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Claudia Jung: Frühkindliche Bildung - Bildungsforscher bestätigen Position der Freie Wähler Landtagsfraktion

Liebe Leser,

bei der Abschaffung der Studiengebühren hat die bayerische Staatsregierung eine Qualitätsoffensive in der frühkindlichen Bildung sowie weitere Maßnahmen bis Ende 2014 beschlossen. Die Gebühren im zweiten Kindergartenjahr werden ab Herbst kommenden Jahres um 50 Euro monatlich reduziert. Auf die längst überfällige und versprochene Novellierung des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes (BayKiBiG) sowie die Verbesserung des Betreuungsschlüssels warteten Kommunen, Kindergartenträger und Eltern dagegen allerdings weiterhin vergeblich.

Der Aktionsrat Bildung, ein Gremium renommierter Experten, kommt in seinem Jahresgutachten 2012 zu der Einschätzung, dass in Deutschlands Kindergärten die pädagogische Förderqualität „häufig nur mittelmäßig“ ist, und mahnt umgehende Anstrengungen sowohl von Bund und Ländern an, um die Ausbildung des Personals zu verbessern – und es besser zu bezahlen.

Die Bildungsforscher bestätigen damit die Position der Freie-Wähler-Landtagsfraktion, dass „zur Sicherstellung und Verbesserung der Qualität“ der gegenwärtige Ausbau der Kinderbetreuung mit weiteren Maßnahmen begleitet werden muss. In diesen Zusammenhang gehört auch meine Forderung nach dem Ausbau berufsbegleitender Studiengänge für bereits im Beruf tätige Erzieherinnen und Erzieher – das setzt die Schaffung neuer Professorenstellen für Frühpädagogik zwingend voraus.

Nicht einmal die Vorgabe, dass bis zum Jahr 2020 an jeder Kindertageseinrichtung mindestens eine Fachkraft mit Hochschulstudium tätig sein soll, kann unter den heutigen Ausbildungskapazitäten auch nur annähernd erreicht werden. „Dazu müssten die bestehenden Ausbildungskapazitäten verdoppelt bis verdreifacht werden“, heißt es im genannten Jahresgutachten.

Liebe Leser,
wohl wissend um die schockierenden Ergebnisse aus den PISA-Studien und in Bezug auf die Lehren aus den OECD-Studien zur Familienpolitik vergangener Jahre, kennt die CSU/FDP-Regierung die Probleme sehr genau und weiß, wo angesetzt werden muss. Sie tut es aber nicht!

Ihre

Claudia Jung
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 14.09.2013 | 02:30  
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