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Der RC Germania erkämpfte sich das Aufstiegsrecht zur II. Ringerbundesliga

Das Regionalligateam des RC Germania Potsdam von 2011. (Foto: Gerhard Pohl)
Erst am letzten Kampftag wurde die Meisterschaft in der Regionalliga-Mitteldeutschland im Ringen entschieden, denn vier Mannschaften hatten noch die Möglichkeit, diesen einen begehrten Platz zu erreichen. Das gelang dem RC Germania Potsdam mit dem 2. Tabellenplatz, wo der SV Luftfahrt Berlin II, als Tabellenführer und Titelträger, mit 36:0 besiegt werden konnte. Dabei gab es insgesamt noch mit dem RV Lübtheen und der KG Frankfurt/O. zwei weitere punktgleiche Teams und Titelaspiranten. „Wir hatten und klar vor der Saison positioniert, dass wir den Wiederaufstieg anstreben“, so der sportliche Leiter des Vereins und bisherige Trainer der 1. Männermannschaft, Reiner Leffler, der dieses Amt an Hans-Joachim Schmiege im Juli abgegeben hatte.

„Das es keine leichte Aufgabe werden würde, war uns vor dem Saisonbeginn klar, denn die Regionalliga war die Stärkste, die es bisher gegeben hat, wo man den ersten Vier Mannschaften in der Tabelle durchaus Bundesligatauglichkeit zusprechen konnte und Jeder in der Lage war, Jeden zu bezwingen“, schätzte Leffler ein. Am Ende gaben die sogenannten kleinen Punkte (gewonnene/verlorene Runden) den Ausschlag zu Gunsten der jungen Potsdamer Truppe um Kapitän Heiko Gensicke, welche davon profitierte, dass die Berliner auf das Aufstiegsrecht verzichteten, da sie ein Erstligateam haben.

Offen ist allerdings noch die Wertung des Vergleiches von Gelenau, der zwar 21:16 gewonnen wurde, aber vorerst mit 0:40 in die Tabelle einging. „Der Protest von uns ist durch den Ligaverantwortlichen noch nicht bearbeitet worden. Sollte er zu unseren Gunsten ausgehen, sind wir mit 6 Minuspunkten alleiniger Tabellenzweiter“, bemerkt der sportliche Leiter.

Wo lagen die Stärken des RC Germania? Da ist als Erstes die gute Breite in der Besetzung aller mittleren Gewichtsklassen. Da konnten durchgängig u.a., Brian Tewes (60/66kg gr/rö), Heiko Gensicke (66kgF), Fabian Albrecht (74kgF), Daniel Hlavati (74/84kg gr/rö), Martin Eiseler (74kgF), Oliver Diller (84-120kgF), Nico Brunner (84kg gr/rö) sowie Mikheil Tsetskhladze (96kg gr/rö) überzeugen und verließen nahezu immer als Sieger die Matte. Hier gab es bei Ausfällen immer Besetzungsalternativen. Auch konnten die Vergleiche mit den Spitzenmannschaften, wie gegen Lübtheen oder Frankfurt/O. erfolgreich gestaltet werden. Bis auf eine Ausnahme, gewann Potsdam alle Heimkämpfe. Dieter Brüchert, Silbermedaillengewinner bei Olympia, bewertete durchweg die Regionalligavergleiche als sportlich attraktiv, weil gerade die jungen Ringer sich nicht taktischen Zwängen unterworfen haben, sondern über die Zeit hinweg versucht haben, Wertungen zu erzielen. „Gerade das belebte die Vergleiche in der Regionalliga“, sein treffender Kommentar.

Unnötig waren die Punktverluste gegen die WKG Leipzig/Taucha (Rückrunde) und KG Frankfurt/O. (Hinrunde). Beim Letzteren gab es krasse Fehlurteile gegen Potsdam. Es hat sich aber auch gezeigt, dass man in der Regionalliga nur bestehen konnte, wenn man in alle Vergleiche mit dem notwendigen Siegeswillen sowie einer kompletter Mannschaft ging, in der Rückrunde war das nicht immer gegeben.

Es gab aber auch unübersehbare Schwachstellen, die, will man in der II. Bundesliga bestehen, beseitigt werden müssen. Dazu zählen die Besetzungen der Gewichtsklassen bis 55kg, 60kg und 120kg in beiden Stilarten, was dazu führte, dass Germania sehr oft mit 0:8 und teilweise 0:12 bei den Mannschaftskämpfen in den Rückstand geriet. Die hier zur Verfügung stehenden sehr jungen Athleten waren da „noch“ überfordert. Dank der guten Kaderdecke in den anderen Gewichtsklassen konnte diese Ausgangslage noch kompensiert werden. „Hier müssen wir uns mit geeigneten Athleten unbedingt verstärken. Dabei bleiben wir der Vereinsauffassung treu, dieses Problem mit Sportlern aus der Region zu lösen“, blickt Reiner Leffler voraus und er ergänzt, „natürlich muss auch der finanzielle Rahmen im Verein stimmen. Beide Faktoren sind die Grundvoraussetzungen sowie Basis, um unser Aufstiegsrecht zu realisieren, sonst kann man in der zweithöchsten Ringerliga nicht bestehen“. Erfreulich, es gab schon Anfragen von Sportlern, die gern im potsdamer Trikot kämpfen möchten. Damit hat beim RC Germania Potsdam bereits jetzt schon die Vorbereitung für die Zweitligasaison 2012 begonnen.
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