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Die Menschlichkeit nicht vergessen

Karl Straub, Stellv. CSU-Kreisvorsitzender
In den letzten Tagen gingen viele Berichterstattungen, Angriffe, Unterstellungen und Feststellungen bezüglich unserer Ilmtalklinik über den Ticker. Sicherlich war davon vieles berechtigt und wahr, und es ist, so denke ich, allen Politikern der im Kreistag vertretenen Parteien sehr klar, dass man die Ilmtalklinik neu aufstellen muss.
Lobenswert ist, dass es das oberste gemeinsame Ziel ist, unsere Gesundheitsversorgung in regionaler bzw. kommunaler Hand zu halten.
Ein Aspekt, der in der Hitze des Gefechts meines Erachtens etwas zu kurz gekommen ist, ist der menschliche Umgang zwischen den handelnden Parteien und insbesondere der menschliche Umgang mit den an der Ilmtalklinik beschäftigten Menschen. Es ist sicher für die vielen Mitarbeiter der Ilmtalklinik, die jeden Tag mit Herzblut an die Arbeit gehen, eine besorgniserregende Situation, dass unser Krankenhaus täglich Zankapfel des Wahlkampfes und der Politik ist.
Da ich selbst nicht in den betroffenen Gremien tätig bin, kann ich hier nur als Außenstehender dringend den Rat geben, dass sich alle an einen Tisch setzen und im Sinne der Mitarbeiter eine schnelle und gute Neuausrichtung anstreben. Ich bitte alle handelnden Parteien, vor jeder Veröffentlichung abzuwägen, ob wir unsere obersten Ziele, die bestmögliche Gesundheitsversorgung unserer Bürger und den Erhalt aller Arbeitsplätze dadurch nicht gefährden. Selbstverständlich besteht gegenüber den Bürgern Aufklärungsbedarf, aber die Mitarbeiter und damit auch die Patienten werden es uns danken, wenn wir die Ilmtalklinik aus der politischen Schusslinie nehmen.

In einem Gespräch mit einer OP-Schwester wurde mir sehr eindringlich bewusst, was jetzt gelten sollte: Unaufgeregte Aufklärung, keine Vorurteile, keine Schlammschlacht und vor allem kein Missbrauch als Wahlkampfthema!
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