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3. GründerTag Potsdam – ein Resümee

Professor Faltin von der Freien Universität Berlin erläutert, wie man innovativ gründet
 
Gespannt hören Jungunternehmer den Rednern zu
Am Dienstag war wieder ein Jahr vorbei, und der 3. GründerTag Potsdam öffnete seine Türen. Veranstaltet wurde er diesmal in den Räumlichkeiten der IHK in Potsdam aus einem Zusammenschluss von IHK, HWK und vielen anderen Partnern.
Zahlreiche für Gründer wichtige Institutionen waren gekommen. Von der Bundesagentur für Arbeit, der LASA bis hin zu den Business Angels der Investitionsbank Berlin-Brandenburg. Kurz nach 10 Uhr eröffnete Potsdams Beigeordnete für Soziales, Gesundheit, Ordnung und Umweltschutz, Elona Müller, die Veranstaltung.
Sie lobte das viel für Gründer in Potsdam geboten würde und Potsdam damit eine sehr gründerfreundliche Stadt sei. IHK Geschäftsführer René Kohl pflichtete ihr bei. Er sprach überraschend direkt die immer wichtiger werdende Kultur- und Kreativwirtschaft in Berlin und Brandenburg an. Kohl betonte, dass diese eine besondere Unterstützung benötige. Dann übergab er das Wort an FU-Professor Günter Faltin. Dieser hielt einen Vortrag mit dem Thema „Kopf schlägt Kapital – die andere Art ein Unternehmen zu gründen“.
In seiner Rede wies Faltin auf viele für Gründer wichtige Dinge hin. Er stellte heraus, dass es wichtig für die Marktfähigkeit sei, sich mit seiner Idee von den Mitbewerbern zu unterscheiden.
Dafür solle man nicht schon Vorhandenes imitieren, Innovation sei gefragt. Das könne auch mit einer einfachen Idee funktionieren. Er erläuterte dazu das Beispiel seiner Firma: er gründete ein Unternehmen, welches Darjeelingtee in Großpackungen verkauft; mit Erfolg. Man müsse für die Ideenumsetzung nicht viel Kapital in die Hand nehmen, so der Professor weiter.
Essenz seiner Erläuterungen war, dass ein Unternehmen heute besser mit Komponenten gegründet werde. Damit meinte er, die Einzelbestandteile einer neuen Firma in fremde, professionelle Hände zu geben. Man müsse nicht alles selbst machen. Die Buchhaltung, die Produktion, die Logistik – alles so Faltin, könne man an andere professionelle Dienstleister am Anfang outsourcen.
Er nannte dazu das Beispiel von www.ebuero.de, welches von einem seiner Studenten gegründet wurde. Dort können Jungunternehmer beispielsweise eine Sekretärin mieten, die in ihrem Namen die Gespräche der Firma annimmt. Ein fader Beigeschmack bleibt aber: Outsourcing geht oft einher mit Verlagerung von Arbeit und schlechter bezahlten Löhnen, auch in Deutschland.
Nach der Rede von Faltin folgte eine erste Workshoprunde mit Themen wie "Gründungsformalitäten", "Kreative gründen anders!" und weitere. Nach der Mittagspause ging es in einer zweiten Runde weiter mit Sachgebieten wie „Finanzierungsstrategien erfolgreich entwickeln“ und „Marketing für junge Unternehmen“.
Abgerundet wurde die Messe durch die Stände der Aussteller und die Möglichkeit, mit anderen Unternehmern in Kontakt zu treten. Auch der Lotsendienst, die Gründungsagentur Potsdam und studentische Gründungsagenturen waren gekommen, um Jungunternehmern unter die Arme zu greifen. In der Summe ergaben sich interessante Anregungen für die Besucher wie sie ihre Idee bestmöglich umsetzen können. Und vor allem wichtig: es ergaben sich viele neue Kontakte untereinander und zu den Institutionen. Denn wenn man länger Unternehmer ist, weiß man, dass oftmals persönliche Kontakte einen voranbringen können. Eine gelungene Veranstaltung für Jungunternehmer und die, die es werden wollen, die auch in 2010 nicht fehlen sollte.

Christoph Freytag
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Karsten Knaup aus Potsdam | 19.11.2009 | 12:38  
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