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Claudia Jung: Familiengipfel- Spitzen aus Bundesregierung, Gewerkschaften und Wirtschaft beraten Maßnahmen zur Arbeitsplatzgestaltung

Liebe Leser,

wer von einem solchen Gipfeltreffen in den Medien hört, rechnet damit, dass Großes entschieden wird. Zu Recht. Doch das Ergebnis dieses Familiengipfels lautet: die Arbeitswelt müsse familienfreundlicher werden und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei nicht alleine mit Gesetzen zu erreichen - aber ohne geht es wohl auch nicht. So die Meinung der CDU/CSU.
http://www.cducsu.de/Titel__pressemitteilung_teilzeitarbeit_darf_nicht_in_die_sackgasse_fuehren/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__24924/Inhalte.aspx

Mehr und mehr Betriebe bemühen sich bereits heute, Angebote für Familien zu machen – und profitieren davon. Zu diesem Ergebnis kommt das "Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik" (FFP) in einer erneuten Unternehmensbefragung. "Vor allem der Austausch zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern hat sich verbessert", erläutert Regina Ahrens vom FFP. Es fände ein Dialog über das Thema statt und auch die Angebote der Unternehmen seien besser und vielseitiger geworden.

Und was machen unsere Regierungsverantwortlichen? Sie reden von Wahlfreiheit in der Familienpolitik!

- Dabei steht der Anspruch auf einen Betreuungsplatz bislang nur auf dem Papier!
- Dabei ist es bei einem politischen Anspruch geblieben, statt die Arbeitszeiten flexibler zu gestalten!
- Dabei ist ein Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit gerade einmal angedacht!
- Dabei darf das Pflegezeit-Gesetz bereits als gescheitert gelten!

Bei allen positiven Signalen der Arbeitgeberseite haben gerade Frauen am Arbeitsmarkt weiterhin das Nachsehen, wenn sie sich für Kinder entscheiden. Die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit verlangt an die Bedürfnisse von Familien angepasste Arbeitsarrangements, die zum einen die Existenz sichern und im Alter nicht zur Armut führen. Für Väter und Mütter, die einige Jahre ihre Arbeitszeit reduzieren, um sich intensiver um die Kindererziehung zu kümmern, darf Teilzeitarbeit nicht in die Sackgasse weiterer "Teilzeitarbeit" führen und auch nicht in die Altersarmut.

Allein in den letzten 15 Jahren stieg die Zahl der Alleinerziehenden um etwa 20 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen einmal mehr, dass es unsere gesellschaftliche Pflicht ist, auch für eine bessere Vereinbarkeit von Kindererziehung und Erwerbstätigkeit zu sorgen. Eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Armutsvermeidung. Dazu gehört auch ein flächendeckendes, qualitativ hochwertiges Betreuungsangebot mit anschließender Möglichkeit zum Besuch einer wohnortnahen Ganztagsschule, sowie bessere, vor allem aber tatkräftige Unterstützung für Alleinerziehende.

Die Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Familienpolitik muss meiner Meinung nach in und aus einem "Guss" erfolgen, wenn es was werden soll. Nur davon sind wir und waren auch die Spitzen auf dem Familiengipfel noch einige "Gipfelhöhen“ weit entfernt.

Welche Vorschläge haben Sie? Gerne lese ich Ihre persönlichen Wünsche und Vorschläge zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Ihre

Claudia Jung
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 16.03.2013 | 19:06  
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