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Claudia Jung: Entgeltgleichheit von Frauen und Männern endlich durchsetzen - Altersarmut verhindern

Claudia Jung, MdL - familienpolitische Sprecherin der Bayerischen FREIE WÄHLER Landtagsfraktion
Liebe Leser,

am Montag fand im Deutschen Bundestag eine gemeinsame Anhörung des Familienausschusses sowie des Ausschusses für Arbeit und Soziales zum Thema Entgeltgleichheit von Frauen und Männern statt.

Hintergrund: Der Unterschied in der Entlohnung von Frauen und Männern beträgt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland 23 Prozent - beziehungsweise acht Prozent, wenn nur Männer und Frauen auf vergleichbaren Positionen einander gegenübergestellt werden.

In dem Gesetzentwurf der SPD heisst es, „um dem Gebot der Entgeltgleichheit zur tatsächlichen Durchsetzung zu verhelfen, ist es notwendig, dass der Gesetzgeber den strukturellen Defiziten des geltenden Rechts abhilft und einen verbindlichen Rahmen für die Prüfung und Beseitigung von Entgeltdiskriminierung seitens der entgeltpolitisch verantwortlichen Akteure schafft.“

Auch wenn gerade die Bewertung der Arbeit, Kernbestandteil der Tarifautonomie darstellt, gilt es Regelungen zu vermeiden, die im rechtlichen Sinne zwar nicht diskriminieren, aber die Lohnungleichheit zementieren! Warum gerade der Aufstieg in eine höhere Entgeltgruppe dadurch verzögert wird, dass Mütter ihre Elternzeit in Anspruch nehmen, ist mir unverständlich.

Lohn-Ungleichheit bedeutet auch eine geringere Rente für Frauen und kann deshalb auch als eine der Hauptursachen für die ständig steigende Altersarmut bei Frauen angesehen werden. Politik und Tarifpartner sind gleichermaßen aufgefordert, diese Lohnlücke zwischen Männern und Frauen zu schließen und es nicht nur bei Lippenbekenntnissen und Sonntagsreden zu belassen.

Diese Benachteiligungen müssen wir verhindern - durch mehr Familienfreundlichkeit, eine bessere Bewertung von Frauentätigkeiten, den Ausbau der Kinderbetreuung und das Angebot von Ganztagsschulen.

Der Handlungsbedarf ist parteiübergreifend unbestritten. Die Politik ist nunmehr stärker als je zuvor gefordert, geeignete Rahmenbedingungen im Erwerbsleben zu unterstützen.

Ihre

Claudia Jung

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/097/1709781.pdf
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 20.02.2013 | 16:48  
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