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Claudia Jung: Armutsbericht Deutschland - Faire Besteuerung und unabhängiges Gremium finden meine Zustimmung

Claudia Jung, MdL - familienpolitische Sprecherin der bayerischen FREIE WÄHLER Landtagsfraktion
Liebe Leser,

wieder einmal wird die soziale Wirklichkeit in Deutschland schön gefärbt! Der 548 Seiten umfassende Armutsbericht, der auf Druck der FPD entschärft wurde, ist gestern von der Bundesregierung verabschiedet worden. Rösler (FDP) hatte unter anderem die Formulierung kritisiert, dass die Privatvermögen in Deutschland "sehr ungleich verteilt" sind - diese und andere Passagen wurden daraufhin geändert oder gestrichen.

Die Forderung des VdK Deutschland nach einem unabhängigen Gremium, das regelmäßig über Armut und Reichtum in Deutschland berichtet, findet daher meine Zustimmung.

Der Bericht bestätigt, dass Kinder aus Haushalten ungelernter Arbeiter immer noch ein erhöhtes Risiko haben, selbst ohne Ausbildung zu bleiben. Auch ein jahrelanger SGB-II-Bezug der Eltern hat gravierende Folgen für ihre Kinder. Ich fordere alle Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft auf, sich für eine aufstiegsoffene Gesellschaft mit fairen Beschäftigungschancen für alle einzusetzen!

Unverändert von Armut gefährdet sind zwischen 14 und 16 Prozent der Bundesbürger. Daher bleibt eine gute Bildung für mich die beste Sozialpolitik und ist die Grundvoraussetzung für die Teilhabe an unserer Gesellschaft. Nur der weitere Ausbau der Kinderbetreuung mit qualifiziertem Personal und ein flächendeckendes Angebot von Ganztagsschulen bietet Chancengleichheit.

Wichtig ist jetzt: die Bekämpfung der Altersarmut, Verbesserungen für Pflege und Gesundheit sowie Investitionen für mehr Bildungsgerechtigkeit.

Ihre

Claudia Jung


http://www.welt.de/newsticker/news1/article114162037/Bundeskabinett-billigt-Armutsbericht.html
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