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Dr. Klaus Krannich, Golm, April 2010

Wann? 04.05.2010 13:30 Uhr

Wo? Golm, Storchenhof, 14476 Potsdam DEauf Karte anzeigen
Potsdam: Golm | Am 4. Mai 2010 wird Dr. Klaus Krannich in Potsdam im Kreise seiner Freude beerdigt. Dr. Krannich hat auch in der Golmer Ortsteilzeitung über die Pflanzen und Tierwelt in und um Golm berichtet.


Lieber Klaus,

irgendwie bist Du einfach verschwunden. Gerade jetzt im Frühling, Deine Pirsch in die Flora und Fauna sollte jetzt gemeinsam mit den Neugolmern beginnen , wir hatten doch soviel noch vor. In diesem Jahr wollten wir begleitete monatliche Wanderungen in Golm und im Luch anbieten, die ersten Interessenten hatten sich schon angemeldet.
Jetzt sitzen wir, Deine Freunde, zusammen und tauschen uns über Dein Leben aus. Es ist als würdest Du neben uns sitzen und Deine Kommentare hat dabei jeder im Sinn.
Du bist in Rudolstadt geboren, ich bin dort aufgewachsen, wieviel haben wir über die Veränderungen in Deiner alten Heimat gesprochen. Immer wieder wenn ich unsere Heimat besucht hatte, erzählte ich Dir von neuen Straßen, Elektroleitungen, Eigenheimsiedlungen , die die Berge in Thüringen langsam aufzufressen drohen. Gern und mit Grausen hörtest Du zu, selbst gesehen, hast Du es nun nicht mehr.
Deine Freunde und „Alte Säcke“ erzählen, dass Du in den 70er Jahren nach Potsdam als Diplomagronom nach Potsdam kamst und hier bist Du dann auch geblieben. Als Abteilungsleiter im Bezirkshygieneinstitut in der Küsselstraße hatten die DDR Behörden, schon Ihre Schwierigkeiten mit Dir. Einerseits wurdest Du vorgezeigt und durftest zu vielen Kongressen in das andere Deutschland reisen, andererseits hast Du nur promoviert „weil Du die Schnösel der Doktoren“ nicht leiden konntest. Freunde von Dir blieben „im Westen“, für Dich war das keine Alternative, Deine Freunde waren ja hier. Gern erzähltest Du Anekdoten von der Zusammenarbeit mit dem heutigen Ministerpräsidenten Brandenburgs, der für Dich einfach nur Matthias blieb. Vieles bleibt, auch wenn Du von hier gegangen bist. Deine Forschungsergebnisse wurden bereits in noch Deutschgetrennten Zeiten in München veröffentlicht, bis heute dienen Sie als Grundlage in der Forschung. Du wirst noch oft zitiert werden. Ich werde mir immer mal den FREITAG kaufen und an dich denken, wenn ich lese.
Lieber Klaus, danke dass wir Dich kennenlernen durften und Du einen Teil unserer Leben in den verschiedensten Generationen mit begleitet hast, wir sagen hier und heute, bis bald, wir sehen uns wieder, ob es Wein gibt, steht in Frage, Du wirst es wissen,
Deine Freunde aus Potsdam und Golm, aufgeschrieben von Kathleen
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