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Gehandicapt in den Westen

OSC-Wasserballer im Pokal nach Hamm und in der Liga zu Uerdingen

Durchaus gehandicapt geht das Wasserball-Bundesligateam des OSC Potsdam am Wochenende in eine schwere Doppelaufgabe. Am Sonnabend, 16 Uhr, bestreitet die junge Mannschaft seine Partie der zweiten Runde beim SC Rote Erde Hamm, der als klassentieferer Verein (2. Wasserball-Liga West) das Heimrecht zugesprochen bekam. Tags darauf treffen die Potsdamer 12 Uhr in einer Nachholpartie der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) auf Aegir Uerdingen.
„Normalerweise ist die Mannschaft in der Lage, zwei so schwere Spiele innerhalb weniger Stunden zu verkraften“, sagt Trainer André Laube. „Allerdings steht bei einigen Spielern noch ein Fragezeichen hinter ihrem Einsatz. Viele waren und sind noch ungeschlagen.“ Aufgrund von grippalen Infekten konnte in den letzten Wochen nie in voller Besetzung trainiert werden. „Natürlich leidet auch die Fitness und Kraft.“ Erst seit Anfang dieser Woche sind Christoph Grabbert und Philip Uhlig wieder im Training. Zurzeit krank sind Top-Torjäger Tobias Lentz und Defensiv-Spezialist Klaus Einhorn. „Wir hoffen natürlich, dass sie mitkommen, aber voll belastbar werden die beiden nicht sein“, fürchtet Laube.
Noch immer nicht im Team ist der gerade in den Perspektivkader der Herren-Nationalmannschaft berufene Hannes Schulz. Der 18-Jährige begleitet zwar die Mannschaft in den „Westen“, laboriert jedoch noch immer an seiner schweren Knöchelverletzung von vor knapp zwei Monaten. „Der Gips ist ab, aber an Spielen ist noch nicht zu denken“, beschreibt Schulz. Selbst das Schwimmtraining bereitet Schmerzen. Über gezielte Physiotherapie wird der Heilungsprozess zwar beschleunigt, wann es aber genau wieder geht, ist derzeit noch offen. Zusätzlich fällt Keeper Paul Seidler aus. Wegen einer unglücklichen Situation im Spiel gegen den SV Brambauer Ende Dezember muss die „Nummer eins“ im OSC-Kasten noch eine Sperre absitzen.
„Es ist nicht leicht, aber dennoch bin ich zuversichtlich“, denkt Laube. Die Mannschaft spiele bislang eine tolle Saison und war noch keine Partie in Bestbesetzung. „Trotzdem stehen wir mit einer tollen Bilanz da.“ In der Aufstiegsrunde der DWL (Plätze 9-17) belegt der OSC mit 8:2 Punkten und 52:41 Treffern den zweiten Rang. „Gegen Hamm werden die Siegchancen hauptsächlich von der Einstellung abhängen. Wir dürfen die Westfalen nicht unterschätzen“, warnt Kapitän Gregor Karstedt. „Bei Aegir erwartet uns das bisher schwerste Auswärtsspiel der Saison. Aber wir wollen unbedingt gewinnen.“
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