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Venenerkrankung - Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie

Vortrag vom Thema "Venenerkrankungen"

Die Ilmtalklinik Pfaffenhofen setzte ihre kostenlose Fortbildungsreihe für Arzthelferinnen und Praxismitarbeiter fort.

Mit dem Thema „Venenerkrankungen“ setzte die Ilmtalklinik Pfaffenhofen ihre kostenlose Fortbildungsreihe für Arzthelferinnen und Praxismitarbeiter fort. Die stellvertretende Pflegedirektorin Marianne Sigl-Wilke konnte hierzu wieder über 50 interessierte Besucher begrüßen. Referent des Abends war der Leitende Oberarzt der Allgemein- und Visceralchirurgie, Dr. Gary Haller. Dr. Haller ist seit Oktober 2007 im Bauchzentrum der Ilmtalklinik beschäftigt und auf das Gebiet der Gefäßchirurgie spezialisiert.
„Jeder zweite Bundesbürger leidet an einer Venenerkrankung wovon etwa jeder dritte behandlungsbedürftige Krampfadern hat“, so Dr. Haller. „Männer und Frauen sind hiervon in gleichem Maße betroffen.“
Krampfadern entstehen durch defekte Venenklappen, die eigentlich verhindern sollten, dass sich Blut in den Beinen staut. Sind diese Venenklappen defekt, führt dies zur Schwellneigung des betroffenen Beins, meist mit Schmerzen und sichtbaren Krampfadern verbunden. Unbehandelt führt diese Stauung der Beine zu Vernarbungen der Haut und des Unterhautgewebes, vor allem an der Innenseite der Unterschenkel nahe den Innenknöcheln. Erste Zeichen können eine dunkelbraune Verfärbung der Haut sein. Im weiteren Verlauf treten schwer behandelbare Geschwüre auf („offene Beine“).
„Nicht immer sind Krampfadern sichtbar und Schmerzen treten unter Umständen erst sehr spät auf“, erklärt Dr. Haller. Nur so ist zu erklären, warum Patienten oft erst sehr spät den Arzt aufsuchen. „In jedem Fall müssen nicht heilende Wunden an den Beinen oder Füßen aber abgeklärt werden, ob sich nicht möglicherweise dahinter eine Durchblutungsstörung verbirgt.“
Besteht der Verdacht auf eine Venenerkrankung, sollte eine Diagnostik der oberflächlichen und tiefen Beinvenen erfolgen. In den meisten Fällen genügt hierzu eine Ultraschall-Untersuchung. Bei Unklarheiten empfiehlt sich eine Röntgenuntersuchung (Phlebografie).
Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Erkrankung. Um die Spätfolgen zu verhindern genügt meist das Tragen von Stützstrümpfen. Diese können verhindern, dass sich das Blut in den Beinen zurück staut. Allerdings sollten diese ganztägig getragen werden. Die Stützstrümpfe dürfen erst dann ausgezogen werden, wenn die Beine hoch gelegt werden können (meist abends und nachts). Sollte die Stützstrumpfbehandlung nicht möglich oder ausreichend sein, so empfiehlt sich die operative Entfernung der erkrankten Venen. Dies wird heutzutage meist ambulant und unter Berücksichtung kosmetischer Gesichtspunkte durchgeführt.
Trotz sachgerecht durchgeführter Operation können Krampfadern bei wenigen Patienten an anderer Stelle erneut auftreten. Wirksamen Schutz bieten hier wiederum die Kompressionsstützstrümpfe, die vor allem beim langen Stehen oder Sitzen getragen werden sollten. „Als venenunterstützend haben sich sportliche Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren und Wandern erwiesen. Kneipp’sche kalte Güsse haben ebenfalls einen sehr günstigen Effekt auf die Venen“, so Dr. Haller abschließend.
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