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Claudia Jung: Verstrahlendes Beispiel

Claudia Jung, MdL - familienpolitische Sprecherin der Bayerischen FREIE WÄHLER Landtagsfraktion
Liebe Leser,

auch mehr als zwei Jahre nach dem Reaktorunglück von Fukushima reißen die Katastrophen-Nachrichten aus Japan nicht ab. 300 Tonnen hoch radioaktives Wasser sind aus undichten, notdürftig errichteten Tanks zur Lagerung der gigantischen Kühlwassermengen ins Erdreich gesickert. Weil falsche Messgeräte verwendet wurden, konnte erst Tage später festgestellt werden: Die Strahlung ist so stark, dass ein sich in der Nähe aufhaltender Mensch bereits nach vier Stunden die tödliche Dosis aufgenommen hätte.

Entgegen allen Kritikern wird die Forderung der Freie-Wähler-Fraktion, sofort und ohne Wenn und Aber aus der Atomenergie auszusteigen, immer vernünftiger, je länger Japan mit seinen havarierten heißen Reaktoren kämpft. Aber ist das alles ein japanisches Problem? Nein, ist es nicht. Wenn man in Japan derart versagen kann, dann ist das auch woanders möglich. Sogar in Deutschland. Das müssen wir uns eingestehen.

Schwarz-Gelb in Land und Bund ist dafür verantwortlich, dass die Biokraftstoffbesteuerung viel zu hoch ist und dass dieser Energieform dadurch die Wettbewerbsfähigkeit entzogen wurde. Der Ausbau der Windenergie-Standorte wird von Schwarz-Gelb gezielt torpediert, außerdem werden noch immer nicht alle Möglichkeiten der Pumpspeicher-Technologie ausgeschöpft. Nicht an mangelnder Machbarkeit, sondern am politischen Willen droht die lokale Energiewende zu scheitern.

Ich betone noch einmal: Um die Verbraucher dauerhaft und nachhaltig zu entlasten, statt sie nahezu täglich weiter zu verunsichern, muss das erklärte Ziel bleiben, nicht nur aus der Atomkraft auszusteigen, sondern auf lokaler Ebene auch eine vollständige autarke Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen zu erreichen – verbunden mit einer stärkeren Förderung der Energiespeichertechnik.

Für die Freien Wähler lauten jedenfalls die Schlüsselbegriffe einer künftigen Energieversorgung klar und deutlich: regenerativ, dezentral und mit Bürgerbeteiligung.
Mein Ziel ist ganz klar eine Rekommunalisierung der Energieversorgung. Kommunen und Bürger müssen am Gewinn aus der Energie-Erzeugung beteiligt werden. Die Beteiligung der Menschen vor Ort in Bürgerenergie-Anlagen ist entscheidend für den Erfolg der Energiewende.

Ihre

Claudia Jung
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 04.09.2013 | 18:12  
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