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MdL Claudia Jung (Freie Wähler) reagiert mit Unverständnis auf Äußerungen des CSU-Landtagskandidaten Karl Straub

„Unkenntnis und gespielte Verwunderung“

Mit völligem Unverständnis reagiert die Landtagsabgeordnete und FW-Direktkandidatin Claudia Jung auf Unterstellungen des CSU-Konkurrenten Karl Straub. Er habe sich angesichts ihrer Äußerungen über eine mögliche Koalition „in gespielter Verwunderung gesuhlt“ und „Dinge bewusst verdreht oder missverstanden“, kritisiert sie. Bislang sei der Landtagswahlkampf im Kreis Pfaffenhofen fair und an Sachthemen orientiert abgelaufen. Doch nun treibe die Angst Straubs, seine Partei zu enttäuschen, ihn offensichtlich zu kleinkariertem Verhalten.

Straub hatte voller Erstaunen erklärt: „Claudia Jung äußerte entgegen ihrer klaren Aussage von vor ein paar Wochen, dass ihr Herz sehr wohl für eine bunte Koalition schlage.“ Und genau das bringt die FW-Abgeordnete auf die Palme. „Das ist eine Frechheit, denn das habe ich nie gesagt.“ Den ihr von Straub indirekt unterstellten Kurswechsel weist sie entschieden zurück. Von jemandem, der in den bayerischen Landtag einziehen wolle, erwarte sie, dass er in der Lage sei, genau zu lesen und hinzuhören.

„Ich habe gesagt: Auch wenn ich zugeben muss, dass ich persönlich bei einigen Themen näher an Grün bin als an Schwarz, weiß ich, dass die Freien Wähler zu über 75 Prozent konservativ sind und keine bunte Koalition wollen“, so Jung. „Und ich betone immer und überall, dass auch in meinen Augen eine bunte Koalition zum jetzigen Zeitpunkt in Bayern weder gewollt noch gebraucht wird.“ Besonders irritiert ist Jung, weil Straub selbst nie mit ihr über dieses Thema gesprochen habe, sondern stattdessen jetzt in Unkenntnis ihrer Ansichten und aus der Ferne den Verwunderten spiele. „Ein seltsamer Stil.“

Sie habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie zum Beispiel bei manchen Themen in den Bereichen Tierschutz, Umweltpolitik und Energiewende näher bei den Grünen als an der CSU sei, erklärt Jung. Doch das sei keinesfalls als Alleingang in Richtung buntes Bündnis zu verstehen. Sie sei als Abgeordnete, Delegierte und FW-Kreisvorsitzende ihren Mitgliedern und Wählern verpflichtet und stimme deshalb in deren Sinne ab. „Offensichtlich sieht man das bei den Schwarzen anders, wo ja schon der Parteichef schnell und gerne mal seine Meinung um 180 Grad ändert und nicht umsonst als Drehhofer verspottet wird“, sagt Jung.
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