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Claudia Jung: Patient Notarzt-Versorgung

Liebe Leser,

zur Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen in Bayern ist die flächendeckende notärztliche Versorgung der Bevölkerung unabdingbar. Der Notfalldienst wird jedoch durch zu viel Bürokratie, Personalmangel und nicht zuletzt durch schlechte finanzielle Ausstattung behindert. Deshalb setzt sich die Landtagsfraktion der Freien Wähler seit Langem nachdrücklich für eine Verbesserung ein.

Mein Fraktionskollege Dr. Otto Bertermann brachte es auf den Punkt: „Viele Mediziner lehnen den Notarztdienst inzwischen wegen mangelnder Anerkennung und überbordender Dokumentationspflichten ab, immer weniger junge Ärzte möchten diese Aufgabe noch übernehmen – deshalb müssen wir ihnen schnellstens eine neue Perspektive für diese anspruchsvolle und oftmals auch psychisch sehr belastende Aufgabe geben.“

Wir wollen, dass auch in Zukunft ein Notarzt schnell zur Stelle ist, wenn er gerufen wird – egal, ob im ländlichen Raum oder in der Stadt! Abgesehen von einer Absichtserklärung hat die schwarz-gelbe Staatsregierung in Bayern allerdings nichts gegen die Probleme der Notarztversorgung unternommen. Es gibt bisher lediglich eine Übergangsregelung über das Ende der Legislaturperiode hinaus – sprich: Die Berechtigungen werden weiterhin geduldet, obwohl das Bayerische Landessozialgericht das Verfahren der Berechtigungserteilung bereits für unzulässig erklärt hat.

Zeitnahes Handeln mit entsprechenden Maßnahmen auf politischer Ebene ist hier dringend erforderlich. Die Sicherstellung des Notarztdienstes ist im Interesse aller Menschen in Bayern.

Ihre

Claudia Jung
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