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Marc Köschingers "Wunderkammer" ab Samstag im Kunstverein am Bahnhof

Wann? 12.11.2011 19:00 Uhr bis 27.11.2011 18:00 Uhr

Wo? kunstverein, Bahnhofstraße, 85276 Pfaffenhofen an der Ilm DEauf Karte anzeigen
  Pfaffenhofen an der Ilm: kunstverein | Der Begriff „Wunderkammer“ bezeichnet
eine seit dem Mittelalter von Adeligen,
Kirchenfürsten oder Patriziern angelegte
Sammlung von skurrilen, seltenen, grausigen
oder unerklärlichen Objekten und Artefakten
aus der Natur oder Kunst. Diese Anhäufung von Abnormitäten befriedigte
die Sensationslust und steigerte das Ansehen
ihres Besitzers. Jahrhunderte später findet sich jene bizarre
Auslese dann in den heute bekannten Museen
wieder, in denen die Gegenstände - mehr oder
weniger wissenschaftlich erklärt und somit ihrer
Faszination beraubt - manchmal leider ihr
Geheimnis verloren haben.
Der Künstler Marc Köschinger zeigt nun in seiner
neuen Ausstellung ab dem 12. November
2011 in der ehemaligen Gepäckaufbewahrung
des Bahnhofs Pfaffenhofen/Ilm bei München,
anknüpfend an diese alte Tradition, eine von
Ideenreichtum geprägte „Wunderkammer“
aus seiner künstlerischen Gedankenwelt.
Die Ausstellung, erarbeitet und geplant zusammen
mit den Kuratoren des Neuen Pfaffenhofener
Kunstvereins, der in jüngster Vergangenheit
mit Exponaten von Joseph Beuys,
Oliver Mark, Eduard Luckhaus, Michael
Wesely u.a. für Furore gesorgt hat, verdeutlicht
die ersten Ansätze, das „Davor“, einer
in sich abgeschlossenen, vollendeten Kunst,
wie sie in derartigen Schauen üblicherweise
präsentiert wird.
Die Ausstellung ist der Versuch, die Vergangenheit
des Künstlers, die vor allem
in jüngerer Zeit durch viele Veränderungen
und Umbrüche gekennzeichnet ist, als
sichtbar gewordenes Gedankenkonstrukt
darzustellen, also eine „Wunderkammer“
aus der Phantasie des Kunstschaffenden.
Nachhaltige Eindrücke aus seiner Kindheit und
Jugend in Südamerika prägen den in München
geborenen Künstler bis heute: die überbordende
Fülle der Natur, das Werden und Vergehen
einer für uns unvorstellbaren Vegetation, das
archaische Brauchtum einer tief religiösen
einheimischen Bevölkerung, welche heidnische
Traditionen mit erzkatholischen Riten zu
farbenprächtigen, teils grellen, in jedem Fall aber
imposanten Zeremonien zu verbinden wusste.
Auf seine Rückkehr nach Deutschland im
Jahre 1992 folgten eine Ausbildung zum Fotografen
und ein Studiengang für Multimediales
Design in München. Bis ca. 2007 arbeitete
Köschinger für internationale Lifestyle-Magazine
und Fernsehsender.
Obwohl seit seiner Kindheit ununterbrochen
künstlerisch tätig, konzentrierte er sich danach
zunehmend auf sein Schaffen als freier Künstler.
Seit 2010 kommt er zudem einer Berufung
als Dozent an der Kath. Universität Eichstätt/
Ingolstadt, der Media Design Hochschule
in München sowie der Akademie der
Populären Künste in Nürnberg nach.
Die nun geplante Ausstellung soll ein Experiment
sein, all das von Marc Köschinger
Erlebte, seine reichen Empfindungen und
daraus erwachsende Gedankenskizzen sowie
neu sich herauskristallisierende Ideen in ihrer
Ursprünglichkeit festzuhalten. Sie zeigt eben
nicht - wie üblich - das fertige künstlerische
Ergebnis, sondern Wachsen und Werden einer
bunten Vielfalt kleiner Impulse wie auch Inspirationen,
welche sich als verschiedenartige
künstlerische Ausdrucksformen zu künftigen
Ausstellungen verdichten und so der Öffentlichkeit
zugänglich gemacht werden sollen.

Marc Köschingers Wunderkammer wird vom 13. bis 27. November beim Neuen Kunstverein am Pfaffenhofener Bahnhof gezeigt, Mittwoch bis Freitag von 16 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Die Eröffnung ist am 12.11. ab 19 Uhr.
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