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Psychosomatik - wenn der Körper zu uns spricht...

...nehmen wir es nicht ernst, ignorieren es oder wissen schlichtweg nicht, wie damit umzugehen.

"psychosomatisch" - ein mittlerweile gebräuchliches Wort, doch was ist Psychosomatik eigentlich und was kann ich auch ohne Therapeuten tun?

Einfach auf den Punkt gebracht: Psychosomatik ist ein Leib-Seele-Problem.
Die Psyche (= die Seele, der Lebenshauch) und Soma ( = der Leib, der Körper) sind miteinander verbunden, und zu Lebzeiten nicht voneinander trennbar. Das Eine steht mit dem Anderen in Wechselwirkung, um nicht zu sagen: Es handelt sich um Ursache und (Aus-) Wirkung.

Es gibt sehr treffende psychosomatische Redewendungen, wie z.B.: Es geht einem "etwas an die Nieren", es liegt mir „etwas schwer im Magen" oder die „Laus, die einem über die Leber läuft". Wie oft bekommen wir „einen dicken Hals" oder uns bleibt buchstäblich „etwas im Hals stecken" oder "es ist etwas schwer zu verdauen". Die Liste ließe sich ohne weiteres noch ein Stück verlängern.

Wer achtet denn schon darauf, was er bei welchen Gelegenheiten sagt? Dabei ist das eine recht einfach Sache "einmal hinzuhören" und dem, was sich zeigt, nachzugehen.

Ob es der Kopfschmerz ausgerechnet immer am Wochenende ist (bin ich über meine Kräfte gegangen? Oder eher: Ist es der einzige Weg mich zurückziehen „zu dürfen?“)

Ob der Magen-Darm-Trakt jeden Sonntagnachmittag rebelliert (ausser im Urlaub ?>> graut es uns vor der Arbeitsstätte, den Kollegen oder dem Chef..? Worauf kann ich „verzichten“ = Umgangssprachlich „darauf sch....“?)

Oder ob bereits eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung unser Begleiter ist (z.B. wovon hab ich die Nase voll? Oder auch: Vor welcher Ausübung schützt es mich?)

– wie lange schon hat man eine „krankmachende“ Situation ausgehalten, ohne nach einer gesunden Lösung zu suchen? Wie schlimm muss „etwas zwicken“ oder „wehtun“ bis es uns quasi zwingt, zu handeln...? Wir halten viel aus.

Dazu fällt mir ein Spruch ein, den ich einmal las:
"Mir geht es nicht gut," sagte die Seele, "aber der Mensch hört nicht auf mich!"
"Dann lass mich krank werden", sagte der Körper "dann muss er auf Dich hören"

Nur weil andere „grob mit uns umgehen“ müssen wir das bei uns selbst nicht auch noch tun: Besser auf unsere Bedürfnisse zu achten, anstatt uns diesbezüglich nicht wichtig zu nehmen, könnte uns einiges Leid ersparen.

In diesem Sinne wünsche ich viel eigene Achtsamkeit, denn:
„sich dieses zu Gemüte führen“ kann „einem unter die Haut gehen“..

Angelika Müller
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