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Fleischskandal: Politik muss endlich verstehen, dass wir in Deutschland auf keiner Insel der Glückseligen leben

Claudia Jung, MdL - familienpolitische Sprecherin der bayerischen FREIE WÄHLER Landtagsfraktion
Liebe Leser,


der Verdacht, dass falsch deklariertes Pferdefleisch auch nach Deutschland gelangt ist, hat sich bestätigt. Verbraucherminister Johannes Remmel (Grüne) aus Nordrhein-Westfalen erklärte, dass sich aus der Auswertung der Lieferlisten ergebe, dass zwischen November 2012 und Januar 2013 über einen Zwischenhändler verdächtige Produkte in größerem Umfang auch nach Deutschland gekommen seien.

Nach Ansicht von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) müsse diesem Vorfall mit aller Härte nachgegangen werden. "Nach jetzigen Erkenntnissen gibt es keine Hinweise darauf, dass es sich um eine gesundheitliche Gefährdung handelt", sagte Aigner heute Morgen im ARD-"Morgenmagazin".

Über den Vorschlag der EU Kommission, DNA-Tests für verarbeitetes Rindfleisch in Europa durchzuführen, sollen Experten aus allen 27 EU-Staaten am Freitag entscheiden.

Alles gut und schön! Aber das wirklich Beunruhigende, das dieser Skandal offenbart, sind die Bedingungen, unter denen in Europa Fleisch produziert und vertrieben wird. Wir Verbraucher müssen entscheiden können, was wir kaufen und essen, und das setzt eine korrekte Kennzeichnung voraus. Es darf nicht Rind auf der Verpackung stehen und Pferd drin sein.

Die Politik muss endlich verstehen, dass wir in Deutschland auf keiner Insel der Glückseligen leben und im Interesse der deutschen Verbraucher muss der Weg vom landwirtschaflichen Produzenten, über den Schlachthof bis hin zur Supermarkttheke lückenlos dokumentiert werden, auch bei Fertiggerichten. Die Etikettierung muss alle Zutaten enthalten und samt Herkunft klar, deutlich und leserlich gestaltet sein. So können wir als mündige Kunden sagen: Nein, so billig der Preis auch sein mag, er ist uns zu hoch. Diesen Irrsinn machen wir nicht mit!

Ihre

Claudia Jung
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 15.02.2013 | 15:55  
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