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Jahresrückblick 2007 und Neujahrswünsche von Landrat Rudi Engelhard

Landrat Rudi Engelhard

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
das Jahr 2007 gehört der Vergangenheit an. Im Fernsehen bekamen wir in den letzten Tagen auf nahezu allen Kanälen die „Highlights“ nochmals vor Augen geführt. Manches haben wir bereits vergessen oder verdrängt, bei manchem kommt es einem so vor, als wäre es erst gestern gewesen. Viele Menschen nutzen die Zeit um den Jahreswechsel, um auch über ihr persönliches Jahr nachzudenken und Resümee zu ziehen. Was habe ich erreicht? Wie geht es weiter?

Für den Landkreis Pfaffenhofen und seine Bürgerinnen und Bürger haben wir im Jahr 2007 mit vereinten Kräften wieder vieles erreichen können.

Im Vergleich zu anderen Landkreisen in Deutschland geht es uns sehr gut. Dies bescheinigen uns auch zahlreiche Rankings, bei denen der Landkreis Pfaffenhofen in wichtigen Bereichen Spitzenplätze einnimmt. Als besondere Stärken werden uns dynamisches Wirtschaftswachstum, stabile Kommunalfinanzen und ein intaktes soziales Unfeld bescheinigt. Wir können nach wie vor zu Recht behaupten, dass der Landkreis Pfaffenhofen zu den wachstumsstärksten Regionen Deutschlands gehört und für die Zukunft bestens gerüstet ist. Die Bevölkerung kann stolz auf dieses Ergebnis sein.

Die finanzielle Situation des Landkreises ist trotz vieler Investitionen nach wie vor in Ordnung. Die Verschuldung wird zum Jahresende bei rd. 3,75 Mio. €, der Rücklagenstand voraussichtlich bei ca. 5,0 Mio. € liegen. Der Kreisumlagenhebesatz (44,5 %) ist der drittniedrigste in ganz Oberbayern, so dass unsere Gemeinden ausreichend Spielraum für dringend notwendige Investitionen haben.

In seiner Sitzung vom 25. Juni hat der Kreistag auch der neuen Abfallgebührensatzung zugestimmt. Ab 1. Januar 2008 wird die Müllgebühr 180 Euro jährlich betragen. Das bedeutet nochmals eine Gebührensenkung um 22 % in 18 Monaten. Dabei handelt es sich um eine „All-Inclusive-Gebühr“, d.h. alle Leistungen des Abfallwirtschaftsbetriebs, wie die Inanspruchnahme der Wertstoffhöfe und die Windelsäcke, sind bereits enthalten.

Auch die Ilmtalklinik kann auf ein erfolgreiches Jahr zurück blicken. Die Fusion mit dem Kreiskrankenhaus Mainburg haben wir zum 1. Juli des Jahres unter „Dach und Fach“ gebracht. Die beiden Krankenhäuser gehen nunmehr gemeinsame Wege. Wir haben damit zukunftsfähige Strukturen geschaffen und wollen eine Alternative zu den anonymen Großkliniken sein - menschlich, aber mit hoher medizinischer Leistung. Zudem konnte die Ilmtalklinik im zu Ende gehenden Jahr ein hochmodernes Herzultraschallgerät in Betrieb nehmen. Mit diesem erst in wenigen Kliniken verfügbaren Gerät können die Strukturen des Herzens erstmals in einer „einfachen“ Ultraschalluntersuchung dreidimensional dargestellt werden. Dies war früher nur in langwierigen Untersuchungen möglich und erforderte zudem eine aufwändige Nachbearbeitungszeit der Aufnahmen. Die Entscheidung für eine allgemeine psychiatrische Privatklinik am Standort Ilmtalklinik gibt Aussicht auf eine ortsnahe Behandlung der Patienten.

Den ersten Spatenstich für die neue Turnhalle bei der Realschule „Am Keltenwall“ in Manching konnten wir im Oktober setzen. Bei der Maßnahme wird zunächst die alte Turnhalle bis auf das Skelett "zurück gebaut", anschließend wird eine neue dreifache Turnhalle errichtet. Der neue Bau ist notwendig geworden, da die alte Sporthalle erhebliche statische Mängel aufweist. Die Gesamtkosten werden auf rund 4 Millionen € geschätzt. Die neue Dreifachturnhalle soll zu Beginn des Schuljahres 2008/2009 sowohl für den Schul- als auch für den Breitensport zur Verfügung stehen.Durch die Fertigstellung des 2. Abschnitts des Radwegs von Thierham nach Hohenwart hat auch unser Radwegenetz eine deutliche Verbesserung erfahren. Zudem haben wir die neue Brücke über den Bahnlinie bei Vohburg-Irsching fertig gestellt. Mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt Geisenhausen sowie dem Neubau der Kreisstraße PAF 7 von Gerolsbach nach Aresing haben wir begonnen.

Zusammen mit dem Bund Naturschutz Pfaffenhofen hat der Landkreis Pfaffenhofen kürzlich auch eine Energiesprechstunde eingerichtet. Sie ist erste Anlaufstelle für Bürger, die ihr Haus für die kommenden Jahrzehnte energietechnisch auf den neuesten Stand bringen wollen. Die Energiesprechstunde vermittelt den Kontakt zu unabhängigen Energieberatern, die außer für ihre Beratung kein weiteres wirtschaftliches Interesse an den von ihnen empfohlenen Maßnahmen haben dürfen. Im Zentrum steht der möglichst große Einspareffekt des beratenen Bürgers im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten. Die Beratungen sind kostenlos.

Der Landkreis ist auch im vergangenen Jahr wieder um ca. 400 Einwohner gewachsen, derzeit leben hier rund 116.400 Menschen. Wir haben unsere Anstrengungen fortgesetzt, zusätzliche wohnortnahe Arbeitsplätze zu schaffen. Gefreut hat mich in diesem Zusammenhang auch der Bericht der Arbeitsagentur vom Oktober 2007. Demnach liegt die Arbeitslosigkeit im Bereich Pfaffenhofen derzeit bei 2,0 % (Oktober 2006: 3,4%). Das ist deutschlandweit gesehen ein Spitzenwert!

Im Frühjahr dieses Jahres habe ich alle Schulen im Landkreis Pfaffenhofen dazu aufgerufen, sich am Zukunftswettbewerb „Landkreis Pfaffenhofen/Perspektive 2020“ zu beteiligen, denn wie die Zukunft unseres Landkreises wird, hängt sehr stark von einer positiven Erwartung junger Menschen an die künftige Entwicklung ihrer Heimat ab. Insgesamt sind 28 sehr interessante Beiträge in Form von Zeichnungen, Bücher, Collagen, Videos, Powerpointpräsentationen, DVDs usw. eingegangen. Ich war sehr beeindruckt von der Leistung der Schülerinnen und Schüler. Die Ideen und Vorstellungen der Kinder waren toll. Mitte September wählte eine siebenköpfige Jury die Sieger aus. Dank einer großzügigen Spende der Sparkasse Pfaffenhofen konnten die besten Arbeiten mit schönen Geldpreisen ausgezeichnet werden.

Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern unseres Landkreises für das Jahr 2008 Glück, Erfolg, Zufriedenheit und vor allem beste Gesundheit!

Ihr
Rudi Engelhard
Landrat
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