß jeder Reisende, dass mit einem abrupten Ortswechsel nicht zwangsläufig ein plötzlicher Stimmungswechsel verbunden sein muss. Wohin die Fahrt auch geht, kleinere Nöte und größere Sorgen werden häufig ungewollt mitgeschleppt. Dennoch hegen Reisende stets aufs Neue die Hoffnung, dass die räumliche Distanz auch zur Entfernung von den Angelegenheiten des Alltags beiträgt.
Im Fall der Bundesliga-Volleyballerinnen des SC Potsdam ging es am vergangenen Samstag im Meisterschaftsspiel beim Köpenicker SC darum, dem 3:1 der Vorwoche gegen Aachen nach Möglichkeit ein neuerliches Erfolgserlebnis folgen zu lassen. Die Potsdamerinnen gingen allerdings mit der Gewissheit in die Partie, auf Grund des verletzungsbedingten Fehlens ihrer Mittelblockerin Kathy Radzuweit und Blessuren einiger anderer Spielerinnen (Bernarda Cutuk, Caterina Fanzini, Lucia Fresco) nur vage Chancen auf den zweiten Auswärtssieg der laufenden Saison zu besitzen. Köpenick liegt uns - dieser Satz war vor Spielbeginn im gut besuchten Gästebereich der Ballsporthalle Hämmerlingstraße zu vernehmen. Wie sich später zeigte, hatte er seine Berechtigung. „Wir mussten die Partie mit mehreren verletzten Spielerinnen bestreiten. Unter diesen Voraussetzungen haben wir alles versucht und phasenweise sehr gut gespielt. Ich kann den Mädels keine Vorwürfe machen“, so Alberto Salomoni, der Cheftrainer des SC Potsdam, im Fazit.
Der SC Potsdam vergab allerdings die Möglichkeit, vor den nächsten drei überaus anspruchsvollen Partien sein Punktekonto auszugleichen und verlor vor 532 Zuschauern mit 1:3 (25:27, 19:25, 25:20, 22:25). Ursächlich hing die Niederlage in Köpenick auch mit der Tatsache zusammen, dass trotz der guten Partie Lucia Frescos im Angriffsspiel zu wenig Druck aufgebaut werden konnte. In den ersten beiden Sätzen lag der Gast bereits mit 21:17 und 12:8 in Führung, auch im vierten und entscheidenden Abschnitt brach das Team von Alberto Salomoni nach einem zwischenzeitlichen 16:14 weg. Bei personellen Wechseln agierte Köpenicks Trainer Gil Ferrer Cutino in kritischen Phasen risikofreudiger. Insgesamt wirkten die Gastgeberinnen den entscheidenden Tick geschlossener und entschlossener – speziell dann, wenn es in die Endphasen der einzelnen Sätze ging.
Als wertvollste Spielerinnen wurden nach der Partie SC-Libera Lisa Rühl sowie Köpenicks Brasilianerin Naraya Felix geehrt. Für den SC Potsdam endet das Wettkampfjahr 2012 am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen den VC Wiesbaden (Beginn 18.30 Uhr).
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