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Raststätte Dreilinden

Übersichtsfoto
Die Autobahnraststätte wurde 1973 am Grenzübergang Dreilinden (Potsdamer Chaussee 61a – 63) eröffnet. Der Neubau des Kontrollpunktes war erforderlich, da die DDR im Jahr 1969 die Autobahn ostwärts verlegt hatte, weil ein Teilabschnitt von ca. 300 Metern nach dem Passieren des Westberliner KPP nochmals das DDR-Territorium durchquerte, was für die DDR damals ein Sicherheitsrisiko darstellte. Ein zweiter Grund für den Neubau der Grenzübergangsstelle Drewitz (DDR) war, dass die Kapazität am alten Standort bei weitem nicht mehr ausreichte, den Anforderungen der wachsenden Abfertigung des Reiseverkehrs gerecht zu werden. Es standen zwei Varianten zur Auswahl:
1. Erweiterung des Kontrollpunktes am alten Standort. Dies wäre mit sehr vielen Problemen verbunden gewesen.
2. Neubau eines Kontrollpunktes und Verlegung der Autobahntrasse.
Nach kurzfristiger Planung und konzentriertem Einsatz von Baufirmen konnte so in einem Jahr diese Aufgabe gelöst werden. Die Westberliner Seite bekam dadurch einige Probleme bei der rechtzeitigen Fertigstellung der Neubauten ihrer Kontrolleinrichtungen.
Aus heutiger Sicht war für mich die die Errichtung dieser Raststätte wenig sinnvoll, da das abgeschlossene Transitabkommen eine zügige Abfertigung auf der DDR-Seite ermöglichte und einen längeren Halt der Fahrzeuge nicht mehr erforderlich machte.
Nun steht aber dieses Relikt des Kalten Krieges mit noch anderen Gebäuden verlassen in der Gegend und sucht eine Verwendung. Von außen ein sehr imposantes Gebäude und ein wirkliches Eingangstor nach Berlin. Nach vielen Versuchen einer sinnvollen Verwendung kommt jetzt Leben in die Gemäuer. Ein Fast-Food-Restaurant ist geplant und verspricht endlich eine respektable Verwertung.
Anlässlich des Tags des offenen Denkmals gab es eine Führung durch die ehemalige Raststätte, eine zweistündige Führung zum Panzerdenkmal und zum Territorium der ehemaligen GÜST Drewitz am Sitz des Checkpoint Bravo e.V. , im Führungspunkt der Grenztruppen.
Die Fotos vermitteln einige Eindrücke vom jetzigen Zustand der Raststätte und wir warten nun auf das weitere Geschehen. Sicher sehen wir uns zum nächsten Tag des offenen Denkmals dort wieder.
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