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Wolfgang Inderwies erneut an der Spitze des Ball-Club Uttenhofen e.V.

Führungswechsel: Wolfgang Inderwies (links) übernimmt nach 12 Jahren in der "zweiten Reihe" wieder das Amt des 1. Vorsitzenden beim Ball-Club Uttenhofen von Hans Hagl (2.v.l.). Weiter auf dem Bild der ausscheidende 3. Vorsitzende Richard Mayer, 2. Schriftführer Michael Thalmeier, neuer 1. Schriftführer Florian Schrödl, neuer Spielleiter Rainer Pfeiffenberger und Hauptkassier Stefan Friedl. Nicht mit auf dem Bild sind der 2. Vorsitzende Gerhard Seitz und Jugendleiter Andreas Schade.
 
Albert Roßmann (Mitte) wurde auf der Generalversammlung des BC Uttenhofen für 40jährige Vereinstreue mit dem Ehrenzeichen in Gold des Bayerischen Fußball-Verbandes sowie mit dem Ehrenzeichen Silber mit Gold des Bayerischen Landes-Sportverbandes bedacht. Jakob Schaubeck (2. v. r.) ist seit 30 Jahren BCU-Mitglied und erhielt das BLSV-Ehrenzeichen in Silber, Wolfgang Inderwies (rechts) engagiert sich seit 18 Jahren in Funktionärsämtern des BCU und wurde mit der BLSV-Verdienstnadel in Silber ausgezeichnet.
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Ein Dorfverein als Vorbild für Solidität im Sport

Pfaffenhofen (ind) Nach zwölf Jahren auf der zweiten Funktionärsebene hat Wolfgang Inderwies mit einhelligem Votum der Hauptversammlung wieder das Ruder beim Ball Club Uttenhofen e.V. übernommen. Zu Stellvertretern wurden für die nächsten zwei Jahre Gerhard Seitz und Stefan Friedl gewählt, der auch das bereits über viele Jahre verwaltete Amt des Hauptkassiers weiterführt. Der engeren Vorstandschaft gehören zudem Florian Schrödl als Schriftführer, Rainer Pfeiffenberger als Spielleiter (Stellvertreter: Josef Harrer) und wie in den letzten sechs Jahren Andreas Schade als Jugendleiter an. Der Ehrenvorsitzende und traditionelle Wahlleiter Franz Kaindl brauchte nicht einmal 25 Minuten, um die einstimme Entlastung der bisherigen Vorstandschaft abzurufen und um die 20 Mitglieder der engeren und erweiterten neuen Führungscrew in ihre Ämter zu installieren, ohne dass einer der Kandidaten nur eine einzige Gegenstimme erhielt.
Die gewissenhaft vorbereitete und in Rekordzeit vollzogene Wahl ist Ausdruck der gesamten soliden und verantwortungsvollen Arbeit, die in dem 302 Mitglieder zählenden Dorfverein geleistet wird. Die ausführlichen Rechenschaftsberichte, für die lediglich zwei Mitglieder des Stadtrats, 2. Bürgermeister Albert Gürtner und Sportgremiumsvorsitzender Martin Rohrmann, als Gäste Interesse zeigten, erwiesen sich als überzeugender Beleg hierfür. Der bisherige 1. Vorsitzende Hans Hagl, der aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidieren konnte, aber weiterhin bei der Jugendarbeit mithelfen will, konnte zusammen mit seinen Vorstandskollegen allenthalben auf eine erfreuliche Bilanz verweisen. Nach dem Abstieg der 1. Mannschaft aus der Kreisklasse habe man, so Spielleiter Markus Bayerl, in der A-Klasse unter der Trainingsleitung von Markus Leibl mit einem derzeit 6. Platz wieder zu konstanter Leistung gefunden, worauf auch der gegenwärtig 3. Platz der Reserve in der C-Klasse hindeutet. Die D-Jugend, so Andreas Schade, sei unter den Fittichen von Gerhard Seitz mit dem Aufstieg in die Kreisklasse, wo sie derzeit einen zweiten Platz einnimmt, augenblicklich das Vorzeigeteam des Vereins, dem es mit Ausnahme einer zahlenmäßig sehr starken C-Jugend ein wenig an Nachwuchs mangelt, den man in der Zusammenarbeit mit Tegernbach und künftig eventuell Hettenshausen ausgleicht. So wichtig wie der Spielbetrieb, sind bei den Jugendlichen aber auch gemeinschaftliche Veranstaltungen wie der Besuch eines Fußball-Golfplatzes, eines Vergnügungsbads, ein Zeltlager, Ausflug u. a. Die Damen-Gymnastikgruppe unter der Leitung von Hans Reger, dem nach ihrer Qigong-Ausbildung Rita Wittmann assistiert, ist als „Selbstläufer“ die „pflegeleichteste“ Abteilung des Vereins. Den 17 Damen haben sich zwischenzeitlich auch drei männliche Wesen angeschlossen, während die „älteren“ Herren, so AH-Betreuer Jakob Schaubeck (fortan: Dominik Essig) nicht durchwegs die notwendige Trainingsbegeisterung an den Tag legen. Die Inlineskater wiederum, die kleinste Abteilung, die seit ihrer Gründung Wolfgang Inderwies leitet, hat heuer zu ihrer 13. Hallertauer Tour über 60 km mit 161 Teilnehmern (darunter zwei blinde Sportler) eine Rekordzahl anlocken können. Es ist die einzige derartige Veranstaltung in Bayern, die mit ihren Einnahmen wesentlich zur guten Finanzlage des Vereins beiträgt und auch heuer am 15. August wieder durchgeführt wird. Dass Stefan Friedl seit Jahren über eine positive Haushaltsbilanz mit soliden Rücklagen berichten kann, liegt an einer außerordentlich gewissenhaften Wirtschaftsführung. Da wird nicht, wie häufig in der Hauptversammlung von Vereinen, über Defizite diskutiert, sondern darüber, wie man beim Kauf von Farbe für die Platzmarkierung 100 € einsparen könnte. An die Behörden, die Sponsoren und die beiden „sehr aufmerksamen“ Platzkassiere Rudi Heinzinger und Willi Ziegler erging der Dank des Hauptkassiers.
Von anderen Vereinen, die sehr oft wichtige Vorstandsämter nicht besetzen können, hebt sich der BCU von jeher wohltuend ab, wie Wolfgang Inderwies in seiner kurzen programmatischen Antrittsrede betonte. Und er hob hierbei die Wichtigkeit des Ehrenamts für eine alternde Gesellschaft hervor. „Vieles, was früher ehrenamtlich geleistet wurde in Vereinen, Verbänden und auch in unseren Familien, muss heute oft teuer bezahlt werden. Es ist kein Geheimnis, dass im Haushalt der Stadt Pfaffenhofen ein Haufen Geld für Soziales, für Jugendarbeit und auch für Kultur verbraten wird – übrigens weit mehr als für den Sport.“ Und er forderte die Sportvereine auf, als Einheit aufzutreten und entschiedener auf ihre Leistung aufmerksam zu machen, zumal sie heute nicht nur sportliche, sondern wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgaben erfüllen. Dabei konnte er sich auch eine satirische Schelte auf „Die Stachelbären“ als „weltbewegendes Lokalkabarett“ nicht verkneifen, die Martin Rohrmann und ihn als offensichtlich bei der CSU für höhere Ämter untaugliche Kandidaten abgestempelt und ihnen „in ihrem Weitblick“ als eine alternde Truppe, die nie ehrenamtlich tätig war, den so überaus geistvollen Rat gab, sich um den Stuhl Petri zu bewerben. Das könne er mit „76“ immer noch, war die Antwort. Die Versammlung reagierte mit spontanem Beifall auf diese Einlassung und nahm in der abschließenden Diskussion von Seiten des 2. Bürgermeisters Albert Gürtner mit Genugtuung zur Kenntnis: „Die Gründung des neuen städtischen Kommunalunternehmens wird sich auf die Sportvereine finanziell nicht negativ auswirken“. Franz Kaindl hatte ihn mit dem Hinweis auf ein mögliches Vorhaben, dass in diesem Zusammenhang den Vereinen die Leistungen der Stadt aufgerechnet und ihnen noch weitere Eigenleistungen aufgebürdet werden, zu dieser offiziellen Stellungnahme aufgefordert.
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Florian Weiß aus Pfaffenhofen | 06.04.2013 | 16:45  
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