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Im Wald vom Wald lernen

 

Die Waldpädagogik sensibilisiert für den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur „Wann waren Sie das letzte Mal im Wald? Ist Ihnen bewusst, dass Deutschland zu etwa einem Drittel des Landes mit Wald bedeckt ist? Bei uns spielt der Wald eine sehr wichtige, wenn auch meist verborgene Rolle: Er erbringt nämlich unverzichtbare Schutzwirkungen für unser Klima, Wasser, Luft und Boden und ist natürlich nebenbei ein beliebter Ort für unsere Freizeit und Erholung. Zugleich ist er noch Lieferant des nachwachsenden Rohstoffs Holz. Im Wald lässt sich seit nun schon 200 Jahren erleben und erfahren, was Nachhaltigkeit in der Praxis heißt: Zukunftssicherung für Generationen.“

Mit diesen Worten lädt die Homepage der Initiative „Treffpunkt Wald“ dazu ein, den Wald kennen und lieben zu lernen. Die Initiative „Treffpunkt Wald“ ist die erste gemeinsame Initiative der Forstverwaltungen des Bundes und der Länder und vermittelt den Menschen ein zutreffendes Bild vom Wald als Ökosystem, aber auch vom Wirtschaften im Wald und den vielfältigen Schutz- und Erholungswirkungen des. Kurz gesagt: „Waldpädagogik“.


Waldpädagogik – Bildungsauftrag der Forstbehörden

Der Wald soll durch die Initiative der deutschen Forstverwaltungen den Menschen auf ganz neue Art näher gebracht werden. Mit Waldführungen und Projekttagen werden deutschlandweit Kinder und Erwachsene eingeladen zu erleben, wie vielfältig der Wald ist und was er tagtäglich für uns leistet. Nationalparks, Walderlebniszentren und Waldlehrpfade vermitteln Wissen über Pflanzen und Tiere und fördern auch das Verständnis für die Waldeigentümer und ihr Wirtschaften im Wald. Heute wissen wir, dass kopflastige Information zu wenig ist, um einen positiven Zugang zum Wald, zur Natur und zur Umwelt herzustellen. Daher wird immer mehr Wert auf die Erfahrung mit allen Sinnen gelegt.


Barfuß über Moos und Rinde

Der 2 Kilometer lange, abwechslungsreiche Rundweg wurde vom Forstamt Freising errichtet und im Sommer 2002 eingeweiht. An 23 Stationen kann man unseren Wald spielerisch, erforschend und besinnlich näher kennen lernen. Neben Schautafeln und informativen Klappkästen machen Barfuß-Weg und Wald-Labyrinth den Spaziergang zu einem echten Erlebnis und in der Weitsprunggrube kann man schließlich seine Sprungkraft mit den verschiedenen Säugetieren des Waldes messen. Unmittelbare Begegnung mit der Natur und spielerisches Entdecken sind die wirkungsvollste Umwelterziehung – sie ist heute wichtiger denn je.


Spielen - Forschen – Lernen

Dieses Ziel verfolgen auch die zahlreichen Waldkindergärten in Deutschland. Die Kinder lernen bei Ihren täglichen Aufenthalten im Wald die Pflanzen- und Tierwelt kennen, lassen auf den Rinnsalen des ablaufenden Regens kleine Rindenboote schwimmen und beobachten fasziniert Ameisenstraßen. Sie spannen Seile und Tücher und schnitzen unter Aufsicht. Doch sie lernen auch, dass Bäume nicht verletzt werden dürfen, Tiere und deren Behausungen ausschließlich beobachtet werden und entwickeln wie von selbst das Verständnis für Schutz und Pflege des Ökosystems.Haben Sie nun Lust auf einen Spaziergang bekommen? Der Landkreis hat eine Menge schöne Waldwege zu bieten! Bis bald im „Treffpunkt Wald“!


Ab Herbst sollen Mainburger Kinder einen Waldkindergarten bekommen

Mainburgs Stadtrat stimmt dafür

Das Interesse an einem Kindergarten, in dem die Kinder draußen in der Natur wertvolle Erfahrungen sammeln dürfen, ist sehr groß in der Hopfenstadt. Das war spätestens nach einer Informationsveranstaltung im Herbst letzten Jahres klar. Der 1. Holledauer Waldkindergarten e. V. betreibt seit 2003 einen Waldkindergarten in Pfeffenhausen und plant nun den Start der Gruppe Mainburg im September. „Besonders wichtig war uns dabei, von vornherein kooperativ mit der Stadt zusammenzuarbeiten, denn nur gemeinsam kann ein solches Projekt erfolgreich sein“, so Franz J. M. Huber, Vorsitzender des Trägervereins. Informationen aus 1. Hand seien dabei unabdingbar und so besuchten Mainburger Stadträte und Pädagogen aus den städt. Kindergärten gemeinsam mit Bürgermeister Sepp Egger und Geschäftsleiter Georg Harrieder die Waldkinder in Pfeffenhausen, um sich ein Bild vor Ort zu machen. So gut informiert, waren oft verbreitete Vorbehalte bereits im Vorfeld ausgeräumt, und bei der Stadtratssitzung stimmten fast alle Stadträte für einen Waldkindergarten, der ja die Kindergartenlandschaft um ein Angebot bereichere und den Eltern so die – auch im neuen Bayerischen Kinderbildungs- und –betreuungsgesetz geforderte – Wahlmöglichkeit biete.

Informationen gibt es beim 1. Holledauer Waldkindergarten, Anita Huber, Tel. 08782/979954.
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