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Eine Werbung für den Frauenfußball - der 'I. Internationale Turbine-Hallencup von Potsdam'

Yuki Ogimi (Turb. Potsdam) setzt sich hier energisch durch und überwindet die Torhüterin von NöSV Neulengbach. (Foto: Gerhard Pohl)
 
Die Sieger 2013! (Foto: Gerhard Pohl)
Potsdam: MBS Arena |

Brøndby IF gewinnt vor Turbine Potsdam das Turnier

„Eine für den Frauenfußball in Europa einmalige Veranstaltung erlebte Potsdam mit dem 1. Internationalen Hallencup“, bilanzierte Cheftrainer Bernd Schröder. In der Tat, was an den zwei Tagen vor mehr als 4.000 Zuschauern in der MBS-Arena geboten wurde, war eine Werbung für den Frauenfußball.

Acht erstklassige Landesmeister stritten bei dieser „Champions League in der Halle“ um den begehrten Turniersieg. Dabei bewiesen durchweg alle Frauenmannschaften, dass sie ihr Handwerk auf dem Kunstrasen bestens beherrschen. Oberbürgermeister Jann Jakobs lies es sich auch nicht nehmen, diese so herausragende Veranstaltung für die Landeshauptstadt, persönlich zu eröffnen.

In zwei Gruppen wurde mit Hin- und Rückspiel die Vorrunde ausgetragen. Hier setzte sich in der B-Gruppe der Gastgeber mit drei Siegen und einem Unentschieden durch und erreichte damit die Zwischenrunde, wo die Gastgeberinnen vom 1.FFC Turbine Potsdam die Damen von Glasgow City LFC (SCO) durch Tore von Göransson (2) sowie Anonma 3:0 bezwingen konnte und zog damit in da Finale ein. Dort trafen sie auf Brøndby IF (DAN), welches sich mit einem 3:0 über NöSV Neulengbach den Endspieleinzug erkämpfte. Damit standen sich die beiden besten Teams des Turniers gegenüber, man sprach von dem Wunschfinale.

Turniersieg geht nach Dänemark

Potsdam begann furios und führte nach fünf Minuten durch Tore von Göransson und Anonma 2:0, hatte eigentlich das Geschehen in der Hand. Doch die Däninnen konnten den Rückstand in eine 2:3 Führung umwandelten. Stefanie Draws glich zum 3:3 aus. Nach einem Handspiel auf der Torlinie von Yuki Ogimi zeigte die Unparteiische auf den Punkt. Diese Chance ließ sich Brondby in der 14. Minute nicht entgehen, bei diesem Schuss von Troelsgaard war die gute Alyssa Naeher machtlos.

„Die Däninnen waren im Finale die perfektere Mannschaft. Die Niederlage ist kein Beinbruch. Uns ging es an diesem Wochenende vor allem um die Symbiose von Sport und Kultur. Ich denke, dass dieses internationale Turnier ein Zeichen für die Stadt und das Umfeld war. Es war ein Turnier mit sensationellen Fans und ohne Krawalle“, bilanzierte Bernd Schröder die Tage in der MBS-Arena.

Und wenn Ministerpräsident Matthias Platzeck den Wunsch äußerte, dass diese Veranstaltung im kommenden Jahr eine Neuauflage haben sollte, dann traf er bestens den richtigen Nerv des Publikums und aller teilnehmenden Mannschaften. Immerhin landete in den 32 Spielen der Ball 139 mal im Netz!

Lob auch von Luci Basko, Trainer von Glasgow City, „Turbine steht für Qualität. Alles was der Verein in die Hand nimmt, wird professionell behandelt“. Ein zufriedener Peer Lisdorff, Trainer des Turniersiegers äußerte in der Pressekonferenz, überprüfen zu wollen, Turbine zu einem Freundschaftsspiel einzuladen.

Tolle kulturelle Beiträge

Neben dem Sportlichen, stimmte der gesamte Rahmen. In den Spielpausen gab es beste Unterhaltung und viel Show zu erleben. So zeigte die Tanzschule Kurrat aus Teltow ihr Können, begeisterten die A-Capella-Formation ‚Musix‘ mit ihrem Repertoire und der Fanfarenzug Potsdam die Zuschauer, da gab es eine sensationelle Lasershow vom Babelsberger Filmpark, die mit der Landung des Astronauten Felix von Jascherow aus „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ endete, zu sehen. Aber auch die Fußballknirpse von Turbine zeigten schon Beachtliches mit dem Ball.

Der Pokal überstand die Feier in der Kabine nicht

Am Rande, Scherben gab es aber noch beim Turniersieger aus Dänemark. „Der Glaspokal überstand die anschließenden Feierlichkeiten nicht“, äußerte mit Humor die als ‚Beste Spielerin des Turniers ausgezeichnete Theresa Nielsen. Ob es Ersatz für die Damen geben wird? Die würden gern 2014 wieder kommen und mit einem erneuten Erfolg gäbe es ja wieder ein Pokal!

Zur einer Zweitauflage 2014 bemerkte Bernd Schröder, dass es eine Terminfrage ist. „Immerhin müssen wir mehrere Pflichtturniere, den DFB-Hallenpokal und die Saisonvorbereitung bestreiten und das ist nicht so einfach zu bewältigen“. Dennoch zeigte er sich nicht abgeneigt, diese in Europa einmalige Veranstaltung mit dem Verein zu wiederholen.

Ergebnis:
1. Platz: Brøndby IF (DEN)
2. Platz: 1.FFC Turbine Potsdam (GER)
3. Platz: NöSV Neulengbach (AUT)
4. Platz: Glasgow City FC (SCO)
5. Platz: Sparta Prag (CZE)
6. Platz: AZS Wroclaw (POL)
7. Platz: Djurgårdens IF (SWE)
8. Platz: FC Honka Espoo (FIN)

Beste Spielerin: Theresa Nielsen (Brøndby IF)
Beste Torhüterin: Manuela Zinsberger (NöSV Neulengbach)
Beste Torschützin: Nina Burger (NöSV Neulengbach)


Einige Fotos, weitere folgen. Alle (c) gerhard pohl
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