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Wir wollen eine gemeinsame Regionalmarke – aber eine, die alle Bürger der Region mit dem Herzen mittragen können!

Nachdem Landrat Westner die Forderung der Kreis- SPD für Nachbesserung und den Stopp der Dachmarke „ingolstadtlandplus“ bereits einen Tag später zurückgewiesen hat, (siehe PK bericht) bittet der Kreis- Vorstand der SPD Pfaffenhofen nun alle Fraktionen im Kreistag sich dem Thema auseinanderzusetzen und sich dazu zu äußern.

Wir fassen unsere Kritik als Diskussionsgrundlage nochmals in zwei
wesentliche Aspekte zusammen:

a) die Herangehensweise zur Einführung der Marke
und
b) die Aussage, bzw. Botschaft „ingolstadt- land- plus“

zu a):
Zur Einbindung der Region und zur Vertiefung der Ergebnisse wurden in jedem Landkreis sogenannte Zukunftskonferenzen durchgeführt, zu welchen Multiplikatoren aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens eingeladen waren. Dabei wurde jedoch noch nicht über die konkrete Botschaft einer Dachmarke diskutiert, sondern lediglich Eigenschaften der Region und dementsprechende Aussagen dazu herausgearbeitet.
Wir meinen, offene Workshops sind sicherlich eine gute Basis für
Entwicklungen und zur Steigerung der Akzeptanz, aber dennoch kein
rechtskräftiges Gremium. Gewählten Bürgervertretern in den
zuständigen Gremien wurde die letztendliche Entwicklung nie zur Diskussion oder Abstimmung vorgelegt

Wir vertreten hier die Auffassung, ein derart weitreichendes Thema kann
nicht ohne die Zustimmung des Kreistages eingeführt werden. Noch dazu, da ca. 200000 Euro Steuergelder für den Auftrag verwendet wurden!

zu b)
Vorweg,
wir wollen keine Diskussion über das Aussehen oder das Erscheinungsbild des Logos, sondern wir diskutieren über die Aussage, bzw. über die Botschaft der Dachmarke.

Wir meinen,
die Aussage, bzw. Botschaft „ingolstadt- land- plus“ wirkt nicht nur
abwertend für die Landkreise, sondern wird der Vielfalt den Ursprüngen, sowie essenziellen, wesensprägenden und charakteristischen Merkmale unserer Region nicht gerecht.

Egal ist dabei auch, in welchem Raster die Marke später eingesetzt wird.
Ob regional oder international – eine Markenidentität entsteht aus einer
wechselseitigen Beziehung zwischen internem Selbstbild und externem
Fremdbild der Bezugsgruppen einer Marke.

Das heißt, eine Marke muss auch vom Absender, und in diesem Fall auch
Auftraggeber, mit dem Herzen mitgetragen werden. Nur so werden alle
Einwohner der Region auch zu Botschaftern. Die Bevölkerung muss sich
schließlich damit identifizieren können. Eine Marke muss die Realität
einfangen und wiedergeben und darf kein künstliches Produkt vorgaukeln. Das gilt insbesondere wenn es um Land und Leute geht!

Wir sind der Ansicht,
Regionalmanagement als Instrument der Landesentwicklung leistet durch den Aufbau regionaler Netzwerke in den Landkreisen und kreisfreien Städten einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stärkung der Region.
Auch der Einsatz einer gemeinsame Dachmarke ist nach heutiger Auffassung ebenfalls eine sinnvolle Maßnahme.

Doch egal ob aus der Hallertau, aus dem Spargelland, aus dem Donaumoos , aus dem Altmühltal, aus dem Jura oder aus der jungen Großstadt Ingolstadt,

wer unsere Region wirklich kennt, liebt, und darin lebt,
wer den Charme und Charakter unserer Landschaften, Städte und Dörfer
erlebt hat, der wird und kann kein ehrlicher Botschafter einer Dachmarke
„ingolstadtlandplus“ sein!

Damit kann diese Botschaft dem wichtigsten Anspruch einer Markenidentität, nämlich Glaubwürdigkeit und Authentizität, nicht gerecht werden und wird deshalb schlichtweg nicht funktionieren. Schlimmer noch:
„ingolstadtlandplus“ ignoriert den Heimatbegriff für über ¾
der Bewohner unserer Region und wird deshalb mehr spalten als vereinen!

Zusammenfassung:
Wir stehen ohne „wenn und aber“ zur Kooperation der Landkreise in der
Region und zur Notwendigkeit von Regionalmanagement.

Wir wollen auch eine gemeinsame Regionalmarke – aber eine, die alle
Bürger der Region mit dem Herzen mitragen können.

Wir meinen, die Arbeit an unserer gemeinsamen Dach- bzw.
Regionalmarke hat erst begonnen! Der aktuelle IRMA- Vorschlag kann und darf nicht weiterverwendet werden. Wir bitten die Fraktionen im Kreistag
parteiübergreifend sich diesem Thema anzunehmen auch um für Klarheit zu sorgen, ob das Vorgehen von IRMA so überhaupt möglich ist!

Wir fordern entsprechende Nachbesserungen und bis dahin den sofortigen Stopp der Markenkommunikation, sowie eine demokratische Abstimmung der jeweils zuständigen Bürgerverteter in einem adäquaten Zeitraum.

Der Kreisvorstand der SPD Pfaffenhofen,

i.A. Markus Käser, 1. Vorsitzender
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