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Claudia Jung: "Organspenden sind ein Akt der Mitmenschlichkeit"

Claudia Jung, MdL - familienpolitische Sprecherin der Bayerischen FREIE WÄHLER Landtagsfraktion
Liebe Leser,

wie ich bereits am 26. Mai dieses Jahres zum veröffentlichten Gesetzentwurf gepostet habe, geht mir die per 1. November 2012 in Kraft getretene Reform der Organspende nicht weit genug. Nach wie vor präferiere ich die österreichische Widerspruchslösung: hier gilt nämlich die Regel, dass Organe, Organteile oder Gewebe einem “Organspender” dann entnommen werden können, wenn kein von ihm abgegebener Widerspruch vorliegt.

Bei der in Kraft getretenen Lösung sehe ich vor allem die Gefahr, dass Information und Aufklärung samt Organspendeausweis, die binnen Jahresfrist jede Krankenkasse an ihre Versicherten ab 16 Jahren geschickt werden, im Papierkorb landen. Hinzukommt, dass aufgrund der jüngsten Skandale in Göttingen, Regensburg und München die Verunsicherung in der Bevölkerung größer denn je ist und Organspenden leider weiter zurückgehen. Kein Wunder, wenn Patienten auf Wartelisten offensichtlich kränker gemacht werden, als sie sind, es Auffälligkeiten bei der Behandlung ausländischer Patienten gibt und in einigen Bereichen Privatpatienten überproportional mehr Organe erhalten als gesetzlich Versicherte. Jetzt gilt es, diesen möglichen Straftatbestand lückenlos aufzuklären.

Vor dem Hintergrund, dass in Deutschland täglich drei Menschen sterben, denen eine Organübertragung das Leben hätte retten können, sollten Sie sich, liebe Leser und Leserinnen, nicht verunsichern lassen. Zögern Sie nicht, Organspender zu werden! Sollten Sie noch unsicher sein, bin ich überzeugt, dass Ihnen Ihre Krankenkasse sowie der Arzt Ihrer Wahl Rede und Antwort stehen werden.

Ihre

Claudia Jung
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 03.11.2012 | 03:12  
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