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Hallertauer Messe soll auf neue Füße gestellt werden: Beim PAFundDu-Workshop wurde mehr Regionalität gefordert

Die Kommunikationswissenschaftlerin Verena Schlegel führte als Moderatorin durch den Workshop
 
Im PAFundDU-Workshop zur Gestaltung der Hallertauer Messe 2011 wurde kreativ gearbeitet
Die Hallertauer Messe 2011 war das Thema eines Workshops, zu dem sich 28 interessierte Teilnehmer am Dienstagabend im Festsaal des Pfaffenhofener Rathaus trafen. Dabei wurde vor allem mehr Regionalität gefordert sowie eine klarere Struktur mit Aufteilung in unterschiedliche Themenbereiche. Nach über dreistündiger Diskussion und Gruppenarbeit wurde schließlich ein Beirat ins Leben gerufen, der sich in den nächsten Wochen mit der Neukonzipierung der Messe befassen soll. Die Messe wird vom 31. März bis 3. April auf dem Pfaffenhofener Volksfestplatz stattfinden.

Die Stadt Pfaffenhofen und der Verein ProWirtschaft als designierter Veranstalter der Messe hatten im Rahmen des Aktionsprogramms PAFundDU gemeinsam zu dem Workshop eingeladen, um neue Ideen zu sammeln und die frühere Gewerbeschau letztlich noch attraktiver für Aussteller und Besucher zu machen. Bürgermeister Thomas Herker konnte einen bunten Teilnehmerkreis mit Stadträten, Vertretern der Stadtverwaltung, Unternehmern, früheren Ausstellern sowie Vertretern der Wirtschaftsverbände und mehrerer Vereine sowie nicht zuletzt einer Reihe interessierter Bürger begrüßen. Auch Messe-Organisator Rainer-Bülent Nowak war dabei und als Moderatorin führte die Kommunikationswissenschaftlerin Verena Schlegel durch den Abend.

Franz Böhm, der Vorsitzende des Vereins ProWirtschaft, freute sich, ebenso wie Bürgermeister Herker, auf kreative Vorschläge, um bei der nächsten Hallertauer Messe „neue Aspekte einfließen zu lassen“. Nicht zuletzt soll dabei auch das 125-jährige Bestehen der Pfaffenhofener Gewerbeschau eine Rolle spielen.

Wirtschaftsreferent Markus Käser betonte, dass frische Ideen und ein neues Konzept für die Hallertauer Messe dringend erforderlich seien, um einer „bedenklichen Tendenz“ gegenzusteuern. Die Zahl der regionalen Betriebe unter den Ausstellern sei nämlich in den letzten Jahren immer mehr zurückgegangen und bei der Messe 2009 sei nur noch knapp die Hälfte der Aussteller aus der Stadt oder dem Landkreis Pfaffenhofen gekommen. Die professionellere Organisation, so betonte Käser, habe sich bei den letzten Messen schon bewährt, doch Konzeptionell gelte es noch Vieles zu verbessern. „Vor allem die regionale Wertschöpfung und regionale Kompetenzfelder müssen wichtiger werden“, meinte Markus Käser und bei diesem Anliegen stimmten ihm wohl alle Teilnehmer des Workshops zu.

In Kleingruppen machte man kreativ ich auf einen „visionären Messebummel im Jahr 2015“. Bei der Präsentation der Gruppenergebnisse wurden erstaunliche Übereinstimmungen deutlich und es zeigte sich, dass so manche Vision durchaus schon 2011 realisiert werden könnte. Für die Zeit nach 2011 wurde zudem der Standort am Volksfestplatz in Frage gestellt, denn als mögliche Alternative mit Wachstumspotential könnte sich die Trabrennbahn anbieten.

Einig waren sich fast alle Teilnehmer, dass die Messe deutliche inhaltliche Schwerpunkte braucht und in Themenbereiche gegliedert werden soll. Energie, Bauen und Sanieren, Ernährung, Freizeit, Kommunikation sowie soziales Leben und Gesellschaft könnten Leitthemen sein. Insgesamt wäre ein Motto denkbar, das sich mit der regionalen Identität auseinandersetzt, wie z.B. „Gut leben und wohnen im Pfaffenhofener Land und in der Hallertau“.

Weitere Anregungen betrafen vor allem die Einbindung von örtlichen Vereinen, außerdem den Eingangsbereich der Messe mit Infostand, Wegweiser und kleinem Messekatalog, weiterhin eine Kinderbetreuung und nicht zuletzt einen Kongressbereich mit Fachvorträgen, Rahmenprogramm und Abendveranstaltungen.

Zum Jubiläum „125 Jahre Pfaffenhofener Gewerbeschau“ will die Stadt Pfaffenhofen im Jahr 2011 ein Buch herausgeben und eine kleine Ausstellung erarbeiten. Außerdem will die Stadt, wie Wirtschaftsreferent Markus Käser erläuterte, zum ersten Mal die Regionalmarke mit dem Arbeitstitel „Pfaffenhofener Land“ präsentieren und in dem Zusammenhang auch regionale Produktneuheiten vorstellen. Die Stadt kann sich außerdem vorstellen, den geplanten Unternehmerpreis für Innovation und nachhaltiges Wirtschaften im Rahmen der Messe zu vergeben.

Um die weiteren Planungen und ein „rundes Konzept“ zu erarbeiten, wurde ein Beirat gegründet. Spontan trugen sich einige Teilnehmer mit ihrem jeweiligen Schwerpunkt ein: Josef Galli (Freizeit), Markus Käser (Gesellschaft/Soziales und Regionalmarke), Andreas Herschmann (Energie), Fabian Stahl (EDV), Sigi Schön (Gastronomie), Rainer-Bülent Nowak (Organisation). Weitere Interessenten, die in dem Beirat mitarbeiten möchten, sind herzlich willkommen. Sie können sich im Pfaffenhofener Rathaus melden unter Tel. 08441/78-188 oder per E-Mail an pafunddu@stadt-pfaffenhofen.de .
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