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Ingolstadt- Land- Plus oder "ich sehe was, was du nicht siehst"!

Hart in der Kritik - die neue IRMA Dachmarke für die Region 10
Markenkommunikation geht auf Kosten der Identität
aller umliegenden Landkreise und spaltet anstatt zu verbinden.

Neue Dachmarke für die Region 10 ist eine glatte Themaverfehlung
und als Regionalmarke völlig ungeeignet.

Vorstand der Kreis- SPD fordert sofortigen Stopp der Markenkommunikation!

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Vorgestern wurde unter Beifall, leider auch unseres amtierenden Landkreischefs, die neue Dachmarke "Ingolstadt- Land- Plus" der Öffentlichkeit präsentiert.

Der Vorstand der Kreis- SPD, distanziert sich mit aller Deutlichkeit von
dieser Dachmarke mit folgender Begründung:

> eine Regionalmarke soll verbinden und die regionalen Aspekte hervorheben und nicht spalten oder alles gar auf einen Ort konzentrieren.

> Ingolstadt als „Herz der Region“ derart zu fixieren ist realitätsfremd und wird sich so, zumindest gefühlt, nicht durchsetzen lassen.

> weder der Landkreis noch die Kreisstadt Pfaffenhofen finden in der Markendarstellung einen angemessenen Widerhall, ja werden sogar als „Land Plus“, also als zusätzliches Anhängsel Ingolstadts abgekanzelt

> alleine im Landkreis Pfaffenhofen ist es ohnehin schon schwer genug
Verbindungen und Gemeinschaftsgefühl zwischen dem Norden und dem Süden herzustellen. Die Marke leistet weder hierfür noch für die Darstellung regionaler Zusammenhänge einen sinnvollen Beitrag!

Wir meinen,
der Landkreis Pfaffenhofen und die Stadt Pfaffenhofen kann diese Positionierung nicht unterstützen, bzw. gut heißen und fordern den sofortigen Stopp der Markenkommunikation.

Zumal diese ca. 200000 Euro teure Markenentwicklung auch mit Steuergelder aus dem Landkreis (Mitgliedsbeitrag 0,42 Euro pro 116000 Einwohner, damit ebenso viele wie Ingolstadt) und aus Gelder der Staatsregierung
mitfinanziert wurde!

Als Mitauftraggeber muss der Landkreis also mindestens entsprechende Nachbesserungen fordern oder statt dessen sinnvolle Maßnahmen zur Stärkung der regionalen "Cluster", wie beispielsweise übergreifende Vermarktungsgemeinschaften, eine kreisweite Wirtschaftsförder- GmbH oder die Entwicklung konkrete touristischer Angebote für Tagesausflügler anpacken. Die Anschubfinanzierung der Staatsregierung in Höhe von 500000 Euro für das Regionalmanagement IRMA wäre für derartige Projekte auch sicherlich besser aufgehoben.

Wir betonen an dieser Stelle die Wichtig- und Notwendigkeit interkommunaler Kooperation! Dabei ist allerdings auf regionale Unterschiede und Schwerpunkte zu achten!

Kaum ein anderer Landkreis vereint so viele unterschiedliche wirtschaftliche Kompetenzfelder wie Luftfahrt, Automobiltechnologie, Chemie- , Öl- und Pharmaindustrie - aber eben auch Landwirtschaft, Lebensmittelherstellung oder Grüne Technologie.

Das Ergebnis „Ingolstadt- Land- plus“, welches uns nun so einfach auferlegt werden soll, scheint uns das logische Ergebnis eines alternativlosen Anlehnens an Ingolstadt.

Auch macht es den Eindruck, die teuer bezahlten Workshops (Zukunftskonferenzen in jedem Landkreis) sollten im Vorfeld nur dem Zweck dienen, die Zustimmung der regionalen Multiplikatoren für eine schon längst fertige Ausrichtung zu bekommen.

Davon ausgehend, dass unserer Landkreisführung die Zwischenergebnisse bereits vor dem öffentlichen Launch präsentiert wurden, können wir nicht nachvollziehen, dass diese Ausführung überhaupt die Unterstützung
durch amtierenden Landrat Westner erfahren hat! Der Landkreis läuft hier Gefahr seine Identität zu verspielen!

Der Vorstand der Kreis- SPD hat bereits frühzeitig, beispielsweise im Rahmen der Aschermittwochsrede im März in Rohrbach, auf diesen Widerspruch und die entsprechenden Schwierigkeiten hingewiesen und behält sich deshalb den Einsatz einer Petition gegen die Dachmarke vor.

Der Vorstand der Kreis- SPD,
i.A. Markus Käser, 1. Vorsitzender
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Matthäus Felder aus Lichtenstein | 21.06.2010 | 13:55  
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