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Claudia Jung: Minijobber vor Altersarmut zu schützen – dieses Vorhaben ist grandios gescheitert

Minijobber vor Altersarmut zu schützen – dieses Vorhaben ist grandios gescheitert.

Liebe Leser,

Minijobber vor Altersarmut zu schützen – dieses Vorhaben ist grandios gescheitert. Beleg gefällig? Anfang des Jahres hatte Bundesarbeitsministerin von der Leyen (CDU) die Rentenversicherungspflicht bei neuen 450-Euro-Jobs durchgesetzt. Eine Anfrage der Grünen im Bundestag ergab aber nun, dass die meisten geringfügig Beschäftigten die Befreiung von dieser Pflicht beantragt haben. Nicht einmal jeder Vierte zahlt demnach in die Rentenkassen ein. Das sind alarmierende Zahlen. Und angesichts dessen muss man der schwarz-gelben Politik ins Stammbuch schreiben: Die meisten Minijobber steuern weiterhin auf die Altersarmut zu.

Über die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde diskutieren die Parteien schon lange. Die Argumente sind hinlänglich ausgetauscht. Und wenn es nicht anders geht, dann muss der gesetzliche Mindestlohn kommen. Ich persönlich setze allerdings immer noch auf die Tarifautonomie und hoffe auf die Vernunft: Jeder Unternehmer sollte dem Anspruch gerecht werden, seinen Mitarbeitern einen auskömmlichen Lohn zu zahlen.

Es gilt jedenfalls, eine Regelung zu finden, den Arbeitnehmern künftig einen existenzsichernden Mindestlohn zu zahlen. Die Menschen müssen von ihrer Arbeit leben können, ohne auf staatliche Zuschüsse oder auf einen Zweitjob angewiesen zu sein. Dann bekommt auch jeder Bürger am Ende seines Arbeitslebens eine ausreichende Rente.

Ihre

Claudia Jung
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 09.09.2013 | 16:52  
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