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Maßnahmen gegen Altersarmut

Claudia Jung, MdL
Die am 05. November vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Empfängern von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung spiegeln die Realität über die wachsende Altersarmut in Deutschland wieder.

Ende 2008 erhielten demnach rund 768.000 Menschen und damit 1,1 Prozent der volljährigen Bevölkerung in Deutschland Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Die Mehrzahl der Empfänger waren Frauen (429 000 beziehungsweise 56%). Gegenüber 2007 erhöhte sich damit die Zahl der Hilfebezieher(Männer und Frauen) um rund 35 000 Personen oder 4,8 Prozent.

Fast jeder dritte Rentner müsse sich demnach, künftig mit Altersbezügen auf Grundsicherungsniveau zufrieden geben. Angesichts dieser zu erwartenden dramatischen Zunahme von Altersarmut forderte der sozialpolitische Sprecher der FW-Fraktion, Dr. Peter Bauer (Ansbach) bereits am 21. April 2009 in der Pressemitteilung der FW-Landtagsfraktion, Reformen am Arbeitsmarkt und bei der Rentenversicherung. „Mittlerweile arbeiten zwei Millionen Menschen in Deutschland für fünf Euro Stundenlohn und weniger. Das bedeutet Armut trotz Arbeit und führt im Alter zu Renten am Existenzminimum.“

Auch die Rentenerhöhung von 2,75 Prozent zu Beginn des Jahres kann an dieser Tatsache nichts ändern, stellte der seniorenpolitische Sprecher Dr. Hans-Jürgen Fahn (Erlenbach) fest. Die steigende Inflation, die am höchsten bei den Energiepreisen zuschlägt, übersteigt die minimalen Erhöhungen bei weitem. Sie berücksichtigt nicht, dass es von 2004 bis 2006 überhaupt keine Rentenerhöhung gab, 2007 eine von nur 0,54 Prozent und 2008 von 1,1 Prozent. Es verwundere daher nicht, dass das Armutsrisiko bei Rentnern mit 18 Prozent überdurchschnittlich hoch sei.(PM FW-Landtagsfraktion 11. Februar 2009)

Laut heute in Würzburg vorgelegter Prognosen der Deutschen Rentenversicherung Bund müssen Rentner 2010 und 2011 mit einer Nullrunde rechnen. Mögliche Rentenanpassungen ab 2012 würden mindestens 5 Jahre bis 2016 halbiert werden, um entgangene Rentenkürzungen nachzuholen. Das sind miserable Aussichten für Rentnerinnen und Rentner.

Der Kreisverband Freie Wähler Pfaffenhofen mit Claudia Jung, MdL sind sich sicher, dass diese alarmierenden Zahlen als Warnsignal für künftige Altersarmut zu werten sind. Seit langem fordert Claudia Jung, MdL, familienpolitische Sprecherin der FW-Landtagsfraktion, die Regelsätze in der Grundsicherung für ältere Menschen und dauerhaft Erwerbsgeminderte, unter Beachtung der Preisentwicklung, bedarfsgerecht anzupassen.

Es gilt die gesetzliche Rente und die Erwerbminderungsrente armutsfest zu machen. Dazu müssen die Rentenabschläge für Erwerbsminderungsrentner, die aus Krankheitsgründen nicht bis zum 65. Lebensjahr arbeiten können, aufgehoben werden. Es muss sichergestellt werden, dass die gesetzliche Rente nach langjähriger vollzeitnaher Erwerbstätigkeit deutlich über dem Grundsicherungsniveau liegt.

Heute muss ein Durchschnittsverdiener bereits 28 Jahre einen entsprechenden Beitrag zahlen, um eine Rente entsprechend der Grundsicherung zu erhalten. Auch die jüngere Generation kann kein Interesse an einer ständigen Absenkung des Rentenniveaus haben. Was man den heutigen Rentnern wegnimmt, wird auch den künftigen Rentnern fehlen.

Informieren Sie sich über diese weiterführenden Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Grundsicherung_im_Alt...

und

http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/d...
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 11.11.2009 | 22:14  
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